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Nah am Kunden

Junge Frau hilft Kundin beim anbringen des Hörgerätes
Hörgeräteakustiker passen Hörhilfen an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden an.
Foto: Martin Rehm

Betriebsassistentin im Handwerk

Nah am Kunden

Louisa Heinz (22) erlernt bei einer im Saarland ansässigen Filiale eines großen deutschen Hörgeräteunternehmens den Beruf der Hörgeräteakustikerin. Parallel dazu bildet sie sich zur Betriebsassistentin im Handwerk weiter.

„Mir liegt praktisches Lernen“, sagt Louisa Heinz, die sich inzwischen im zweiten Jahr ihrer Ausbildung befindet. In der Ausbildung zur Hörgeräteakustikerin fühlt sich die junge Frau daher gut aufgehoben. Einerseits hat sie viel Kontakt zu Menschen, andererseits spielen auch technische und handwerkliche Aspekte in ihrem Berufsalltag eine wichtige Rolle. Als angehende Hörgeräteakustikerin arbeitet sie immer nah am Kunden. Beispielsweise führt sie Tests durch, um festzustellen, wie stark die Hörfähigkeit eingeschränkt ist und passt die Hörgeräte dementsprechend an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden an. Der theoretische Teil der Ausbildung findet in Form von Blockunterricht an der einzigen Berufsschule für Hörgeräteakustiker in Lübeck statt.

„Mehr lernen schadet nie“, lautet ihr Motto. Deshalb entschied sich die 22-Jährige, parallel zu ihrer dreijährigen Ausbildung einen zweijährigen Lehrgang zur Betriebsassistentin im Handwerk zu absolvieren. Dank der doppelt qualifizierenden Ausbildung wird sie am Ende gleich zwei Abschlüsse vorweisen können. Diese Zusatzqualifikation ist nur in bestimmten Handwerksberufen möglich. Dazu zählen beispielsweise auch Augenoptiker, Elektroniker, Fotografen und Goldschmiede.

Samstags in die Berufsschule

Für ihre Zusatzqualifikation muss sich Louisa Heinz allerdings auch stärker ins Zeug legen: Der Zusatzunterricht wird jeden Samstag in einer Berufsschule abgehalten und dauert sechs Stunden. Auf dem Stundenplan stehen Themen wie Management, EDV und Wirtschaftsenglisch. „Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt, dass ich samstags nicht frei habe“, sagt die Auszubildende. Die zusätzliche Belastung nimmt sie gerne in Kauf. Denn mit ihrem betriebswissenschaftlichen Wissen ist sie später für die Schnittstelle zwischen Handwerk und betriebswirtschaftlichen Aufgaben wie Buchführung oder Kostenrechnung bestens gerüstet.

Ihre Abschlussprüfung wird Louisa Heinz ein Jahr vor der Prüfung zur Gesellin ablegen. Direkt nach der Ausbildung möchte sie noch ihren Meister anschließen. Auch hier bringt ihr die Zusatzqualifikation Vorteile: Der Betriebsassistent wird ihr als dritter von insgesamt vier Teilen der Meisterprüfung anerkannt.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf

abi>> 08.02.2016