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Transporte auf die Reise schicken

Fahrender LKW
Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung klären, wer wann welche Güter wohin transportiert.
Foto: Lisa Zirkelbach

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Transporte auf die Reise schicken

Daniel Stange kümmert sich gemeinsam mit seinen Kollegen darum, dass Güter sicher und pünktlich ankommen – und das weltweit. Bei der BHS GmbH in Bremen hat der 23-Jährige mittlerweile sein drittes Ausbildungsjahr zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung begonnen.

Aus Erzählungen kannte Daniel Stange den Beruf des Kaufmanns für Spedition und Logistikdienstleistung bereits während seiner Schulzeit recht gut. „Einige meiner Freunde haben eine Ausbildung in diesem Beruf begonnen und waren davon begeistert. Das hat mich in meiner Wahl sicherlich beeinflusst“, schmunzelt er. Um sicherzugehen, dass der Beruf auch zu ihm passt, hat er sich zunächst im Internet schlaugemacht und dann bei der Agentur für Arbeit über den Beruf und die Anforderungen informiert. „Schließlich war ich überzeugt, dass dieser Beruf der richtige für mich ist und habe mich bei meinem heutigen Arbeitgeber beworben“, erzählt der 23-Jährige.

In dem etwa einstündigen Bewerbungsgespräch, das dann folgte, konnte Daniel Stange punkten und erhielt kurz darauf die Zusage für einen Ausbildungsplatz. Bereits vor Ausbildungsbeginn zeigte der angehende Auszubildende besonderes Engagement. „Ich konnte kaum erwarten, dass es losgeht“, lacht er, „deshalb absolvierte ich vorab ein Praktikum im Unternehmen, um die Kollegen und Abläufe kennenzulernen.“

Preise kalkulieren, Sendungen erfassen

Ein Porträt-Foto von Daniel Stange

Daniel Stange

Foto: Privat

Sein Arbeitgeber, die BHS Spedition & Logistik GmbH in Bremen, beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und kooperiert mit mehreren Partnern und Agenten im In- und Ausland. Aktuell befindet sich Daniel Stange im dritten Ausbildungsjahr und hat bereits viele Stationen im Unternehmen durchlaufen. Im Vertrieb erhielt der Auszubildende zum Beispiel einen Überblick über die Kunden und lernte, wie man Preise kalkuliert und Angebote erstellt. Im Service hat er Sendungen erfasst und in der Nahverkehrsdisposition ging es darum, die Fahrzeuge einzuteilen. „Ich musste beispielsweise klären, wer wann welche Güter wohin transportiert“, bringt er es auf den Punkt.

Derzeit unterstützt der 23-Jährige seine Kollegen in der Luftfrachtabteilung. „Dort bearbeite ich Anfragen von Kunden, errechne Preise und schreibe Angebote. Geht ein Auftrag ein, sorge ich für die komplette Abwicklung – ich erstelle Luftfrachtbriefe sowie Zolldokumente für die Ausfuhranmeldung und buche den Transport bei der Airline ein.“ Gelegentlich stehen auch Fahrten zum Flughafen an, wo Sendungen mit Labels versehen werden müssen, bevor sie in die weite Welt verschickt werden.

Ergänzend zur Praxis besucht Daniel Stange an zwei Tagen der Woche die Berufsschule. Dort wird er in Fächern wie Speditionslehre, Wirtschaftliches Handeln, Rechnungswesen, Steuerung und Kontrolle, Englisch sowie Politik unterrichtet. Theorie, die die praktischen Berufserfahrungen sinnvoll ergänzen, findet Daniel Stange.

Vielseitig und international

„Ich kommuniziere gerne und gerade der Austausch mit Agenten im Ausland und internationalen Partnern gefällt mir. Die Kommunikation auf Englisch spielt dabei eine zentrale Rolle“, erklärt er. Mit Zeitdruck und Stresssituationen, wie sie sich im Logistik-Alltag immer wieder ergeben, wenn das Telefon ununterbrochen klingelt oder dutzende E-Mails beantwortet werden wollen, kann Daniel Stange gut umgehen: „Da heißt es, Ruhe bewahren. Falls etwas nicht wie geplant klappt, muss eben umdisponiert werden.“ Besonders freut er sich über die Verantwortung, die ihm übertragen wird. „Ich schätze sehr, dass mir nicht ständig jemand über die Schulter schaut, sondern ich selbstständig arbeiten und eigenverantwortlich handeln kann. Sollte ich Fragen haben oder Hilfe benötigen, kann ich mich aber natürlich jederzeit an meine Kollegen wenden.“

Auch nach dem Abschluss seiner Ausbildung sieht Daniel Stange seine Zukunft bei der BHS. „Ich habe mit meiner Berufswahl die richtige Entscheidung getroffen. Die Arbeit ist vielseitig und macht mir nach wie vor viel Spaß. Und die Chancen für eine Übernahme stehen recht gut“, sagt er. Um sich beruflich weiterzuentwickeln, kann er sich auch vorstellen, ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen – zum Beispiel in der Fachrichtung Internationales Management.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf!

abi>> 08.10.2015