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Handwerksberuf mit Tradition

Detail: Steinmetzin bearbeitet eine Skulptur mit dem Meißel
Die Ausbildung zum Steinmetz hat neben der Berufsschule auch viele praktische Anteile im Betrieb oder überbetrieblichen Werkstätten.
Foto: Axel Jusseit

Steinmetz

Handwerksberuf mit Tradition

Nach seinem Abitur wünschte sich Hans Jannek einen Beruf, der Kreativität, Vielseitigkeit und handwerkliches Geschick vereint. Mittlerweile befindet sich der 21-Jährige im dritten Ausbildungsjahr zum Steinmetz. Vor allem die kreativen, handwerklichen Arbeiten findet er am Steinmetzberuf interessant.

Als Hans Jannek aus Marktheidenfeld bei Würzburg 2013 sein Abitur hatte, wusste er zunächst nicht, wie es nach der Schule weitergehen soll. Einen kreativen Beruf wollte er haben, in dem man viel mit den Händen arbeiten kann. „Bei meiner Suche stieß ich auf die Ausbildung zum Steinmetz“, erinnert er sich. „Noch am selben Tag habe ich bei Steinmetzbetrieben nachgefragt, ob sie Azubis suchen.“ Mit Erfolg: Innerhalb kürzester Zeit hatte er einen Ausbildungsvertrag in einem kleinen Betrieb mit vier Mitarbeitern in der Tasche.

Ein Porträt-Foto von Hans Jannek.

Hans Jannek

Foto: Mario Martin

Mittlerweile ist der 21-Jährige im dritten Jahr seiner Ausbildung und hat sich auf die Fachrichtung Steinmetzarbeiten spezialisiert. Beispielsweise hat er gelernt, Böden zu verlegen und Treppen zu bauen. Außerdem gehören die Anfertigung und der Einbau von Küchenarbeitsplatten und Bädern aus Naturstein sowie kleinere Restaurationsarbeiten zu seinen täglichen Aufgaben. Am meisten gefallen ihm aber die Aufträge, bei denen er individuell auf Kundenwünsche eingehen muss, wie etwa bei der Anfertigung von Grabsteinen.

„Aus Zucker darf man nicht sein“

Die Ausbildung zum Steinmetz ist dreigeteilt, sie erfolgt jeweils blockweise im Betrieb, in der Berufsschule und in überbetrieblichen Werkstätten. Die Berufsschule vermittelt reine Theorie, wie beispielsweise die Berechnung von Treppen oder der Dichte von Mörtel, während die überbetriebliche Ausbildung die praktischen Kenntnisse fördert. Ganz besonders wichtig ist dabei das Erlernen der Steinbearbeitung mit der Hand, im Steinmetzjargon „Klopfen“ genannt.

„Wenn man sich für diese Ausbildung entscheidet, ist eine gewisse handwerkliche Begabung ganz wichtig. Zwei linke Hände sollte man nicht haben“, erläutert Hans Jannek. „Außerdem ist der Beruf körperlich sehr anstrengend. Man ist bei jedem Wetter den ganzen Tag auf den Beinen und bearbeitet Steine. Aus Zucker darf man da nicht sein“, betont er. „Für Menschen, die Vielseitigkeit lieben und Lust haben, selbst etwas zu gestalten, ist die Ausbildung zum Steinmetz aber eine tolle Möglichkeit.“

In die kreative Richtung gehen

In wenigen Wochen erfolgt seine Freisprechung. So bezeichnet man den feierlichen Abschluss der Ausbildungszeit im Handwerk. Danach möchte er Forstwirtschaft oder Berufsschullehramt studieren und überlegt, sich das Studium durch einen Nebenjob als Steinmetz zu finanzieren. „Da ich am liebsten kreativ arbeite, würde ich gerne Unikate nach Kundenwunsch anfertigen. Es wäre toll, wenn das klappt!“

Auch wenn er sich noch nicht ganz sicher ist, wie es beruflich für ihn weitergeht, ist Hans Jannek froh, dass er sich für die Ausbildung zum Steinmetz entschieden hat.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf >>

abi>> 21.09.2016