Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Arbeitsplatz mit großer Verantwortung

Ein junger Mann arbeitet in der Kulissenstadt Bavaria mit der Filmkamera.
Der Arbeitsalltag des Mediengestalters für Bild und Ton ist abwechslungsreich - mal geht es zu einem Drehtermin, mal wird am Schnitt gearbeitet oder bei der Regie mitgewirkt.
Foto: Christof Stache

Mediengestalter Bild und Ton

Arbeitsplatz mit großer Verantwortung

Tammo Eckhoff (26) lernt beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg den Beruf des Mediengestalters Bild und Ton. Sein Traumberuf, wie er heute sagt. Doch der Weg dorthin war steinig.

Kabel verlegen, den Übertragungswagen vorbereiten, die Kamera führen oder im Schnitt die Bilder zusammenfügen – Tammo Eckhoffs Ausbildungsberuf strotzt nur so vor abwechslungsreichen Aufgaben. „Wir werden in den verschiedensten Abteilungen eingesetzt. An einem Tag fahren wir mit dem Kamerateam zu einem Drehtermin und fangen die Bilder ein. Dann arbeiten wir im Schnitt, der Mischung oder der Regie und sind auch manchmal Teil von Außenübertragungen.“ Im vergangenen Herbst etwa war der Hamburger Szenestadtteil St. Pauli vier Tage lang sein Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Azubiprojekts war er an der Übertragung des 13. Reeperbahn Festivals mit mehr als 600 Konzerten beteiligt.

Praxis statt Theorie

Ein Porträt-Foto von Tammo Eckhoff

Tammo Eckhoff

Foto: privat

Auch wegen solcher Einsätze bezeichnet Tammo Eckhoff seinen heutigen Beruf als seinen Traumberuf. Nach dem Abitur schlug der 26-Jährige allerdings zunächst einen ganz anderen Weg ein und begann ein Studium der Politikwissenschaften in Hamburg. Zur finanziellen Absicherung suchte er sich einen Nebenjob und fand diesen beim NDR. „Da mir das Studium nicht wie erwartet zusagte, konzentrierte ich mich immer mehr auf die Arbeit beim NDR, wo ich hauptsächlich in der Regie eingesetzt wurde. Mit der Zeit entwickelte ich eine richtige Leidenschaft für diese Tätigkeit und verbrachte mehr und mehr Zeit im Sender“, erinnert sich Tammo Eckhoff. Die logische Konsequenz? Er entschied sich gegen das Studium und bewarb sich stattdessen für die Ausbildung beim NDR, deren Inhalte er bereits im Zuge seiner Arbeit beim norddeutschen Sender kennengelernt hatte.

Mischung aus Technik und Kreativität

Für seine Ausbildung braucht der 26-Jährige ein grundlegendes technisches Verständnis und sollte mathematisch und gestalterisch begabt sein. Teamfähigkeit und Kommunikationstalent sind zudem unabdingbar. „Man muss anpacken können, aber gleichzeitig auch kreativ sein“, erklärt Tammo Eckhoff.

Etwa alle zwei Monate besucht der Azubi im Blockunterricht die Berufsschule, wo ergänzend zur Praxis im Unternehmen theoretische Grundlagen vermittelt werden. Im Anschluss an seine Ausbildung möchte er sich spezialisieren und langfristig im Bereich Bildschnitt arbeiten und Bildmischer werden. „In dieser Abteilung laufen in der Regie alle Fäden zusammen. Hier werden die Kamerabilder geschnitten und in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Regisseur schließlich gesendet.“

Dass er nach seiner Ausbildung vom NDR übernommen wird, ist laut dem 26-Jährigen sehr wahrscheinlich, lediglich der spätere Einsatzbereich ist noch offen. Sollte es mit der favorisierten Abteilung nicht von Anfang an klappen, ist das laut Tammo Eckhoff aber kein Beinbruch. Immerhin der Schritt ins Fernsehen ist dann ja schon mal geschafft.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 21.01.2019