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Zwischen Menschen und Zahlen

 Ein junger Mann füllt einen Überweisungsträger aus.
Ob Kasse, Zahlungswesen oder Kontoführung – während seiner Ausbildung zum Bankkaufmann lernt Leon Zarifoglu sämtliche Bereiche der Kundenberatung kennen.
Foto: Julien Fertl

Bankkaufmann

Zwischen Menschen und Zahlen

Leon Zarifoglu (21) ist angehender Bankkaufmann und hat sich damit für eine anspruchsvolle Ausbildung mit viel Verantwortung entschieden, die deutlich mehr Sozialkompetenz verlangt als gedacht und weniger Mathekenntnisse als befürchtet.

Eigentlich hatte sich Leon Zarifoglu bereits für ein Maschinenbaustudium eingeschrieben. Doch dann entschied er sich noch einmal um – und begann eine Ausbildung zum Bankkaufmann. „Ich habe nach dem Abitur ein Jahr Auszeit genommen, gejobbt und überlegt, was ich später machen will“, erzählt er. Viele seiner Freunde hatten damals bereits ein Studium begonnen – und nicht wenige haben es nach ein paar Semestern wieder abgebrochen. „Ich habe dann entschieden, dass ich doch lieber eine Ausbildung machen möchte, um zu schauen, ob der Beruf wirklich der richtige für mich ist – und um etwas in der Hand zu haben.“

Mittlerweile ist der 21-Jährige im zweiten Ausbildungsjahr und sich sicher: Er hat den richtigen Beruf gefunden. „Die Bereiche Wirtschaft und Banken haben mich eigentlich schon immer interessiert, ich hatte nur großen Respekt vor den Mathekenntnissen, die man dafür braucht.“ Doch im Laufe seiner Ausbildung merkte er schnell, dass Sozialkompetenz und der persönliche Umgang mit den Kunden mindestens genauso wichtig sind. „Natürlich muss man mit Zahlen umgehen können, aber das ist alles nicht so abstrakt wie in der Schule.“

Viel Kontakt mit Kunden

Ein Porträt-Foto von Leon Zarifoglu

Leon Zarifoglu

Foto: privat

Seine Ausbildung absolviert Leon Zarifoglu bei der Santander Consumer Bank AG, der hundertprozentigen deutschen Tochter der weltweit agierenden Banco Santander. „Mich hat es gereizt, bei einer internationalen Bank zu arbeiten. Und ich kann mir auch gut vorstellen, Spanisch zu lernen und eine Zeit lang ins Ausland zu gehen.“ Die Bank bietet viele Möglichkeiten, international tätig zu werden.

Vor der Vertragsunterzeichnung galt es für den jungen Mann allerdings erst mal, das Assessment-Center zu bestehen, das in der Branche mittlerweile üblich ist. „Wir mussten dabei mehrere Übungen absolvieren, alleine oder im Team, hatten ein persönliches Gespräch und ein gemeinsames Mittagessen.“ Seine Ausbildung begann dann mit einer Einführungswoche in Mönchengladbach, dem deutschen Hauptsitz der Bank. „Dort lernten wir das Unternehmen und die anderen Azubis kennen und erhielten einen detaillierten Überblick über unsere Ausbildung.“ Danach fing Leon Zarifoglu in der Filiale in Dortmund an. „Es ging vom ersten Tag an direkt los“, berichtet er. „Die Azubis arbeiten hier sofort mit, am Anfang sind bei Kundengesprächen natürlich immer erfahrene Kollegen dabei, aber man lernt schnell, selbstständig zu arbeiten.“

Während seiner Ausbildung durchläuft er alle Bereiche der Filiale und besucht parallel dazu die Berufsschule. „Die Themen sind sehr gut verzahnt, was wir in der Theorie in der Berufsschule lernen, können wir gleich in die Praxis umsetzen.“ Kasse und Zahlungswesen, Kontoführung, Beratung in Sachen Wertpapier, Vermögensanlage oder Baufinanzierung: Der Auszubildende lernt alle Facetten der Kundenberatung kennen. Sein Highlight bisher: Er war einer von fünf angehenden Bankkaufleuten bei Santander, die für eine Woche eigenverantwortlich eine Filiale in Krefeld leiteten. „Das war ein tolles Projekt, man lernt unglaublich viel – es war anstrengend, hat aber auch Spaß gemacht.“

Studium nach der Ausbildung

Es sei eine anspruchsvolle Ausbildung, bei der man früh lerne, Verantwortung zu übernehmen, sagt Leon Zarifoglu. Zudem sollte man gerne mit Menschen arbeiten. „Wir arbeiten viel mit Kunden und oft im Team, da sind kommunikative und soziale Kompetenzen enorm wichtig“, betont er. Und es schade nicht, wenn man sich im Anzug und schicken Klamotten wohlfühlt, um den Kunden professionell und seriös gegenüberzutreten.

„Wenn man engagiert ist und bei den Prüfungen gut abschneidet, stehen die Chancen gut, dass man übernommen wird“, sagt er 21-Jährige. Er würde gerne im Unternehmen bleiben und später berufsbegleitend ein Studium aufnehmen. „Damit will ich mein Wissen vertiefen und mit einem Studium hat man auch noch mal andere Karrieremöglichkeiten.“

Hier geht´s zu „So kann ein Arbeitstag aussehen" >>

abi>> 31.01.2018