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Informative Karten erstellen

Lisa Schachtschneider arbeitet am Computer an einer Karte.
Lisa Schachtschneider lernt in ihrer Ausbildung zur Geomatikerin, wie sie Vermessungsdaten grafisch ansprechend und informativ in analogen und digitalen Karten darstellt.
Foto: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB)

Geomatikerin

Informative Karten erstellen

Karten jeglicher Art faszinieren Lisa Schachtschneider. Wie gut, dass sie jetzt in ihrer Ausbildung zur Geomatikerin bei einer Brandenburger Behörde genau damit zu tun hat: Am Computer erstellt die 20-Jährige vor allem Landkarten und thematische Karten.

In einem Jahr wird Lisa Schachtschneider aus Potsdam ihre dreijährige Ausbildung zur Geomatikerin abschließen. Schon jetzt weiß sie genau, wie sie im praktischen Teil ihrer Abschlussprüfung ihr Können unter Beweis stellen wird: „Ich werde eine Karte anfertigen, entweder eine thematische, die zum Druck bestimmt ist, oder eine fürs Internet. In dieses Prüfungsstück fließt dann alles ein, was ich in der Ausbildung gelernt habe“, berichtet die angehende Geomatikerin.

W wie Windkraftanlage – oder Wolf

Ein Porträtbild von Lisa Schachtschneider

Lisa Schachtschneider

Foto: LGB

Die Schritte bis zur fertigen Karte ist die 20-Jährige mit den Kollegen und ihren Ausbildern in den vergangenen zwei Jahren schon oft durchgegangen. Wenn ihr Ausbildungsbetrieb, die Potsdamer Betriebsstelle der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), von einem Kunden den Auftrag erhält, eine Karte zu erstellen, kommen auch die Auszubildenden zum Zug: „Oft gestalten wir Karten mit thematischen Inhalten, zum Beispiel für die Darstellung von Windkraftanlagen, Naturschutzgebieten oder der Wolfsverbreitung im Land Brandenburg. Manchmal erstellen wir hierzu auch einen Flyer oder programmieren eine kleine Anwendung zur Kartendarstellung für das Internet, wie man es von Google Maps kennt“, sagt Lisa Schachtschneider.

Dabei kann sie innerhalb ihrer Dienststelle auf die aktuellsten topografischen Daten zugreifen und gestaltet damit am Computer die Karte: Sie beschriftet beispielsweise die Ortschaften und Gewässer, entscheidet, mit welcher Farbe sie welche Inhalte kennzeichnet, und hebt außerdem den Standort und Teile der Infrastruktur wie Schulen oder Bahnlinien hervor. Alternativ gestaltet die Auszubildende Broschüren oder Infografiken, zum Beispiel über das Berufsbild des Geomatikers oder über die LGB selbst. „Manchmal baue ich dafür vorgegebene Texte ein, manchmal schreibe ich diese selbst“, erläutert sie.

Berufsschule und kleine Praxiskurse

Der Unterricht an der Berufsschule ergänzt wie bei jedem dualen Ausbildungsberuf das praktische Wissen aus dem Ausbildungsbetrieb. „In Vermessungskunde erfahren wir zum Beispiel, wie man Geodaten erfasst“, erzählt Lisa Schachtschneider. Neben den fachbezogenen Fächern stehen auch Wirtschaft, Deutsch, Englisch und Sport auf dem Stundenplan.

Zu fast allen praktischen Inhalten, für die in der Schule nicht genug Zeit zum Üben ist, vermittelt ihr Arbeitgeber Praxisfertigkeiten in kleinen Kursen und Modulen. Diese können auch in anderen Ausbildungsstätten oder Betrieben stattfinden. „Somit lernen wir ganz nebenbei die vielfältigen Einsatzgebiete unseres Berufes kennen“, freut sich die 20-Jährige.

Faszination für Karten und Atlanten

Lisa Schachtschneider interessierte sich bereits in der Schule für Geografie und Mathematik, belegte daher den Mathe-Leistungskurs und machte 2016 im brandenburgischen Schwarzheide das Abitur. „Geografische Karten und Atlanten jeglicher Art fand und finde ich faszinierend. Daher war mir klar, dass mein zukünftiger Beruf damit zu tun haben sollte“, betont die Auszubildende.

Konsequenterweise nennt sie als eine wichtige Voraussetzung für Geomatiker, dass sie mit Karten umgehen können. „Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen braucht man ebenso wie gute Umgangsformen, da man oft mit Kunden zu tun hat. Auch Hilfsbereitschaft innerhalb des Teams finde ich wichtig“, zählt Lisa Schachtschneider auf.
Mit dem Team der LGB wird die junge Frau noch rund ein Jahr arbeiten, bis zu ihren Prüfungen im Juni 2019. Danach möchte sie voraussichtlich studieren. Die Fachrichtung weiß sie noch nicht genau, aber: Mit Mathe oder Geoinformationen wird ihr Studium sicher zu tun haben.

Hier geht´s zu „So kann ein Arbeitstag aussehen" >>

abi>> 06.09.2018