Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Von Menschen und ihrer Ernährung

Gemüse und Obst liegen zur Weiterverarbeitung auf einem weißen Untergrund bereit.
Wer eine Ausbildung zum Diätassistenten anstrebt, sollte sich für Ernährung und Lebensmittel interessieren.
Foto: Martin Rehm

Diätassistent

Von Menschen und ihrer Ernährung

Der 22-jährige Marco Meloni absolviert derzeit eine Ausbildung zum Diät­assistenten an einer Fachschule der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Kurz vor dem Ende seiner Ausbildung zieht Marco Meloni Bilanz: „Mir gefällt an diesem Beruf sehr gut, dass ich mit unterschiedlichen Patienten, Ärzten und vielen anderen Berufsgruppen in Kontakt komme und ständig Neues über Ernährung dazulerne.“ Nach dem Abitur in Baden-Württemberg war dem Sportler, der schon immer auf seine Ernährung geachtet hatte, klar, dass er einen Beruf in diesem Bereich ergreifen will. Er absolvierte ein Praktikum in der Ernährungsberatung und Küche eines Krankenhauses und entschied sich für die schulische Ausbildung zum Diätassistenten.

Anatomie, Lebensmittelkunde und Kochen

Ein Porträtfoto von Marco Meloni

Marco Meloni

Foto: Dr. Buchholz

Seit 2015 lernt er nun an der staatlich anerkannten Schule für Diätassistenten der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im ersten Schuljahr standen unter anderem die Fächer Anatomie, Biochemie, Lebensmittelkunde sowie Koch- und Küchentechnik auf dem Stundenplan. „Wir haben da alle möglichen Zubereitungsarten für Speisen gelernt und auch wie eine Großküche ausgestattet ist“, berichtet der 22-Jährige. Darüber hinaus wurden auch Inhalte aus Hygiene und Krankheitslehre vermittelt.

Ab dem zweiten Schuljahr wechseln sich Unterricht und Praxis-Einheiten alle vier Wochen ab. In der theoretischen Ausbildung kam eines der wichtigsten Fächer für Diätassistenten hinzu: Diätetik. Der Auszubildende lernt hier, welche Speisen und Getränke Patienten bei welcher Erkrankung zu sich nehmen sollten. Die obligatorischen Praktika absolvierte er unter anderem in der Großküche eines Krankenhauses, in einem Altenheim sowie im Diabetes- und Ernährungsteam der Unimedizin Mainz. „Da habe ich auch gelernt, wie man den Blutzuckerspiegel eines Diabetikers kontrolliert und wie er seine Ernährung anpassen sollte“, erzählt Marco Meloni.

Das Examen steht an

Im dritten und letzten Schuljahr wird der Stoff aus den ersten beiden Schuljahren nun vertieft. Das Examen wird Marco Meloni in zwei schriftlichen, einer mündlichen und einer praktischen Prüfung ablegen. Praktische Erfahrung sammelt er in einem Diabetes-Team an einer Klinik und in einem Ernährungsteam. „Im Klinikum gibt es eine große Bandbreite an Erkrankungen. Ich muss mich in jeden Fall intensiv einarbeiten und darf dann einen Speiseplan für den jeweiligen Patienten erstellen – natürlich stehen mir dabei erfahrene Diätassistenten zur Seite“, erzählt Marco Meloni, der anders als Auszubildende in einem Betrieb kein Gehalt bekommt, sondern BAföG erhält.

Nach dem Abschluss seiner Ausbildung möchte der 22-Jährige den verkürzten, auf die Ausbildung zum Diätassistenten aufbauenden Bachelorstudiengang „Diätetik für Diätassistenten“ in Neubrandenburg belegen. „Ich möchte auch das wissenschaftliche Arbeiten noch weiter vertiefen, weil sich die Erkenntnisse im Bereich Ernährung ständig verändern. Da will ich einfach am Ball bleiben.“

Hier geht´s zu „So kann ein Arbeitstag aussehen" >>

abi>> 25.05.2018

weitere beiträge

  • zu BERUFE.TV (Öffnet sich in neuem Fenster)
  • zu den abi>> Podcasts

andere beiträge der rubrik

 

verwandte themen