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Faible für das Internet

Junger Mann sitzt an einem Schreibtisch und telefoniert
Als Kaufmann für E-Commerce arbeitet man an der Schnittstelle zwischen IT und Produktmarketing. Viel Kommunikation ist deshalb angesagt.
Foto: Julien Fertl

Kaufmann im E-Commerce

Faible für das Internet

Nils Birke gehört zu den Ersten seines Berufs. Er wird Kaufmann im E-Commerce beim Handelsunternehmen Otto. Den Beruf gibt es erst seit Herbst 2018. Umso spannender findet der 20-Jährige seine Ausbildung, von der er bei einem Schulbesuch seines jetzigen Arbeitgebers zum ersten Mal gehört hat.

Ich freue mich, dass die Ausbildung hier neue Wege geht“, sagt Nils Birke. „Die Inhalte, die wir lernen, sind doch anders als die in herkömmlichen kaufmännischen Berufen.“ Nach einem Praktikum in einem Online-Stoffhandel und der Betreuung der Website der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatort war dem 20-Jährigen nach dem Abi klar, dass er gern irgendetwas im Online-Handel machen wollte.

Ein Portät-Foto von Nils Birke

Nils Birke

Foto: privat

Drei Jahre dauert die duale Ausbildung zum Kaufmann für E-Commerce, bei der sich Praxis- und Theoriephasen im Betrieb und in der Berufsschule abwechseln. Der Unterricht findet bei Nils Birke in Blöcken statt: Auf ein bis zwei Monate in der Schule folgt ein mehrmonatiger Praxisblock im Unternehmen.

Spezielle Kenntnisse für den Online-Handel

In der Berufsschule lernt der Auszubildende alle kaufmännischen Grundlagen etwa zu Buchhaltung, Warenbeschaffungsprozessen und Kaufverträgen. Hinzu kommen spezielle Kenntnisse für den Online-Handel, wie Online-Marketing oder der Umgang mit Retouren. „Wir haben das Glück, in Hamburg genügend angehende Kaufleute im E-Commerce zu haben, sodass wir insgesamt drei E-Commerce-Klassen bilden konnten“, erklärt Nils Birke.

Bei Otto durchläuft er verschiedene Abteilungen. Bisher war er im Bereich Möbel und Einrichtungen, im Einkauf von Premium-Möbeln sowie im Online-Marketing im Einsatz. „Im ersten Bereich habe ich gelernt, wie ein Online-Shop aufgebaut ist und wie eine gute Benutzerführung aussieht“, erklärt der Auszubildende. „Im Einkauf hatte ich engen Kontakt zu unseren Lieferanten, mit denen wir gemeinsam die Werbung für die Premium-Möbel gestalten.“ Dabei hat er die Artikel für die Präsentation im Internet mit Daten angereichert und bestehende Sortimente analysiert.

Auch Interesse an Technik

Im Laufe der Ausbildung wird er weitere Bereiche kennenlernen, so zum Beispiel die Personalabteilung, das Finanz- und Rechnungswesen sowie eine Abteilung, die sich mit Service und Logistik, also vor allem dem Lager, befasst. „Am besten gefällt mir das Arbeiten in den unterschiedlichen Teams, von denen ich immer wieder gutes Feedback für meine Arbeit erhalte“, sagt Nils Birke. „Außerdem beschäftige ich mich gern mit der Shop-Technik und mit unseren Social-Media-Kanälen.“

Kommunikation und Flexibilität

Zum IT-Experten muss ein Kaufmann im E-Commerce allerdings nicht werden, dafür gibt es Spezialisten in der IT-Abteilung. „Aber als Schnittstelle zwischen der IT und den Sortimentsabteilungen muss man zumindest verstehen, was die Technik leisten kann“, schiebt er nach. Weil er mit unterschiedlichen Menschen im Unternehmen und auch außerhalb, etwa bei Lieferantenkontakten, zu tun hat, muss Nils Birke viel kommunizieren, was er gerne tut. Dass er selber gern im Internet einkauft, hilft dem Auszubildenden bei seiner Arbeit zusätzlich, sagt er. „Darüber hinaus sollte man flexibel mit Veränderungen umgehen können. Denn der Online-Handel ist eine Branche, die sich ständig wandelt“, gibt er allen Interessente mit auf den Weg.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 22.07.2019