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Ausbildung in einem internationalen Unternehmen

Ein Container wird nachts mit dem Kran auf einen LKW geladen.
Christian Freisinger wird später den weltweiten Transport von Waren planen und organisieren.
Foto: Verena Westernacher

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung

Ausbildung in einem internationalen Unternehmen

Um in einem international tätigen Logistikunternehmen zu arbeiten, sind gute Fremdsprachenkenntnisse unverzichtbar – das gilt auch für Christian Freisinger (20). Der angehende Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung arbeitet bei Dachser und lernt unter anderem, geschäftliche Konversationen auf Englisch zu führen.

Im Frühjahr 2015 nahm Christian Freisinger am Speed-Dating an seiner Schule teil, bei dem sich verschiedene Firmen aus der Region vorstellten. „Das Gespräch mit einem Auszubildenden von Dachser fand ich damals besonders interessant“, erinnert sich der heute 20-Jährige. „Ich konnte mir vorstellen, später ähnliche Aufgaben zu übernehmen, zum Beispiel den Transport von Gütern zu planen und Kontakt zu vielen internationalen Kunden zu haben.“ Nach seinem Abitur bewarb er sich also um einen Ausbildungsplatz im Logistikunternehmen. Kurz danach wurde er zu einem Allgemeinwissenstest und einem Bewerbungsgespräch eingeladen. „Beim Test wurden unter anderem unsere Sprachkenntnisse und unsere Fähigkeit zum logischen Denken geprüft“, sagt der Azubi. Offenbar hinterließ er einen guten Eindruck, denn im September vergangenen Jahres konnte er seine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung am Standort Langenau bei Ulm antreten.

Business-Englisch für den Berufsalltag

Ein Porträt-Foto von Christian Freisinger

Christian Freisinger

Foto: Rottstedt

„Angefangen habe ich in der Warehouse-Abteilung, wo der Ein- und Ausgang von Waren bearbeitet wird“, schildert Christian Freisinger. Nach jeweils drei Monaten wechseln die Azubis die Abteilung. „Ich machte anschließend in der Dispositionsabteilung weiter, wo ich lernte, die Touren unserer Fahrzeuge richtig zu planen.“ Außerdem verbrachte er drei weitere Monate in der zentralen Annahmestelle, in der Mitarbeiter eingehende Aufträge bearbeiten, damit die Lkw-Fahrer bestimmte Waren abholen können. Wie der Ausbildungsverlauf gestaltet wird, dürfen die Azubis mitentscheiden: „Im Moment bin ich wieder im Warehouse, weil mir der Bereich gut gefallen hat und ich hier einen tieferen Einblick bekommen möchte“, berichtet Christian Freisinger. „Als Nächstes werde ich wahrscheinlich die Abteilungen Service und Verkauf kennenlernen und vielleicht auch die Rechnungs- sowie die IT-Abteilung.“ Zur Ausbildung gehört auch der regelmäßige Besuch einer Berufsschule.

„Zusätzlich zum Englischunterricht in der Berufsschule besuchen wir außerdem einmal pro Woche einen Business-Englischkurs“, erzählt Christian Freisinger. „Englisch ist in unserer Branche einfach die wichtigste Sprache, da wir ständig mit Kunden oder Geschäftspartnern aus dem Ausland korrespondieren.“ Im Juni durften er und einige seiner Klassenkameraden nach London reisen, um an einem dreiwöchigen Intensivkursus teilzunehmen. „Dort befassten wir uns mit wirtschaftlichen Themen.“ Nicht nur gute Englischkenntnisse seien hilfreich, sondern auch Französisch- oder Spanischkenntnisse, ergänzt er. „Auch wenn jemand zum Beispiel durch seine Eltern eine osteuropäische Sprache beherrscht, ist das von Vorteil.“

Planen, organisieren, überwachen

Als Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung wird Christian Freisinger zukünftig als Ansprechpartner für alle Beteiligten dienen und zwischen Spedition, Fahrern, Kunden im In- und Ausland sowie Absendern vermitteln. Zu seinen Aufgaben wird es gehören, den Transport von Gütern und sonstigen logistischen Dienstleistungen zu planen, zu organisieren, zu überwachen und abzuwickeln. „Ich muss dafür sorgen, dass Waren pünktlich geliefert werden und dass unsere Kunden zufrieden sind.“ Das sei zugleich eine Herausforderung, da auch mal Probleme auftreten können – zum Beispiel, wenn Waren falsch geliefert werden oder ein Lkw in einen langen Stau gerät. „Für solche Fälle planen wir aber ohnehin eine gewisse Pufferzeit ein“, ergänzt der Azubi. „Man sollte immer auf alles ein Auge haben und auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahren.“

Hier geht's zum typischen Tagesablauf >>

abi>> 31.10.2017