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Anders als Alltag

Taschenrechner auf Schreibblock
Kaufleute für Versicherungen berechnen Versicherungsangebote und stellen Verträge aus.
Foto: Jens Oellermann

Kauffrau für Versicherungen und Finanzen - Versicherung

Anders als Alltag

Alexandra Hilmer (19) macht eine Ausbildung zur Versicherungskauffrau. Sie lernt Steuerrecht, Versicherungs-Englisch – und darf schon nach einem Jahr eigene Fälle bearbeiten.

Alexandra Hilmer wusste lange nicht, was sie nach dem Abitur machen wollte. Nur eines war ihr klar: Es sollte eine Ausbildung sein. „Ich wollte schnell auf eigenen Füßen stehen und nicht von meinen Eltern abhängig sein“, sagt die 19-jährige. Auf einer Ausbildungsmesse traf sie einen Repräsentanten der Berufsausbildung des Versicherungskonzerns Allianz. „Die Möglichkeiten dort haben mir sofort gefallen“, sagt sie.

Für die Bewerbung musste sie neben den üblichen Unterlagen auch ein Motivationsschreiben verfassen und einreichen. Bald darauf erhielt sie die Zusage. Seit September 2014 macht sie nun eine Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen.

Lerngruppen und Präsentationen

Ein Porträt-Foto von Alexandra Hilmer

Alexandra Hilmer

Foto: Privat

Während der Ausbildung in München arbeitet Alexandra Hilmer hauptsächlich in einer Abteilung, die für Lebensversicherungen zuständig ist. Sie hat gelernt, wie man Lebensversicherungen berechnet und was man bei der Antragstellung beachten muss. „Jetzt darf ich schon eigene Fälle bearbeiten“, erzählt sie.

Wenn ihr zum Beispiel Kunden mitteilen, dass sie geheiratet haben oder ihre Bankverbindung ändern möchten, trägt sie diese Veränderungen in ein Computersystem ein oder fordert noch fehlende Dokumente an, wie etwa eine Heiratsurkunde.
Zusammen mit den elf anderen Auszubildenden ihrer Abteilung gehört Alexandra Hilmer zu einer Lerngruppe. „Wir lernen gemeinsam, stellen uns in Präsentationen aber auch gegenseitig neue Themen vor.“ Dabei halten sie Vorträge, die zwischen zehn und 45 Minuten dauern. Mal geht es da um unterschiedliche Versicherungstarife, mal darum, wie man Kundendaten erfasst.

Drei Wochen schnuppern

Dazu kommen Schulungen durch die zuständige Ausbilderin und andere Mitarbeiter – und im ersten Ausbildungsjahr auch so genannte Schnupperphasen. Dann sind die Auszubildenden für drei Wochen in anderen Abteilungen eingesetzt. Alexandra Hilmer kam in eine Abteilung für Berufsunfähigkeitsversicherungen.

Zur Ausbildung gehört natürlich auch der theoretische Teil an einer Schule. Dreimal im Jahr besucht Alexandra Hilmer für jeweils vier Wochen am Stück die Berufsschule. Zu ihren Fächern gehören dort Versicherungs-Englisch oder Steuerrecht.

In „Wirtschaft und Controlling“ lernt sie auch, wie sie eine eigene Versicherungsagentur gründen könnte und welche gesetzlichen Aspekte sie dabei beachten muss. Hausaufgaben hat sie selten, für die Klausuren muss Alexandra Hilmer aber trotzdem regelmäßig lernen.

„Völlig neue Themen“

„Die größte Herausforderung für mich ist bei alledem, dass ich mich mit völlig neuen Themen beschäftige, die ich sonst aus meinem Alltag nicht kannte“, sagt Alexandra Hilmer.
Etwa eineinhalb Jahre wird ihre Ausbildung noch dauern. „Mein Ziel ist es, Anfang 2017 einen guten Abschluss zu schaffen“, sagt sie. Danach würde sie gerne bei ihrem Arbeitgeber bleiben. Sie kann sich gut vorstellen, im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherungen zu arbeiten. „Die Kombination von Versicherungen und medizinischen Aspekten hat mich sehr interessiert.“

Hier geht's zum typischen Tagesablauf

 

abi>> 26.10.2015

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