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Vom Einkauf bis zum Controlling

Taschenrechner liegt neben einer Gesundheitskarte und einem Stift auf einem Tisch.
Ihr Einsatz in der Finanzbuchhaltung hat ihr am meisten Spaß gemacht, berichtet die Auzubildende Katharina Mytzka (20).
Foto: Martin Rehm

Kauffrau im Gesundheitswesen

Vom Einkauf bis zum Controlling

Nach einem Bundesfreiwilligendienst in einer Jugendfreizeitstätte stand für Katharina Mytzka (20) fest: Die soziale Arbeit oder Pflege ist nichts für sie – die Gesundheitsbranche dagegen schon. Nun macht sie eine duale Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen in einem Krankenhaus.

Die Branche Gesundheit und Soziales hat mir schon grundsätzlich gefallen. Gern wollte ich deshalb auch eine Ausbildung in diesem Bereich machen – am liebsten jedoch in der Verwaltung, nicht im sozialen oder pflegerischen Bereich“, erzählt Katharina Mytzka, die jetzt im zweiten Lehrjahr ihrer dualen Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen ist.

Praktisch erlernt die 20-Jährige den Beruf im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Eineinhalb Tage in der Woche geht sie zur Berufsschule. Hier lernt sie die Theorie, unter anderem zu den Themen Gesundheitsmanagement, Steuerung, Arbeitsprozesse und Datenverarbeitung. Auch Englisch, Deutsch, Politik, Religion und Sport stehen auf dem Stundenplan.

Einblick in viele Abteilungen

Ein Porträt-Foto von Katharina Mytzka

Katharina Mytzka

Foto: Anna Kabbe

Im ersten Lehrjahr wechselte Katharina Mytzka etwa alle zwei Monate die Abteilung, um zunächst einen Überblick über die verschiedenen Bereiche im Krankenhaus zu bekommen: So wurde sie bereits in der Personalabteilung, im Patientenmanagement, in der Patientenaufnahme, in der Finanzbuchhaltung, im Zentrallager, im Einkauf und in der EDV eingesetzt. Derzeit arbeitet sie im Controlling. „Zu Beginn meiner Einsätze habe ich immer erst mal den Kollegen über die Schulter geschaut, und sie haben mir viel erklärt. Meist habe ich dann auch schnell eigene Aufgaben übernommen“, berichtet die Auszubildende.

Bei der Patientenaufnahme war sie zum Beispiel viel im Haus unterwegs, um den Privatpatienten ihre Verträge auf die Station zu bringen. „Dadurch hatte ich auch direkten Kontakt zu den Patienten, das war sehr interessant“, erinnert sie sich. In der Einkaufsabteilung gehörte es zu ihren Aufgaben, die Bestellungen – vom Rollstuhl bis zum OP-Zubehör – per Fax zu verschicken. In anderen Abteilungen hat sie den Umgang mit Word, Excel und anderen IT-Programmen des Krankenhauses gelernt.

Sorgfältige Arbeit unabdingbar

„Am meisten Spaß hat mir bisher mein Einsatz in der Finanzbuchhaltung gemacht, weil ich viele Aufgaben selber lösen konnte und nicht so viel nachfragen musste wie in manch anderen Abteilungen“, berichtet Katharina Mytzka. Auch, dass sich in diesem Bereich jedes Jahr wieder etwas verändert und man deshalb viel Neues lernen muss, findet sie gut. „Grundsätzlich gefällt mir an meinem Beruf, dass man sehr sorgfältig arbeiten muss – auch im Privaten ist mir Ordnung sehr wichtig“, betont die Auszubildende. Vor allem wenn es um sensible Patientendaten geht, ist Sorgfalt, Zuverlässigkeit und ein hohes Verantwortungsbewusstsein äußerst wichtig. Zudem sei Aufgeschlossenheit von Vorteil, sagt sie, man müsse offen und gern auf Kollegen und – je nach Einsatzgebiet – auch auf Patienten zugehen können.

„Oft ist mein Schreibtisch voll mit vielen verschiedenen Aufgaben. Man muss also auch gut organisiert sein und Prioritäten setzen können“, führt sie als weitere wichtige Eigenschaften für den Beruf an. Ihr Tipp für alle, die sich für ihre Ausbildung interessieren: „Ein Praktikum ist gut, um zu sehen, ob einem die Arbeit wirklich liegt.“ Auch wenn sie nicht täglich mit Patienten zu tun hat, ist es ihr wichtig, dass sie mit ihrer Tätigkeit im Gesundheitswesen etwas für Menschen tun kann. „Für mich war diese Ausbildung genau die richtige Entscheidung“, betont sie.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 31.12.2018