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Rubrik Lehrer und Eltern


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Aesculap AG

"Hier wird gut ausgebildet"

Sprachunterricht, Workshops und so genannte "Betriebspädagogische Tage" — das Unternehmen Aesculap in Tuttlingen bietet seinen Auszubildenden eine Menge Extras. Das wusste auch Stefanie Auber, als sie sich dort beworben hat.

Stephanie Auber steht an ihrem Schreibtisch vor ihrem PC-Bildschirm.

Stephanie Auber entwirft 3D-Modelle von geplanten Produkten.

Foto: Aesculap

Die Aesculap AG, eine Sparte von B. Braun Melsungen, ist auf Produkte und Dienstleistungen rund um chirurgische Instrumente und Implantate spezialisiert. „Und sie ist bekannt für eine sehr gute Berufsausbildung", erzählt Stefanie Auber, Auszubildende im ersten Lehrjahr. „Die sehr guten Übernahmechancen und mein Interesse für den Produktbereich Medizintechnik sprachen ebenfalls dafür, mich letztes Jahr dort zu bewerben." Das Einstellungsverfahren bereitete ihr keine Schwierigkeiten. „In Gruppen- und Einzelgesprächen musste ich verschiedene Fragen beantworten; zum Beispiel bezüglich des Unternehmens, meines Lebenslaufes und meiner Berufswahl." Ihre Antworten überzeugten den Arbeitgeber, seit September 2007 macht sie nun eine Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin.

Betriebspädagogische Tage

Zu Beginn nahm sie mit dem gesamten Ausbildungsjahrgang an den so genannten „Betriebspädagogischen Tagen" teil. „In einem Freizeitheim in Überlingen-Bambergen beschäftigten wir uns in Gruppenarbeit mit Spielregeln und Umgangsformen im Berufsalltag und mit nützlichen Lerntechniken. Dabei konnte ich neue Bekanntschaften schließen und erfahren, wie wichtig jedes Glied in einer Kette ist." Insgesamt nehmen die Auszubildenden vier Mal an diesen ‚Betriebspädagogischen Tagen‘ teil - jedes Mal mit einem anderen Themenschwerpunkt.

In den ersten Monaten lernte Stephanie Auber das Ausbildungszentrum kennen und eignete sich Kenntnisse über verschiedene Werkstoffe und Fertigungsverfahren an. Anschließend durchlief sie verschiedene Abteilungen in den Bereichen Entwicklung Orthopädie, Arbeitsplanung und Fertigung. Zurzeit ist sie in der Abteilung „Entwicklung Betriebsmittel" beschäftigt. Typische Aufgaben dort sind die Konstruktion von verschiedenen Vorrichtungen wie Einpress- oder Beschriftungsvorrichtungen. „Bevor wir mit der Konstruktion beginnen, besprechen wir mit dem Entwickler die Aufgabenstellung und legen die Gestalt und Form der geplanten Vorrichtung fest", erläutert die Auszubildende.

Seminare und Sprachunterricht

Neben der Arbeit in den Fachabteilungen und dem Berufsschulunterricht hat Stephanie Auber eine Reihe von Schulungen und Workshops besucht, unter anderem, um den Umgang mit CAD-Programmen (Computer-Aided-Design) und die Erstellung von 3D-Datensätzen zu vertiefen. Aber auch Exkursionen stehen auf dem Lehrplan. „In der Schulung ‚Verhalten im OP' erfuhren wir beispielsweise, wie ein OP-Saal aufgebaut ist und wie eine Operation abläuft. Im Anschluss besuchten wir gemeinsam ein Krankenhaus, um das Gelernte gleich vor Ort zu erleben."

Als international agierendes Unternehmen sieht Aesculap auch Sprachunterricht als festen Bestandteil der Ausbildung vor. Die Azubis können - wenn sie möchten - Englisch, Französisch oder Spanisch lernen, beziehungsweise die schon vorhandenen Schulkenntnisse vertiefen. Stephanie Auber hat sich gleich für zwei Sprachen entschieden. Sie besucht zwei Schulstunden pro Woche den Englischunterricht, zwei weitere Stunden büffelt sie Französisch. Für den Unterricht, der im Unternehmen stattfindet, wird sie von ihrem Arbeitgeber freigestellt.

Bereits im ersten Lehrjahr wurde die Auszubildende in laufende Projekte der Fachabteilungen einbezogen. „Im dritten Ausbildungsjahr werde ich an einem eigenen Projekt arbeiten, das sich aus einem betrieblichen Auftrag zusammen setzt", sagt sie. „Dies wird zugleich die Abschlussprüfung meiner Ausbildung sein. Ich bin zuversichtlich, dass ich nach dem Abschluss weiterhin bei Aesculap tätig sein kann."

Breites Spektrum an Ausbildungsberufen

Aesculap bildet in vielen Berufen aus. Waldemar Daunhauer hat sich für eine kaufmännische Ausbildung entschieden. Der 24-Jährige steht kurz vor seinem Abschluss zur Fachkraft für Lagerlogistik. Er schätzt besonders die Erfahrungen, die er während der „Betriebspädagogischen Tage" sammeln konnte. „Im dritten Ausbildungsjahr hatten wir ein Thema, das uns auf unsere künftige Rolle als Fach- und Sachbearbeiter vorbereiten wird. An drei Tagen übten wir, anspruchsvolle Aufgaben im Team zu bewältigen, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und Verantwortung dafür zu übernehmen."

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Mehr zu diesem Thema:

Interview mit Wilfried Biallas, Ausbildungsleiter bei Aesculap

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