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Das ABC des Programmierens

Computerbildschirmt mit Programmiercode
Zur Ausbildung von Hubert Feuchter im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit gehört es, das projektorientierte Programmieren zu lernen.
Foto: Karsten Socher

Fachinformatiker - Anwendungsentwicklung

Das ABC des Programmierens

Hubert Feuchter absolviert im IT-Systemhaus der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg die Ausbildung zum Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung.

Schon zu Grundschulzeiten hatte Hubert Feuchter einen eigenen Computer, am Gymnasium belegte er das Fach Informatik. Für ihn stand fest, dass er beruflich gern etwas mit Computern machen will. Nach dem Abitur begann er dann Wirtschaftsinformatik zu studieren, brach das Studium aber nach drei Semestern ab, weil ihm der Praxisbezug fehlte. „Bei der Bundesagentur für Arbeit fand ich eine Ausbildungsstelle, die genau zu meinen Vorstellungen passte“, berichtet der 23-Jährige, der bereits etwa die Hälfte seiner Ausbildung absolviert hat.

Zusätzliche Workshops

Porträt von Hubert Feuchter.

Hubert Feuchter

Foto: privat

„In den ersten Monaten der Ausbildung besuchten alle Azubis gemeinsam Seminare der Bundesagentur, damit wir auf den gleichen Stand gebracht werden. Vorkenntnisse muss man also keine mitbringen“, erklärt Hubert Feuchter. „Wir haben die Grundkenntnisse des Programmierens, unterschiedliche Betriebssysteme sowie den Umgang mit einem Computer gelernt.“ Das theoretische Wissen haben die Auszubildenden dann in Workshops umgesetzt: Sie erstellten gemeinsam Softwareprogramme und präsentierten ihre Ergebnisse den Ausbildungsleitern.

Im Anschluss an die Grundseminare folgten praktische Einsätze in vier verschiedenen Abteilungen, die die Auszubildenden in Absprache mit ihren Ausbildern wählten. Hubert Feuchter war zunächst drei Monate in der Abteilung „Virtueller Arbeitsmarkt“ tätig, die sich um die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit kümmert. „Ich habe viele Übungsaufgaben gemacht, auch gemeinsam mit anderen Auszubildenden, um das projektorientierte Programmieren zu lernen“, erzählt der angehende Fachinformatiker. Außerdem durfte er bei der Entwicklungsabteilung hospitieren und dort selber kleine Projekte programmieren.

Einblick durch Praxiseinsätze

Für seinen zweiten praktischen Einsatz wählte Hubert Feuchter die Finanzabteilung, die für die Auszahlungen an Mitarbeiter und Kunden zuständig ist – von Gehältern bis zum Arbeitslosengeld. „Diese Abteilung hat für ihre Millionen von Datensätzen eine eigene Programmiersprache, mit der ich Tabellen für die Außenstellen der Bundesagentur für Arbeit geschrieben habe“, berichtet der Auszubildende. Während seiner drei Monate in der Finanzabteilung lernte er zudem, wie man eine Website mit Zugriff auf eine SAP-Datenbank erstellt.

Die nächsten beiden Einsätze stehen noch nicht fest. Hubert Feuchter würde gern in der Abteilung arbeiten, die den Online-Auftritt der Bundesagentur für Arbeit betreut. Im letzten Ausbildungsjahr geht es dann in die Abteilung, die den Auszubildenden voraussichtlich nach seiner Ausbildung übernehmen wird.

Neben der praktischen Ausbildung besuchen die Auszubildenden etwa alle sechs Wochen zwei Wochen am Stück die Berufsschule. „Im ersten Jahr behandeln wir den gleichen Stoff wie die angehenden Fachinformatiker im Zweig Systemintegration, wir lernen viel über Hardware und vernetzte Systeme. Ab dem zweiten Jahr gibt es spezielle Inhalte für Fachinformatiker im Zweig Anwendungsentwicklung, etwa die Programmierung mit komplexeren Programmiersprachen“, erklärt Hubert Feuchter. Hinzu kommen die Fächer Wirtschaft, Sozialkunde, Business English, Programmierung und Deutsch. Statt Aufsätze zu schreiben, lernen die Auszubildenden hier das Projektmanagement kennen, von der Dokumentation bis zur Präsentation.

Stetiger Wandel

Als angehender Fachinformatiker muss man bereit sein, sich ständig weiterzuentwickeln, denn die Informatik ist schnelllebig. Englischkenntnisse sind Voraussetzung, um die Dokumentation zum Beispiel über die vom Programmierer verwendeten Methoden zu verstehen. Und Teamorientierung ist vor allem für das Programmieren in interdisziplinären Teams wichtig. Gerne möchte Hubert Feuchter seine Ausbildung verkürzen, das ist allerdings nur bei sehr guten Leistungen möglich. Wenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat, würde er sich gern intern weiterbilden, zum Beispiel zum Lead-Programmierer mit Leitungsfunktion. Oder er beendet sein Studium. Aufgaben wird es innerhalb der Bundesagentur für Arbeit auf jeden Fall viele für ihn geben.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 25.10.2018