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Etwas Handfestes lernen

Mann testet die Temperatur einer grünen Flüssgkeit
Physiklaboranten bereiten Messungen im Labor vor, führen sie durch und werten die Ergebnisse aus.
Foto: Martin Rehm

Physiklaborantin

Etwas Handfestes lernen

Larissa Meyer macht eine Ausbildung zur Physiklaborantin bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Nach dem Abitur entschied sie sich für einen naturwissenschaftlichen Ausbildungsberuf. Damit legt die 23-Jährige auch eine gute Basis für ein späteres Studium.

Das Gute an der Ausbildung zur Physiklaborantin ist, dass sie breitgefächerte Fähigkeiten von Physik über Elektrotechnik bis zu Informatik vermittelt. Allerdings kennen nur wenige diesen Beruf. „Als ich meinen Freunden von meinem Ausbildungsplatz erzählte, war die Freude groß. Doch gleich darauf kam die Frage: Was macht eine Physiklaborantin eigentlich?“, erzählt Larissa Meyer. Die 23-Jährige aus Salzgitter lernt bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und ist im dritten Ausbildungsjahr. Die PTB arbeitet als nationales Metrologieinstitut daran, die Messung physikalischer Einheiten wie Meter, Kilogramm oder Ampere zu präzisieren und zu verfeinern. Auf den Punkt gebracht: Es sorgt dafür, dass alle mit einheitlichen Maßen messen.

„Nach dem Abitur wollte ich auf jeden Fall in die naturwissenschaftliche Richtung gehen“, sagt die Auszubildende. „Ich wollte zunächst etwas Handfestes machen und entschied mich daher für eine Ausbildung anstatt eines Studiums.“ Larissa Meyer recherchierte im Internet und fand die Seite physiklaboranten.de. „Nachdem ich mich dort informiert hatte, wusste ich: Das ist genau das Richtige für mich.“

Messungen durchführen und auswerten

Ein Porträt-Foto von Larissa Meyer

Larissa Meyer

Foto: Privat

Physiklaboranten stellen physikalische Apparate und Messeinrichtungen her und warten sie. Außerdem werten sie physikalische Messungen aus und protokollieren diese. Sie arbeiten zum Beispiel mit Thermometern, Präzisionsuhren oder Generatoren. Die Ausbildung an der PTB dauert dreieinhalb Jahre. Im ersten Jahr lernen die Auszubildenden sämtliche physikalische Grundlagen von der Mechanik über die Thermodynamik bis hin zur Elektrotechnik und führen Versuche durch.

„Ab dem zweiten Lehrjahr werden wir stets für mehrere Monate für die Labore eingeteilt. Dort bereiten wir Messungen vor, nehmen sie vor und werten die Ergebnisse aus. Wir führen die Arbeiten sehr selbstständig aus. Allein sind wir im Labor allerdings nicht, sondern können uns an Ansprechpartner wenden, wenn wir ein Problem haben“, berichtet Larissa Meyer. Sie mag es, Zeit im Labor zu verbringen: „Die Tätigkeit dort ist abwechslungsreich und herausfordernd, da wir bereits als Auszubildende an verschiedenen Projekten mitarbeiten und unsere Ideen einfließen lassen können“, lobt sie.

Naturwissenschaftlich interessiert sein

Zur Tätigkeit gehört es aber nicht nur, Versuche im Labor durchzuführen, sondern auch, sich mit anderen abzustimmen. „Wir arbeiten viel mit Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zusammen. Daher sollte man als Physiklaborant unbedingt teamfähig sein“, meint Larissa Meyer. Außerdem sollte man für diesen Beruf naturwissenschaftlich interessiert sein und technisches Verständnis haben: „Oft müssen wir für knifflige technische Probleme Lösungen finden oder verbesserte Messabläufe ausarbeiten. Es ist auch nicht zu unterschätzen, einen Messaufbau anzuordnen“, zählt sie auf.

Larissa Meyers Aufgaben werden zunehmend komplexer, die Abschlussprüfung steht bald bevor. Die 24-Jährige sucht allerdings schon nach der nächsten Herausforderung: Sie möchte nach ihrem Abschluss erst Berufserfahrung sammeln und dann Maschinenbau studieren.

abi>> 25.02.2016