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Viele Wege führen … in die IT

Computercode
Damit Facebook, Apps und Co. genutzt werden können, braucht es IT-Experten, die passende Systeme entwickeln und programmieren.
Foto: Hans-Martin Issler

Ausbildungswege in der IT-Branche

Viele Wege führen … in die IT

Programmieren, verkaufen, schulen, verkabeln, entwickeln: Es gibt viele duale Berufsausbildungen, die mit ihren vielseitigen Profilen die enorme Bandbreite der Tätigkeitsfelder in der IT-Welt abdecken.

Ob Kühlschrank oder Laptop, Röntgengerät oder Smartphone, Heizungsanlage oder Tablet: IT umgibt uns überall. Es handelt sich um eine Querschnittsdisziplin, im Dienste aller Branchen. So arbeiten IT-Fachkräfte beispielsweise in Softwarehäusern, Kliniken und Banken, bei Automobilherstellern und Telefonanbietern.

Doch was meint IT genau? „Es bedeutet nicht, im Internet zu surfen, sich auf Facebook zu tummeln, mit Word oder Excel zu arbeiten. So wie sich Auto fahren von Autos bauen unterscheidet, ist die Nutzung von IT-Systemen etwas anderes als sie zu entwickeln. Dafür braucht man die entsprechende Wissenschaft und Technik des Computers sowie seiner Anwendungen, die mit Software realisiert werden“, umschreibt Software-Unternehmer und Dozent Dr. Ernst Denert das Themenfeld.

Vom Fachinformatiker bis zum Industrietechnologen

Diese Umschreibung trifft nicht nur auf Studiengänge, sondern gerade auch auf Ausbildungsberufe zu. Ein Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung verbringt die meiste Zeit damit, bestimmte Anforderungen an eine Software in eine Programmiersprache zu übersetzen und die daraufhin realisierten Programme zu testen. Beim Schwerpunkt Systemintegration geht es mehr um die Planung und Konfiguration von IT-Systemen. Hier wird die Infrastruktur aus Servern, Rechnern und Betriebssystemen eingerichtet. Informatikkaufleute nehmen Problem- und Aufgabenstellungen, die im Unternehmen durch IT-Systeme gelöst werden sollen, unter die Lupe und wägen Kosten und Nutzen ab. Dieser Beruf ist eng verwandt mit dem von IT-System-Kaufleuten, die Kunden bei der Planung und Anschaffung von IT-Produkten beraten – vom Computersystem über Softwarelösungen bis hin zu Telefonanlagen.

Auf Abiturienten zugeschnitten ist die zweijährige schulische Ausbildung zum Industrietechnologen. Die gibt es in den Fachrichtungen Datentechnik, Automatisierungstechnik und Maschinenbau/Energietechnik. Je nach Schwerpunkt lernen die Azubis zum Beispiel, Hard- und Softwarekomponenten zu betriebsfertigen Industrieanlagen zu kombinieren. Zudem gibt es naturwissenschaftliche und kreative Ausbildungsberufe mit hohem Bezug zur IT-Welt, wie etwa Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Mediengestalter oder Mathematisch-technische Softwareentwickler (MATSE).

Neben dualen Ausbildungen, die im Betrieb und in der Berufsschule stattfinden, ebnen auch schulische Ausbildungen wie zum Beispiel zum Kaufmännischen Assistenten für Betriebsinformatik den Weg in das Arbeitsfeld IT. Darüber hinaus gibt es auch viele Möglichkeiten der Weiterqualifizierung, wie zum IT-Spezialisten und darauf aufbauend zu Operativen oder Strategischen Professionals. Außerdem stehen verschiedene Studiengänge zur Auswahl, beispielsweise der der Informatik. Da das Studium anspruchsvoll ist, rät Dr. Ernst Denert dazu, vor der Entscheidung die individuelle Eignung zu prüfen: „Man kann sich beispielsweise mit seinem Informatik- oder Mathelehrer austauschen. Ergänzend zur persönlichen Einschätzung kann man einen Selbsttest auf den Seiten der TU Chemnitz (www.tu-chemnitz.de/fsrif/de/selbsttest01) durchführen.“

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abi>> 25.05.2015

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