Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Typischer Tagesablauf

Biegen von Draht-, Halte- und Stützelementen an kieferorthopädischem Gerät.
Zwei linke Hände sollte man als Zahntechniker nicht haben.
Foto: Friso Gentsch

Zahntechniker

Typischer Tagesablauf

Fräsen, mischen, schleifen erfordern höchste Konzentration und Präzision: abi» gewährt Einblick in einen Ausbildungstag von Lars Anzuch in einem zahntechnischen Labor in Köln.

8:00 Uhr

Lars Anzuch betritt das Labor. Ehe er mit der Arbeit beginnt, legt er Kittel und Mundschutz an, da beim Fräsen und Abschleifen sowie beim Anmischen von Gips viel Staub entsteht.

8:15 Uhr

Lars Anzuch begibt sich an seinen Arbeitsplatz, an dem sich eine Fräse und eine Absauganlage befinden.

8:30 Uhr

Ein Fahrer hat bereits Aufträge des Zahnarztes zusammen mit genauen Arbeitsanweisungen gebracht. So wissen Lars Anzuch und seine Kollegen, welche Art von Prothesen, Implantaten und Brücken sie anfertigen sollen – und bis wann.

10:00 Uhr

Lars Anzuch stellt vom Gebissabdruck eines Patienten ein Gips-Modell her. Eine Dosiermaschine hilft ihm, das richtige Mischverhältnis von Gips und Wasser zu finden. Ein Rührgerät vermengt beide Komponenten unter Vakuum, damit keine Bläschen entstehen.

Anschließend gießt Lars Anzuch den flüssigen Gips in den Abdruck und achtet darauf, dass der Gips diesen vollständig ausfüllt. Nach 30 Minuten ist er ausgehärtet und die Kanten können geschliffen werden.

13:00 Uhr

Zeit für eine kurze Mittagspause

14:00 Uhr

Zu den täglichen Aufgaben des Auszubildenden gehört es auch, Prothesen zu reparieren. Heute muss er einen ausgebrochenen Zahn ersetzen. Vom neuen Zahn muss er einen Teil abschleifen, damit er ihn exakt in die Lücke einpassen kann. Anschließend reinigt er die Prothese mit Druckluft und wählt einen Zahn, der in Farbe und Form zum Rest der Prothese passt. Dieser wird mit Wachs vorläufig befestigt. Lars Anzuch wartet, bis er fest ist, und legt dann Silikon herum. Anschließend wird das Wachs entfernt – die Form ist fertig. In diese gibt Lars Anzuch nun den Kunststoff, sodass der neue Zahn fest in der Prothese sitzt. Am Ende wird der Zahn in einem Drucktopf ausgehärtet, schließlich ausgearbeitet und poliert, damit sich künftig keine Plaque auf dem Kunststoff absetzt.

Anschließend kümmert er sich um die Herstellung einer Oberkiefer-Totalprothese, die bis zum nächsten Abend fertig sein muss.

16:30 Uhr

Lars Anzuch und seine Kollegen beginnen mit dem Aufräumen des Labors. Werkzeuge wegräumen, Tische säubern – etwa eine halbe Stunde nimmt das in Anspruch. Jeden Freitag steht zudem eine große Reinigung an, die 60 Minuten dauert, denn Hygiene ist in seinem Beruf äußerst wichtig.

17:00 Uhr

Ende des Arbeitstages. Stehen dringende Aufgaben an, bleiben der Auszubildende und seine Kollegen auch länger.

Zurück zur Ausbildungsreportage

abi>> 21.08.2015