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Kultureller Austausch in Barcelona

Gaudipark in Barcelona, Blick von oben
Barcelona ist die Hauptstadt Kataloniens und zweitgrößte Stadt Spaniens.
Foto: Franziska Loos

Eurokauffrau

Kultureller Austausch in Barcelona

Saskia Wein (22) fand fremde Sprachen und Kulturen schon immer faszinierend. In ihrer Ausbildung zur Eurokauffrau bei der Krones AG durfte sie drei Wochen in der spanischen Niederlassung verbringen. Für abi» berichtet die Auszubildende von ihren Erfahrungen im Ausland.

Da meine Mutter ein Reisebüro hat, sind wir schon immer viel gereist. Auch beruflich wollte ich etwas machen, das mit Fremdsprachen zu tun hat. Nach meinem Abitur besuchte ich eine Infoveranstaltung bei meinem heutigen Arbeitgeber und sprach dort mit Eurokaufleuten in der Ausbildung. Danach stand für mich fest, dass das mein Berufswunsch ist. Das Unternehmen aus Neutraubling bei Regensburg stellt Maschinen und komplette Anlagen für die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik her. Es ist in seiner Branche weltweit tätig – daher werden Mitarbeiter mit einer hohen Affinität für Auslandsaufenthalte und mit Fremdsprachenkenntnissen gebraucht – eine ideale Voraussetzung für mich.

Kombination aus Wirtschaft und Sprachen

Ein Portät-Foto von Saskia Wein

Saskia Wein

Foto Privat

Nach dem Abitur bin ich erst noch ein Jahr durch die USA gereist, dann startete ich in die dreijährige Ausbildung. Am Ende werde ich zwei Abschlüsse in der Tasche haben: zum einen als Industriekauffrau, zum anderen als Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch, Französisch und Spanisch. Diese Kombination aus wirtschaftlicher und sprachlicher Ausbildung nennt sich Eurokauffrau, eine Ausbildung, die sich gezielt an Abiturienten richtet.

Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres, als ich schon zahlreiche Abteilungen wie Buchhaltung, Einkauf und Vertrieb durchlaufen hatte, ging es für mich und vier meiner Mitauszubildenden drei Wochen ins Ausland: Brüssel, Manchester und Barcelona standen zur Wahl. Ich zog das Los für Spanien.

In unserer Vertriebsniederlassung in Barcelona arbeiten 20 Kollegen. Ich habe dort unter anderem Angebotstexte ins Deutsche übersetzt und bei der Korrespondenz mit deutschen Kollegen und Kunden geholfen. Da ich bereits in Neutraubling im spanischsprachigen Vertriebsteam gearbeitet habe, war das Fachvokabular keine allzu große Hürde für mich. Für die alltägliche Kommunikation im Büro und in der Freizeit war ich, dank mehrerer Reisen nach Spanien, gut gerüstet. Trotzdem haben sich meine Sprachkenntnisse natürlich nochmal verbessert.

Persönlich gewachsen

Kontakte zu den spanischen Kollegen zu knüpfen fiel mir leicht, denn insgesamt sind die Spanier temperamentvoller als die Deutschen. Das führte dazu, dass wir auch häufiger mal abends zusammen ausgingen. Gewohnt habe ich bei einer Spanierin, die seit einigen Jahren die Austauschauszubildenden aus Deutschland aufnimmt. Da ich das erste Mal allein gelebt habe – zu Hause wohne ich noch bei meinen Eltern – bin ich durch meinen Auslandsaufenthalt auch persönlich gewachsen.

Mittlerweile bin ich im letzten Ausbildungsjahr. Nach dem Ende meiner Ausbildung möchte ich gerne im spanischsprachigen Vertrieb arbeiten. Hier stehen dann sicherlich weitere Auslandsreisen zu Kunden und Geschäftspartnern in Spanien und Portugal an – darauf freue ich mich schon jetzt.

abi>> 01.12.2015