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Kommunikation auf internationaler Ebene

Gruppe unterschiedlichster Herkunft lernt mit einer Lehrerin Deutsch.
Als Fremdsprachenkorrespondent findet man zum Beispiel in einem internationalen Unternehmen oder auch in einer öffentlichen Organisation Beschäftigung.
Foto: Martin Rehm

Fremdsprachenkorrespondent

Kommunikation auf internationaler Ebene

Englisch, Französisch, Spanisch – während der schulischen Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondenten lernt Maximilian Fiedler (20) gleich drei Fremdsprachen in Kombination mit Wirtschaftsfächern. Eine optimale Grundlage für den Einstieg ins internationale Management.

Den Aha-Moment hatte Maximilian Fiedler, als er vor seinem Abitur 2015 die Ausbildungsmesse Vocatium in Hannover besuchte. Ihm war der Stand der Euro Akademie aufgefallen, die an verschiedenen Standorten unter anderem die schulische Ausbildung zum Fremdsprachkorrespondenten anbietet. „Der internationale Aspekt hat mir gleich zugesagt, da ich mich schon immer gern mit anderen Sprachen beschäftigt habe“, erzählt er. „Außerdem wollte ich auch etwas im Bereich Wirtschaft und Management machen.“ Er entschied sich für eine Bewerbung bei der Euro Akademie in Hannover nahe seiner Heimatstadt Hildesheim.

In Niedersachsen heißt diese landesrechtlich geregelte Ausbildung „Staatlich geprüfter Kaufmännischer Assistent, Fremdsprachen und Korrespondenz“. Auch die Zugangsvoraussetzungen können je nach Standort variieren. So fordern einige Bundesländer mindestens die Fachhochschulreife. „Um den Platz zu bekommen, musste ich außerdem ein Vorstellungsgespräch absolvieren.“ Es klappte, inzwischen hat er das zweite und somit letzte Ausbildungsjahr erreicht.

Unterricht in drei Fremdsprachen

Ein Porträt-Foto von Maximilian Fiedler

Maximilian Fiedler

Foto: privat

Für seine Ausbildung bezahlt Maximilian Fiedler ein Schulgeld in der Höhe von 390 Euro im Monat, die er privat finanziert. „Man könnte aber auch Schüler-BAföG beantragen“, ergänzt er. „Beim kostenintensiveren Auslandspraktikum gibt es dank der schulischen Kooperation mit dem Erasmus-Programm auch Fördermöglichkeiten.“

Sein Ausbildungsalltag verläuft ähnlich, wie er es von seiner Schulzeit gewohnt war. „Der Unterricht beginnt um 8 Uhr und endet um 14.40 Uhr, an einigen Tagen auch früher. Natürlich bekommen wir auch Hausaufgaben auf.“ Fremdsprachen, Bürokommunikation und wirtschaftliche Fächer wie Marketing sind die drei zentralen Themenfelder der Doppelstunden. Pflichtfächer sind Deutsch, Englisch und Spanisch. „Dazu kann man Französisch wählen. Außerdem wird noch Chinesisch angeboten“, erklärt der Schüler. Er selbst hat sich für die Wahlfächer Französisch und Sportmanagement entschieden. Außerdem gibt es noch Vertiefungsfächer: „Dolmetschen & Übersetzen“, „Interkulturelle Kommunikation“ sowie „Tourismus & Eventmanagement“.

Praxisphase auf Malta

Nach dem ersten Ausbildungsjahr stand für die Abiturientenklasse ein mindestens sechswöchiges Praktikum an. „Ich war auf Malta und habe bei einer Marketingfirma gearbeitet“, berichtet Maximilian Fiedler. „Dort habe ich mein Englisch noch weiter verbessert und praktische Erfahrungen gesammelt“. Zu seinen Aufgaben gehörten das Entwickeln eines Marketingkonzeptes für eine T-Shirt-Marke, die Pflege der Social-Media-Auftritte sowie die Suchmaschinenoptimierung der Webseiten. Um den Platz zu bekommen, hatte er sich bei der Organisation „Stage Malta“ beworben und konnte auch eine Förderung über das Erasmus-Programm beantragen.

Zurück in Hannover, ging es mit dem zweiten Ausbildungsjahr weiter, dass für ihn in Kürze mit der Abschlussprüfung endet. Er könnte dann bereits ins Berufsleben starten und zum Beispiel die Korrespondenzen in einem international agierenden Unternehmen übernehmen. Auch Aufgaben in global ausgerichteten, öffentlichen Verwaltungen oder Organisationen bieten sich an.

abi>> 15.05.2017