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„Von Anfang an überall dabei“

Susanne Siegert bucht Tagungsräume
Wie kommt die Werbung eines Kunden an? Fragen wie diese klären Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung.
Foto: Ria Kipfmüller

Fachangestellter für Markt- und Sozialforschung

„Von Anfang an überall dabei“

Projekte planen, organisieren und steuern, Daten auswerten und interpretieren, Ergebnisse aufarbeiten und präsentieren – das alles lernt Stefan Heinecke in seiner Ausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung. Der 26-Jährige beendet gerade sein erstes Ausbildungsjahr beim Marktforschungsinstitut Interrogare in Bielefeld.

Auf seine Ausbildung ist Stefan Heinecke über Umwege gestoßen: Nach dem Abitur studierte der 26-Jährige zunächst Englisch und Mathematik auf Lehramt, entschied sich nach dem Abschluss aber dann gegen diesen Berufsweg und beschloss, stattdessen eine Ausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung zu machen: „Vor allem der Bereich Wissenschaft und Forschung hat mich an diesem Berufsbild gereizt“, begründet Stefan Heinecke. „Außerdem gefiel mir, dass man viel Kontakt zu Menschen hat.“

Ein Porträt-Foto von Stefan Heinecke

Stefan Heinecke

Foto: Stefanie Sonnenschein

Im Sommer 2015 begann Stefan Heinecke seine Ausbildung im Marktforschungsinstitut Interrogare. Über mangelnde Abwechslung kann er sich nicht beklagen, denn die Aufgaben sind genauso vielfältig wie die Kunden des Unternehmens. Ob Pharma- oder Automobilkonzern, Lebensmitteleinzelhandel oder großes Internetportal – Stefan Heinecke kommt mit den verschiedensten Branchen in Berührung und muss sich dadurch immer wieder in neue Themengebiete einarbeiten. „Die Unternehmen kommen mit einem Problem oder einer Fragestellung auf uns zu und wir überlegen uns, mit welcher Methode wir die Antworten für das Unternehmen gewinnen können“, beschreibt Stefan Heinecke den Ablauf. Beispielsweise möchten die Kunden wissen, wie ihre Marke von den Konsumenten wahrgenommen wird, wie ihre Werbung ankommt oder ob und warum der Kunde zufrieden ist. Als Auszubildender bin ich von Anfang an überall dabei.“

Blick für komplexe Zusammenhänge

Derzeit bekommt der Auszubildende Einblick in die Abteilung „Marketing Research“. Zu seinen Aufgaben dort gehört es etwa, Projekt- und Präsentationsunterlagen zu erstellen, Daten und Zahlen zu recherchieren, Datenanalysen zu verfassen sowie Aufgaben zu koordinieren oder mit den Kunden zu kommunizieren. Auch die nächsten Stationen seiner Ausbildung stehen schon fest: Demnächst wechselt er in die Abteilung „Survey Systems“. Dort wird er Fragebögen programmieren und dabei den Umgang mit HTML, Javascript und SQL lernen. Anschließend folgt die Abteilung „Tabellierung und Datenanalyse“, in der er sein Gespür für Zahlen und Statistiken unter Beweis stellen muss.

Welche Eigenschaften für den Beruf wichtig sind, hat Stefan Heinecke schnell erkannt: „Man muss vor allem aufgeschlossen sein, Lern- und Leistungsbereitschaft zeigen und einen Blick für komplexe Zusammenhänge besitzen. Ein gutes Ausdrucksvermögen ist genauso wichtig wie Zahlenverständnis. Und ganz wesentlich ist, dass man auch unter Druck fokussiert arbeiten kann.“

Ein Gespür für Zahlen und Statistiken

Das nötige theoretische Know-how neben der Praxis liefert der Unterricht in der Berufsschule. Hierzu zählen Kenntnisse zum Datenschutz, zu unterschiedlichen Befragungsarten und zur qualitativen beziehungsweise quantitativen Markt- und Sozialforschung. Daneben gehören Statistik, Grundlagen in Marketing, Rechtswesen und Wirtschaft sowie der Einsatz von Kommunikations- und Präsentationstechniken zum Ausbildungsprogramm. Vier bis acht Wochen ist Stefan Heinecke am Stück an seiner Berufsschule in Hamburg, dann wieder vier Monate im Betrieb.

Nach dem ersten Ausbildungsjahr ist für den Auszubildenden bereits Halbzeit. Da er bereits ein abgeschlossenes Studium vorweisen kann, wird seine Ausbildungszeit von regulär drei auf zwei Jahre verkürzt. Wie es nach der Ausbildung für ihn weitergehen soll, kann sich der angehende Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung bereits vorstellen: „Ich fühle mich hier einfach sehr wohl. Daher ist es mein Wunsch, bei Interrogare übernommen zu werden und dort weitere Berufserfahrung zu sammeln.“

Hier geht's zum typischen Tagesablauf>>

abi>> 24.08.2016