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Patienten fit für den Alltag machen

Physiotherapeut behandelt den Rücken eines Patienten auf einer Liege.
Der Beruf des Physiotherapeuten erfordert viel medizinisches Fachwissen.
Foto: Nicole Schwab

Physiotherapeut

Patienten fit für den Alltag machen

Als angehender Physiotherapeut benötigt Andreas Nägel sowohl medizinisches Fachwissen als auch soziale Kompetenzen. Auf seinen verantwortungsvollen Berufsalltag wird der 23-Jährige an der Staatlichen Berufsfachschule für Physiotherapie in München innerhalb von drei Jahren umfassend vorbereit.

Wie läuft die Auswahl in der Abiturbestenquote ab?

20 Prozent der Studienplätze in den vier Fächern werden über die Abiturdurchschnittsnote vergeben. Innerhalb einer Notengruppe – etwa alle Bewerber mit 1,0 – wird dann eine Rangliste nach der Wartezeit erstellt. Besteht immer noch Ranggleichheit, rutschen Bewerber, die einen Freiwilligendienst geleistet haben, nach vorne. Zuletzt entscheidet das Los über die endgültige Position.

Bei der Verteilung der Bewerber auf die Universitäten kommt die Ortspräferenz ins Spiel. Die Bewerber können bis zu sechs Wunschorte nennen. Wer nur die beliebtesten Studienorte angibt, kann trotz eines hervorragenden Abiturs Pech haben, weil sich zu viele mit gleich guten Noten an denselben Hochschulen bewerben. Auf welche Städte sich die Bewerbungen in der Vergangenheit verteilt haben, steht auf den Seiten von hochschulstart.de in der Rubrik „Studienangebot“.

Was versteht man unter „Wartezeit“?

Die Wartezeit entspricht den Halbjahren, die seit dem Abitur in vollem Umfang verstrichen sind. Wer etwa nach dem Abi einen Freiwilligendienst oder eine Berufsausbildung absolviert und sich erst nach dem Abschluss um einen Studienplatz bewirbt, bekommt also die Anzahl von Semestern als Wartezeit angerechnet, die seit dem Abitur vergangen sind. Nicht anerkannt werden Zeiten, in denen man an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben war.

Die Wartezeit wird automatisch in dem Semester berechnet, in dem man sich für ein Studium bewirbt. Die Bewerber müssen sich dazu nicht extra in eine Liste eintragen.

Achtung: Hier kann es in den kommenden Jahren gesetzliche Änderungen geben. Daher ist es wichtig, sich jedes Semester zu erkundigen.

Wie läuft die Auswahl in der Wartezeitquote ab?

Auch für diese Quote sind 20 Prozent der verfügbaren Studienplätze vorgesehen. Jedes Semester wird eine bundeseinheitliche Liste der Bewerber erstellt. Erstes Kriterium ist dabei die Wartezeit. Bei gleicher Wartezeit zählt die Abiturnote, nachrangig ein Freiwilligendienst und dann das Los.

Bei der Verteilung kommt auch hier die Ortspräferenz ins Spiel. Wenn sich mehr Bewerber für eine Uni entschieden haben, als es dort Studienplätze gibt, entscheiden die Abiturnote und die soziale Bindung an den Studienort. Bei Letzterem wird etwa berücksichtigt, ob der Bewerber aus familiären Gründen an einer bestimmten Hochschule zugelassen werden sollte.

Kann an dem Wunschort kein Studienplatz gefunden werden, prüft hochschulstart.de die weiteren Wunschorte und bietet gegebenenfalls auch Plätze an Orten an, die nicht auf der Liste stehen.

Welche Kriterien werden in den Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) berücksichtigt?

60 Prozent der Studienplätze werden nach dem Ergebnis eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens vergeben. Die Auswahlkriterien sind unterschiedlich. Dazu können etwa Einzelnoten gehören oder Medizinertests wie der Test für Medizinische Studiengänge (TMS) oder das Hamburger Auswahlverfahren für medizinische Studiengänge (HAM-Nat). Auch eine abgeschlossene Berufsausbildung, ein Auswahlgespräch oder Motivationsschreiben sowie das Abschneiden im Wettbewerb „Jugend forscht“ können sich auf das Ergebnis auswirken. Bei hochschulstart.de sind die Kriterien übersichtlich aufgelistet.

Wie nimmt man an den Auswahlverfahren der Hochschulen teil?

Am AdH nehmen diejenigen Bewerber teil, die in der Abiturbesten- oder Wartezeitquote nicht zugelassen wurden. Es gilt also, die Wunsch-Unis klug auszuwählen: Bis zu sechs Hochschulen können Bewerber angeben. Mehr als die Hälfte aller Unis berücksichtigt nur Bewerber, bei denen sie auf den Plätzen eins bis drei der Wunschliste stehen. Manche verlangen ausschließlich den ersten Rang.

Einige Unis verlangen zusätzlich eine gesonderte Übersendung von Unterlagen. Hier heißt es: Fristen beachten!

Braucht man für Medizin, Pharmazie, Tiermedizin oder Zahnmedizin das Latinum?

Nein. Lateinkenntnisse sind im Studium zwar von Vorteil, allerdings wird das nötige Fachvokabular im Studium vermittelt.

Kann man sich für mehrere Fächer gleichzeitig bewerben?

Nein. Studieninteressierte müssen sich für ein Fach entscheiden. Es ist beispielsweise nicht möglich, sich für Humanmedizin zu bewerben und Pharmazie als „Plan B“ zu wählen.

Weitere Informationen rund um Bewerbung findest du in der abi>> bewerbungsbox >>

abi>> 15.11.2017