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Wille zur Weiterbildung

Spielsteine mit aufgedruckten Buchstaben liegen auf einem Holzbrett und bilden das Wort Ausbildung.
Ausbildung bleibt Ausbildung? Nicht immer. Gerade durch die Digitalisierung haben sich einige Ausbildungsberufe gewandelt.
Foto: Tim Wraneschitz

FAQ: Ausbildung im Wandel

Wille zur Weiterbildung

Was tun, wenn der Ausbildungsberuf umstrukturiert wurde und das Wissen aus der Ausbildung veraltet ist? Sabine Najib, Beraterin für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur Osnabrück, weiß Rat.

Wie bewerbe ich mich am besten, wenn ein Ausbildungsberuf umstrukturiert wurde, ich aber noch den „alten“ Beruf erlernt habe?

„Wenn der Ausbildungsberuf umstrukturiert wurde, bietet es sich an, die Fähigkeiten und Kompetenzen in den Vordergrund zu stellen, die man sich im Laufe der Berufsjahre angeeignet hat. Meistens hat sich nach der Umstrukturierung eines Berufsbildes aber gar nicht alles geändert, so dass man seinen Beruf auf keinen Fall umsonst gelernt hat. Wenn trotzdem neue Kenntnisse gefordert sind, die man bislang nicht hat, sollte man im Anschreiben und im Vorstellungsgespräch immer seinen Willen zur Weiterbildung signalisieren. Oder man kann dem Arbeitgeber anbieten, in einem Praktikum oder in einer Probezeit die fehlenden Fertigkeiten zu erlernen.“

Gibt es spezielle Weiterbildungsangebote für Leute, die im „alten“ Beruf ausgebildet wurden?

„Manchmal bieten Arbeitgeber Nachqualifizierungen an. Darüber hinaus wissen die zuständigen Kammern über die Neuerungen Bescheid und bieten teilweise Weiterbildungen an. Und nicht zuletzt gibt es viele freie Weiterbildungsträger, die spezielles oder allgemeines Wissen vermitteln, darunter zum Beispiel auch die Volkshochschulen. Einen Überblick über alle Angebote gibt das Portal KURSNET der Bundesagentur für Arbeit. Wer Weiterbildungen aus eigener Tasche zahlt, kann sie übrigens steuerlich absetzen.“

Wie gehen Arbeitgeber mit den Neuordnungen von Ausbildungsberufen um?

„Die meisten wissen, dass es mit einer abgeschlossenen Ausbildung ist, wie mit dem Führerschein: Man darf nun zwar ein Auto lenken, aber man kann noch lange nicht wirklich sicher und souverän fahren. Das lernt man – beim Autofahren wie im Berufsleben – erst durch die Praxis. Deshalb spielt es meistens gar keine so große Rolle, ob jemand einen Beruf nach einer alten oder neuen Ordnung erlernt hat. Die wichtigsten Grundlagen sowie die Bereitschaft, sich weiterzubilden, sind viel wichtiger bei der Bewerbung.

Wo kann ich mich über Neuordnungen bei Berufen informieren?

„Eine gute Anlaufstelle ist BERUFENET, die Datenbank für Ausbildungs- und Tätigkeitsbeschreibungen der Bundesagentur für Arbeit. Hier findet man Informationen darüber, welche Berufsbilder sich in der Vergangenheit verändert haben und welche in den nächsten Jahren neu geordnet werden. Tiefergehende Informationen gibt es auf der Seite des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das an den Neuordnungen maßgeblich beteiligt ist. Und auch die zuständigen Kammern halten oft Informationen zu veränderten Berufsbildern bereit.“

abi>> 11.07.2016