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Schiff ahoi!

Containerschiff verlässt den Hamburger Hafen.
Schifffahrtskaufleute steuern und organisieren den Transport von Gütern im Seeverkehr.
Foto: Andreas Rex

Hintergrund

Schiff ahoi!

Schifffahrtskaufleute planen und organisieren den Transport von Gütern auf See, berechnen Fahrtrouten und sorgen für die optimale Auslastung der Schiffe. Die Ausbildung wird in den Fachrichtungen Linien- und Tramschiffahrt angeboten.

Seit der Wirtschaftskrise im Jahr 20 09 durchlebt die Schifffahrtsbranche turbulente Zeiten. Dennoch erfreut sich der Beruf der Schifffahrtskaufleute großer Beliebtheit. „Jährlich werden mehr als 200 neue Ausbildungsverträge geschlossen – eine konstante Zahl“, sagt Christof Alexander Schwaner, Sprecher des Verbandes Deutscher Reeder. „Und der Beruf ist gleichermaßen bei Frauen und Männern beliebt. 44 Prozent der Auszubildenden sind weiblich, 93 Prozent aller Azubis verfügen über die Fachhochschulreife oder das Abitur.“

Linienfahrt oder Trampfahrt?

Ein Porträt-Foto von Christof Alexander Schwaner

Christof Alexander Schwaner

Foto: Frank Krems

Schifffahrtskaufleute arbeiten in Reedereien, Seehafenspeditionen, bei Schiffs-/Befrachtungsmaklern oder Umschlagunternehmen in Häfen, wo sie den Transport von Gütern im Seeverkehr steuern und organisieren, für die optimale Auslastung der Schiffe sorgen, Fracht akquirieren, Frachtraum buchen und die Schiffsabfertigung im Hafen abwickeln. „Je nach Interesse können angehende Azubis in der dreijährigen Ausbildung zwischen den Schwerpunkten Trampfahrt und Linienfahrt wählen“, erklärt Christof Alexander Schwaner. „In der Trampfahrt, für die sich 60 Prozent der Auszubildenden entscheiden, werden Frachten von Hafen zu Hafen transportiert. Über einen längeren Zeitraum betrachtet fährt ein Schiff gewissermaßen im Zickzack über die Meere. Die Frachten können außerordentlich vielfältig sein; die Vermarktung des Schiffsraumes ist anspruchsvoll und zeitintensiv. Linienreeder bieten dagegen für ihre Kunden feste Routen an, die sie zu festen Abfahrtszeiten bedienen – ähnlich wie ein Linienbus. Für eine Karriere in einer Trampreederei braucht man etwas mehr Flexibilität sowie eine ausgeprägte Kontaktstärke auf dem internationalen Parkett“, weiß der Experte.

Vielfalt an Weiterbildungsmöglichkeiten

Für welchen Schwerpunkt man sich auch entscheidet, wichtig sind vor allem sehr gute Sprachkenntnisse: „Schließlich stehen Schifffahrtskaufleute täglich in Kontakt zu Menschen aus aller Welt“, merkt Christof Alexander Schwaner an.

Auch nach der Ausbildung bieten sich für Schifffahrtskaufleute interessante berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten: „Eine dem gewerblichen Meister vergleichbare Qualifikation bietet der geprüfte Verkehrsfachwirt. Nach mindestens zweijähriger Berufserfahrung ist auch eine Fortbildung zum Betriebswirt in den Fachrichtungen Verkehr/Außenhandel/Logistik möglich. Schifffahrtskaufleute mit Hochschulreife können an einigen Standorten auch ein verkehrswissenschaftliches Studium beginnen.“ Entsprechende Studiengänge finden Interessierte auf studienwahl.de.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit für Berufe mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Schifffahrtskaufmann)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Datenbank für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit (Suchbegriffe: z. B. Seefahrt, Schiffsverkehr).
www.kursnet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

www.bibb.de

Berufsbildungsstelle Seeschifffahrt e.V. (BBS)

www.berufsbildung-see.de

Verband Deutscher Reeder (VDR)

www.reederverband.de

abi>> 09.07.2015