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Gestalten mit Metall

Junger Mann schlägt mit dem Hammer ein Loch in eine Metallstange
Schmieden, Löten, Schweißen, Schrauben - Metallbauer befassen sich mit allen Arten der Metallverarbeitung.
Foto: Ria Kipfmüller

Metallbauer – Metallgestaltung

Gestalten mit Metall

Alte Handwerkskunst und neue kreative Ideen: Daniel Juskowski (19) startet demnächst in sein zweites Ausbildungsjahr als Metallbauer. Der Azubi der Fachrichtung Metallgestaltung absolviert die dreieinhalbjährige Ausbildung in einer Kunstschmiede in Essen.

Dass er einen handwerklichen Beruf wählen würde, stand für den 19-Jährigen früh fest. „Mein Großvater ist Tischler und ich habe oft in seiner Werkstatt geholfen. Diese Arbeit fand ich toll.“ Als Schüler der Oberstufe besuchte Daniel Juskowski einen Tag der offenen Tür einer Kunstschmiede. Weil ihn die Arbeit mit Metall, Feuer und Stahl, aber auch die Verknüpfung von Handwerk und gestalterischen Aspekten ansprach, erkundigte er sich nach Ausbildungsbetrieben in der Region. In der Essener Werkstatt für Metallgestaltung Michael Stratmann konnte er während eines Schnupperpraktikums den Beruf des Metallbauers kennenlernen. Dieser hat ihn derart überzeugt, dass er sich im Anschluss auf einen Ausbildungsplatz beworben hat.

Von der Pergola bis zur sakralen Kunst

Ein Porträt-Foto von Daniel Juskowski

Daniel Juskowski

Foto: Privat

„Zum Profil der Werkstatt gehört auch sakrale Kunst – ein Bereich, mit dem ein hoher Anspruch verbunden ist“, findet Daniel Juskowski. So haben die Mitarbeiter der Metallwerkstatt in Zusammenarbeit mit Architekturbüros unter anderem für eine Synagoge teilvergoldete Türbeläge und Menora-Leuchter aus Messing angefertigt oder bei der Gestaltung einer Urnenbeisetzungsstätte in einem ehemaligen Kirchenraum mitgearbeitet.

In den ersten Tagen seiner Ausbildung lernte Daniel Juskowski die Werkstatt kennen, wo unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung stehen. Schon im ersten Jahr hat er gemeinsam mit einem anderen Azubi die Ausführung eines Auftrags übernommen – sie erstellten eine Pergola für einen Garten. Oft besucht der Auszubildende gemeinsam mit seinen Kollegen Kunden vor Ort. Manchmal ist er in die Vorarbeiten einbezogen, die für einen Auftrag notwendig sind. „Soll zum Beispiel ein Handlauf für eine Treppe gefertigt werden, muss der Winkel der Treppenstufen exakt ausgemessen werden“, erklärt er.

Zeichnen mit einer CAD-Software

Donnerstags und freitags nimmt der junge Dortmunder am Berufsschulunterricht teil. Neben den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch stehen fachbezogene Inhalte wie Fertigungstechniken sowie Trenn- und Fügeverfahren auf dem Stundenplan: „Bei den Trennverfahren geht es um sämtliche Möglichkeiten, Material zu trennen, also um das Sägen oder den Einsatz eines Winkelschleifers. Fügeverfahren beschäftigen sich mit dem Gegenteil, das heißt mit der Art und Weise, wie man Material zusammenfügen kann – angefangen vom Schrauben über das Nieten bis hin zum Schweißen“, gibt er einen Überblick.

Darüber hinaus kann sich Daniel Juskowski in der Berufsschule Wissen über die Werkstoffe Stahl, Eisen und bestimmte Legierungen aneignen. Im Unterricht erlernt er zudem den Umgang mit einer speziellen Software zum Zeichnen von Entwürfen. „Gerade haben wir am Computer mit Hilfe von CAD Schnitte an zylindrischen Objekten vorgenommen, die besonders schwer zu zeichnen sind“, berichtet er. CAD steht für computergestützte Konstruktion. In seine berufliche Zukunft hat Daniel Juskowski ein Studium eingeplant: „Gerne möchte ich an die Ausbildung anknüpfen. Daher kämen für mich Studiengänge im Bereich Restauration oder Design in Frage.“

Hier geht's zum typischen Tagesablauf

abi>> 04.08.2015