Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Das A und O: ein guter Draht zum Kunden

Junger Mann arbeitet mit Headset an seinem Arbeitsplatz
Auszubildende zum Kaufmann für Dialogmarketing stehen in engem Kontakt zu den Kunden.
Foto: Jessica Braun

Kaufmann für Dialogmarketing

Das A und O: ein guter Draht zum Kunden

Telefonieren, E-Mails schreiben, Marketingkampagnen konzipieren – diese Tätigkeiten prägen den Berufsalltag von Lion Löwe beim Telekommunikationsunternehmen Vodafone. Der 23-Jährige absolviert dort eine Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing.

Wer sich für eine Ausbildung zum Kaufmann für Dialogmarketing entscheidet, muss wissbegierig sein und gerne eigenverantwortlich arbeiten. Davon ist Lion Löwe überzeugt. „Uns wird das Vertrauen in die Hand gelegt, dass wir fehlerfrei arbeiten und sorgfältig mit den Kundendaten umgehen“, sagt der 23-Jährige. Zurzeit ist er in einer Abteilung eingesetzt, die sich um Telekommunikationslösungen für mittelständische Unternehmen kümmert. „Früher wurden hier Schnurtelefone eingesetzt. Jetzt entwickeln wir Apps, mit denen die Außendienstmitarbeiter ihre Anrufe beim Betreten des Büros vom Handy auf den PC weiterleiten können, ohne dass der Anrufer das merkt“, erklärt der Azubi, der aktuell im zweiten Lehrjahr ist. Seine Aufgabe hier ist die kaufmännische Umsetzung, also die Betreuung der Kunden während der gesamten Auftragsabwicklung.

Porträt von Leon Löwe

Lion Löwe

Privat

Seine erste Station bei Vodafone war die Firmenhotline, die grundsätzliche Fragen rund um die Themen Mobilfunk und Festnetz beantwortet. „Dort rufen Projektmanager an, die sich in ihrer Firma mit Technikthemen beschäftigen“, erklärt der Azubi. Anfangs war er vor allem dafür zuständig, Kunden-E-Mails zu bearbeiten. Später stand er dann auch telefonisch in Kontakt mit den Kunden. „Die Kunden wollten beispielsweise SIM-Karten in Auftrag geben, die Rufnummer tauschen oder sich erkundigen, wie der Stand der Aktivierung ihres Anschlusses ist. Wir haben ihre Anliegen aufgenommen und Fragen beantwortet. Anfangs musste ich noch häufiger im Team nachfragen, um die Systeme von Vodafone kennenzulernen. Nach und nach konnte ich aber immer selbständiger arbeiten“, erinnert sich Lion Löwe.

Werbung per SMS

Gerne denkt er auch an ein besonderes Highlight zurück: die Mitarbeit an einem Event, das von seinem Ausbildungsbetrieb gesponsert wurde. Er durfte dabei die Projektkoordinatorin der Veranstaltung unterstützen und sich eigenverantwortlich um die Betreuung der Social Media-Maßnahmen kümmern, also Fotos sammeln und Posts schreiben. Auch für die Vorbereitung und Durchführung eines Gewinnspiels war der Azubi zuständig: „Die Besucher konnten sich auf dem Event mit einem Vodafone-Logo fotografieren lassen. Ich habe die Bilder mitbewertet und war auch dafür zuständig, die Person auf dem besten Foto zum Gewinner zu küren und ihr ein Werbegeschenk von Vodafone zu überreichen“, erzählt der 23-Jährige, der auch schon andere Promotion-Aktionen betreut hat. „Während des Oktoberfests habe ich mir zum Beispiel überlegt, wie wir Kunden in unsere Vodafone-Shops locken können. Ich habe also zünftige SMS-Nachrichten mit direktem Bezug auf das Oktoberfest getextet und rausgeschickt.“

Vom Headset auf den PC

Drei Tage pro Woche verbringt Lion Löwe im Unternehmen, an zwei Tagen besucht er die Berufsschule mit Fächern wie Sozialkunde, Kommunikation, Wirtschaftslehre oder Rechnungswesen. „Das Niveau entspricht dem normalen Schulunterricht der zehnten Klasse. Im Rechnungswesen arbeiten wir viel mit dem Dreisatz, wir müssen aber auch Buchungen ausführen und analysieren“, erklärt der Azubi.

Als einer der wenigen im 50-köpfigen Jahrgang hat sich Lion Löwe zudem dafür entschieden, eine Zusatzqualifikation zum Europakaufmann zu absolvieren, die seine Berufsschule anbietet. Er besucht zusätzlich SAP-Kurse, lernt Spanisch auf B1-Niveau sowie Business-Englisch, um nach Abschluss der Module eine IHK-Prüfung abzulegen und dann noch ein vierwöchiges Auslandspraktikum in einem spanischen Unternehmen zu absolvieren. „Ich muss dafür zwar mehr lernen, aber das macht Spaß. Und ich freue mich auf die Zeit in Spanien, in der ich meine Fremdsprachenkenntnisse festigen und Auslandserfahrungen in einem Unternehmen sammeln möchte“, erklärt er. Nach Abschluss seiner Ausbildung hofft er, eine attraktive Stelle angeboten zu bekommen. Wenn das nicht klappt, möchte er direkt weiterlernen und sein kaufmännisches Wissen in einem BWL-Studium erweitern.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 13.12.2018

weitere beiträge

  • zu BERUFE.TV (Öffnet sich in neuem Fenster)
  • zu den abi>> Podcasts

mehr zu diesem thema

 

andere beiträge der rubrik

 

verwandte themen