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Groß im Verteilen

Detlef Thunecke, 44, arbeitet als Hafenfacharbeiter in Hamburg. Hier transportiert er mit dem Reachstacker Container.
Alles fest im Blick: Als Brückenaufsicht kontrolliert Tasja Schröder, welche Container be- oder verladen werden.
Foto: Sonja Brüggemann

Fachkraft für Hafenlogistik

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Der Hamburger Hafen ist einer der größten und bedeutendsten Seehäfen der Erde. Dass das „Tor zur Welt“ nicht nur eine interessante Sehenswürdigkeit für Touristen, sondern auch ein attraktiver Arbeitsplatz für Abiturienten ist, beweist Tasja Schröder. Die 22-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Fachkraft für Hafenlogistik bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA).

„Ich wollte auf keinen Fall einen Job im Büro“, betont Tasja Schröder, die sich mittlerweile im zweiten Ausbildungsjahr befindet. „Da mich der Hafen schon immer fasziniert hat, habe ich mich im Internet darüber informiert, welche Ausbildungen in dem Bereich angeboten werden und bin auf den Beruf der Fachkraft für Hafenlogistik gestoßen.“ Bei Wind und Wetter draußen im Team zu arbeiten und dabei auch mal mit anpacken zu können, klang für die Abiturientin vielversprechend. „Ich hatte zwar keine konkrete Vorstellung, was diesen Beruf ausmacht, wurde jedoch sehr positiv überrascht und bin mehr als zufrieden mit meiner Berufswahl’, sagt sie heute.

Der Hamburger Hafen ist ein Universalhafen, der für jede Güterart die geeigneten Umschlaganlagen bietet: Auf einer Fläche von über 71 Quadratkilometern sind mehr als 50 Firmen tätig, die unter anderem große Containerschiffe, Massengutschiffe oder Öl- und Chemikalientanker abfertigen.

Tasja Schröder arbeitet beim größten Logistik-Unternehmen, der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Als Auszubildende bekommt sie jeweils für ein halbes Jahr einen Plan, der viele Einsätze – auch bei einigen Fremdfirmen – beinhaltet: „Ziel ist es, einen möglichst umfassenden Einblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche des Hamburger Hafens zu bekommen. Schließlich ist es etwas anderes, ob man Obst, Autos, Getreide oder Container umschlägt“, erklärt sie.

Tonnenschwere Lasten

Ein Porträt-Foto von Tasja Schröder.

Tasja Schröder

Foto: privat

Zurzeit ist Tasja Schröder am Burchardkai, dem größten Container-Terminal, tätig: Als Brückenaufsicht steht sie unter einer Containerbrücke und kontrolliert anhand sogenannter Staupläne, ob die richtigen Container entladen und beladen werden. Die dafür notwendigen Informationen pflegt sie in das System ein, damit festgehalten wird, welche Container das Terminal verlassen haben und welche eingegangen sind. „Als Brückenaufsicht wird man in der Regel erst ab dem zweiten Lehrjahr eingesetzt, da man dort eine hohe Verantwortung trägt“, erzählt die 22-Jährige. „Baut man einen Zahlendreher ein und wird dadurch ein falscher Container verladen, kostet das Zeit und Geld.“

Auch die Arbeit auf dem Schwimmkran der HHLA, mit dem zum Beispiel tonnenschwere Schiffsschrauben bewegt werden, gehört zum Ausbildungsprogramm. Hier geht es vor allem darum, zu lernen, worauf es bei der Arbeit mit solch großen und schweren Lasten ankommt.

Eine weitere Station ihrer Ausbildung ist das Frucht- und Kühlzentrum, wo Paletten mit Kartoffeln und diversen Früchten entladen, eingelagert und bereitgestellt werden. Um dort mitarbeiten zu können, erwarb sie gleich zu Beginn ihrer Ausbildung den Gabelstaplerführerschein.

Hauptsache im Hafen

Neben der praktischen Arbeit im Hafen besucht Tasja Schröder blockweise die Berufsschule. Die Auszubildenden lernen zum Beispiel, wie man Umschlags- und Versandpapiere bearbeitet, Güter lagert oder was es bei Gefahrgut zu beachten gilt. Obwohl sie Abitur hat, findet sie den Lernstoff nicht ganz einfach: „Im zweiten Jahr merkt man, dass die Themen schwerer werden und das Niveau steigt.“

In welchem Bereich sie nach dem Ende ihrer Ausbildung arbeiten möchte, weiß Tasja Schröder noch nicht. Nur eins steht für sie fest: „Ich möchte auf jeden Fall im Hafen bleiben.“

Hier geht's zum typischen Tagesablauf >>

abi>> 19.07.2017

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