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Fit für die Medienwelt

Eine Frau kontrolliert Anzeigenveröffentlichungen auf korrekte Maße und Inhalte
Kaufmännische Aufgaben ausüben und gleichzeitig kreativ sein: Bei der Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print durchlaufen die Auszubildenden beispielsweise die verschiedenen Abteilungen einer Tageszeitung.
Foto: Axel Jusseit

Medienkauffrau Digital und Print

Fit für die Medienwelt

Die Aufgaben von Medienkaufleuten sind vielseitig: Sie vermarkten Bücher, Zeitschriften oder CDs, wirken aber auch bei der Ideenfindung und Produktion mit. Bei der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung können Auszubildende wie Laura Darnedde (22) ihre besonderen Talente herausfinden, denn sie lernen alle Bereiche der Tageszeitung kennen.

Verlage müssen ihren Kunden heute weit mehr bieten als eine pünktlich gelieferte Tageszeitung im Briefkasten. So wollen die Leser der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung ihre „HAZ“ auch als E-Paper zur Hand haben, auf der Webseite nach Veranstaltungen in der Region suchen oder sich per Video-Interview über die Kandidaten zur Landratswahl informieren. „Meine Generation denkt oft noch, eine Tageszeitung sei altmodisch und langweilig – online und interessant trifft da eher zu“, findet die 22-Jährige.

Nachdem Laura Darnedde das Abitur in der Tasche hatte, wollte sie schnell eigenes Geld verdienen. Ein kaufmännischer Beruf sollte es sein, eine konkretere Vorstellung hatte sie damals nicht. Über eine Anzeige in der HAZ wurde sie auf die Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print aufmerksam. „Ich konnte mir darunter zunächst nicht viel vorstellen. Deshalb habe ich mich online über den Beruf schlaugemacht und mich dann auch gleich bei der HAZ beworben“, erinnert sich die 22-Jährige. Sie hatte Erfolg und begann im August 2014 ihre Ausbildung.

Ganzheitlicher Blick hinter die Kulissen

Ein Porträt-Foto von Laura Darnedde

Laura Darnedde

Foto: privat

Zwischenzeitlich hat Laura Darnedde in fast allen Abteilungen der Tageszeitung für jeweils drei Monate gearbeitet, wie etwa im Vertrieb. Im Servicecenter war sie ein halbes Jahr lang tätig. Währenddessen hat sie Abonnenten telefonisch oder persönlich beraten, Zustellreklamationen bearbeitet oder Kleinanzeigen entgegengenommen. Neben kaufmännischen Aufgaben konnte sie auch gestalterisch tätig sein und Anzeigen für Geschäfts- und Privatkunden grafisch bearbeiten.

„Ein Highlight war für mich die Arbeit in der Onlineredaktion, die für alle Inhalte auf der Webseite verantwortlich ist. Dabei fand ich die Videodrehs am spannendsten, denn man hat viel Abwechslung und kommt mit Menschen in Kontakt“, erinnert sich die angehende Medienkauffrau. Sie befragte zum Beispiel Passanten im Stadtzentrum zu den Kommunalwahlen und brachte beim Bearbeiten der Videos auch eigene Ideen ein. Außerdem konnte Laura Darnedde den Onlineredakteuren über die Schulter schauen, durfte selbst recherchieren und kurze Beiträge schreiben. Eine ihrer Hauptaufgaben war es, die Webseite zu pflegen: „Sehr beliebt ist der monatliche Fotowettbewerb zu einem Thema, das die Redaktion vorgibt. Die Leser schicken uns dann ihre Bilder, die alle online gestellt werden müssen“, sagt sie.

Kommunikativ sein ist wichtig

Verschiedene Aufgabenbereiche kennenlernen und wissen, wie sie ineinandergreifen, das ist die Grundidee der kaufmännischen Ausbildung. So werden Medienkaufleute wie Laura Darnedde darauf vorbereitet, Abonnenten oder Anzeigenkunden zu beraten, Maßnahmen zur Kundengewinnung zu planen und durchzuführen oder neue Werbemöglichkeiten zu entwickeln.

Einmal in der Woche besucht Laura Darnedde auch die Berufsschule in Hannover, im ersten Ausbildungsjahr waren es zwei Tage in der Woche. Dort erlernt sie die theoretischen Grundlagen, unter anderem zu Themen wie Buchführung, Marktanalyse und -bewertung, oder wie der wirtschaftliche Erfolg eines Medienprodukts analysiert, beurteilt und gesteuert werden kann. „Man sollte auf jeden Fall medienaffin und gerne im Internet unterwegs sein, aber auch kommunikativ und aufgeschlossen, weil man viel Kontakt zu Menschen hat“, meint sie. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung würde die 22-Jährige gerne bei der HAZ weiterarbeiten, kann sich aber auch einen Zeitschriften- oder Buchverlag als Arbeitgeber gut vorstellen.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf >>

abi>> 14.11.2016