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„Ein Gespür für den Betriebsalltag bekommen“

Punk bei der Begrüßung zum Vorstellungsgespräch
Der erste Eindruck zählt: Auf was sollten Azubis besonders achten?
Foto: Thomas Riese

Ausbildungsstart: Personalerstatements

„Ein Gespür für den Betriebsalltag bekommen“

Wie können sich Auszubildende auf den Start im Unternehmen vorbereiten? Wie laufen die ersten Arbeitstage ab? Und worauf sollten Azubis besonders achten? abi>> hat Personalverantwortliche aus verschiedenen Branchen befragt.

Martina Jalloh betreut die Nachwuchskräfte der REWE Group Zentrale

Ein Porträt-Foto von Martina Jalloh

Martina Jalloh

Foto: privat

„Aller Anfang ist schwer, heißt es. Der Übergang von der Schule ins Berufsleben ist sicher nicht ganz einfach, aber wir versuchen, unseren Auszubildenden und dual Studierenden den Start zu erleichtern. Das beginnt mit einem Sommerevent, zum Beispiel einem Grillfest, das schon vor dem Beginn der Ausbildung stattfindet und zu dem wir alle neuen Azubis, aber auch die Auszubildenden aus dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr einladen. Auf dem Fest können die zukünftigen Nachwuchskräfte von den Erfahrungen der älteren Jahrgänge profitieren und dabei schon einiges über das Unternehmen erfahren.

Zu Beginn der Ausbildung gibt es dann eine zweitägige Einführungsfahrt, auf der sich die Auszubildenden und die verantwortlichen Betreuer aus dem Personalbereich genauer kennenlernen und alle wichtigen Informationen für den Ausbildungsstart vermittelt werden.

Den neuen Auszubildenden gebe ich immer den Tipp: Stellt Fragen, zeigt Interesse, geht auf die Leute zu und haltet euch an die Regeln, die es in einem großen Konzern natürlich auch gibt. Dann sollte der Übergang von der Schule in den Beruf reibungslos verlaufen.“

Magdalena Beck, Personalservice, Stadtwerke Jena GmbH

Ein Porträt-Foto von Magdalena Beck

Magdalena Beck

Foto: privat

„Mit dem Beginn einer Ausbildung ändert sich im Vergleich zur Schule so Einiges: Die Auszubildenden verdienen ihr eigenes Geld, lernen selbständig zu arbeiten, lernen viele unterschiedliche Leute kennen und besuchen die Berufsschule. Auch dort wird von den Auszubildenden mehr selbständiges Lernen als in der bisherigen Schule erwartet.

Um einen möglichst guten Einstieg zu ermöglichen, organisieren wir eine Azubi-Start-Woche, in der die Auszubildenden ihre Einsatzbereiche und Betreuer sowie verschiedene Anlagen kennenlernen. Es geht außerdem um Organisatorisches in der Ausbildung, also von Urlaub über Krankmeldung bis zur Zeiterfassung. Ganz wichtig ist auch der Punkt Kommunikation: Wie spricht man zum Beispiel Probleme an oder wie kann man durch gute Kommunikation Konflikte vermeiden?

In dieser Woche lernen die Auszubildenden zudem ihren persönlichen Paten kennen. Das sind Auszubildende des zweiten und dritten Lehrjahres, die Hilfe bei der Orientierung und Eingewöhnung im Unternehmen geben.

Und nach der Woche? Wichtig ist, stets interessiert, offen und mit dem notwendigen Ernst an die vielen neuen Themen heranzugehen. Umso mehr man selbst aktiv wird und Fragen stellt, umso besser gelingt die Ausbildung.“

Stefanie Bels, Ausbildungsleiterin, Heise Gruppe GmbH & Co. KG

Ein Porträt-Foto von Stefanie Bels

Stefanie Bels

Foto: privat

„Da die meisten Auszubildenden direkt nach dem Abitur kommen und der Berufsalltag Neuland für sie ist, möchten wir sie gerne dort abholen, wo sie stehen, und ihnen so die Möglichkeit geben, erst einmal anzukommen.

Ein erstes Kennenlernen findet bereits vor dem Ausbildungsbeginn statt. Unsere Auszubildenden aus dem zweiten und dem dritten Lehrjahr laden die neuen Auszubildenden vorab zu einem Treffen ein. So lernen sich alle bereits vorab untereinander kennen und man trifft am ersten Arbeitstag direkt auf bekannte Gesichter.

In den ersten Tagen der Ausbildung organisieren wir zudem Rundgänge durch das Unternehmen, und es finden auch Workshops statt. Dort wird zum einen das Organisatorische geklärt, zum anderen soll ein gutes Miteinander vorbereitet werden.

Da unsere Auszubildenden schnell Kontakt zu unseren Kunden haben, ist es wichtig, dass sie nicht nur die Abläufe kennen, sondern auch im Umgang mit den Kunden möglichst schnell Sicherheit gewinnen. Da sie zudem auf Messen unser Unternehmen vertreten, spielt auch das Auftreten und die Kleidung eine Rolle. Gerade am Anfang ist es hilfreich, auf das Verhalten anderer Kollegen zu achten, um ein Gespür für den Betriebsalltag zu bekommen.“

abi>> 13.02.2017

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