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Netzwerke, Router und Co.

Netwerkprobleme
In seiner Ausbildung lernt Silvan Dörrheide, wie Netzwerke richtig funktionieren.
Foto: Martin Rehm

IT-System-Elektroniker

Netzwerke, Router und Co.

Neben praktischem Geschick muss Silvan Dörrheide in seiner Ausbildung viel technisches Verständnis beweisen. Der 20-Jährige lernt als angehender IT-System-Elektroniker bei der Deutschen Telekom in Braunschweig alles rund um Informations- und Telekommunikationstechnik.

Silvan Dörrheide interessierte sich nach dem Abitur zunächst für die kaufmännische Ausbildung zum IT-System-Kaufmann. Letztendlich überzeugte ihn aber der größere technischere Anteil des IT-System-Elektronikers. „Ich wollte mehr mit Technik zu tun haben“, begründet er seine Entscheidung. Mittlerweile befindet er sich im zweiten Jahr der dreijährigen dualen Ausbildung.

Die ersten Wochen verbrachte Silvan Dörrheide gemeinsam mit den anderen Auszubildenden der Deutschen Telekom an der Heinrich-Büssing-Berufsschule in Braunschweig. Anschließend ging es für die Azubis in unterschiedliche Abteilungen des Telekommunikationsunternehmens, etwa in den Kundendienst, in die Abteilung für Druckerstörungen oder die Abteilung, die Leitungen in Telefonämtern verlegt und schaltet. „Meine Abteilung hat sich auf Callcenter und Videolösungen spezialisiert“, erklärt der Auszubildende.

Tüfteln gehört zum Arbeitsalltag

Ein Porträt-Foto von Silvan Dörrheide

Silvan Dörrheide

Foto: privat

Während seiner Ausbildung lernt der 20-Jährige nach und nach, wie man Netzwerkprobleme löst und wie Router in Netzwerken funktionieren. Um die Grundzüge von Netzwerken und Netzwerkplanung zu verstehen, hat Silvan Dörrheide im ersten Jahr kleine Aufgaben zugeteilt bekommen. Zum Beispiel arbeitet er an einem Versuchsaufbau für ein Netzwerk immer wieder an neuen Aufgaben- und Problemstellungen. „Das Tüfteln gehört zum Arbeitsalltag“, erklärt der Auszubildende. Um später Kunden beraten zu können, müsse er sich zudem mit einer „Flut von Fachbegriffen“ auseinandersetzen. „Ich habe noch nicht das technische Verständnis, um bei Telefonkonferenzen mit Kunden auftreten zu können, aber das kommt mit der Zeit“, ist er sich sicher.

Eigenständig bereitet er sich außerdem auf die Cisco-Prüfung (ein weltweit führender IT-Anbieter) vor, um das sogenannte CCNA-Zertifikat (Cisco Certified Network Associate) zu erhalten. Das Zertifikat bescheinigt ihm die Fähigkeit, Netzwerke installieren, konfigurieren und betreiben zu können. Der Cisco-Kurs ist auch Teil der theoretischen Ausbildung an der Berufsschule. Auf dem Stundenplan stehen außerdem Wirtschaft, Politik, Digitaltechnik, Englisch und Elektrotechnik.

Wer sich für die Ausbildung zum IT-System-Elektroniker interessiert, muss keine Scheu vor den technischen Anforderungen haben: „Das nötige Know-how lernt man während der Ausbildung“, erklärt Silvan Dörrheide. Wichtig ist allerdings, dass man Interesse an mathematisch-technischen Aufgaben sowie Spaß an Teamarbeit, aber auch an selbstständiger Problemlösung mitbringt.

Alle Richtungen offen

Der 20-Jährige ist froh, sich für die Ausbildung bei der Telekom entschieden zu haben, denn das Techniksegment gefällt ihm sehr gut. „Ich würde schon gerne in der Abteilung bleiben“, sagt er. Zuvor muss er aber die Abschlussprüfungen absolvieren. Dazu gehört unter anderem ein eigenes Projekt, dessen Thema er sich selbst aussuchen kann. „Für mich wäre es zum Beispiel sinnvoll, ein Callcenter mit Grundverwaltung dazu aufzusetzen“, meint er.

Nach der Ausbildung sieht Silvan Dörrheide viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. So bietet die Firma Cisco Weiterbildungen und Folgezertifikate unter anderem für deren Router an, mit denen die Telekom vorrangig arbeitet. Auch für andere Produkte kann er sich qualifizieren, sodass er Experte für ein spezielles Produkt werden kann. Es gibt Kurse für Serveranwendungen, cloudbasierte Netzwerkintegration oder Programmiersprachen. Auch über ein Studium denkt er nach. „Man kann in alle Richtungen gehen, wenn man das nötige Verständnis mitbringt und sich damit beschäftigt“, ist er sich sicher.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf >>

abi>> 23.11.2016