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Exportabwicklung und Werksführungen

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Aufgrund ihrer doppelten Qualifizierung sind Eurokaufleute besonders für exportorientierte Unternehmen interessant.
Foto: Martin Rehm

Eurokauffrau

Exportabwicklung und Werksführungen

Die Korrespondenz mit internationalen Geschäftspartnern gehört zu den täglichen Aufgaben von Nadja Goldbrunner (20). Die Auszubildende zur Eurokauffrau ist in verschiedenen Abteilungen bei der Wolf GmbH im bayerischen Mainburg im Einsatz.

Das Unternehmen, ein Systemanbieter für Heiz-, Lüftungs-, Klima- und Solartechnik sowie für Blockheizkraftwerke, hat sechs ausländische Tochtergesellschaften und mehr als sechzig Vertriebspartner. Die Produkte werden in über fünfzig Länder exportiert, darunter Abu Dhabi oder Chile. Da braucht es für die Kundenkommunikation kompetente Fachkräfte.

Nadja Goldbrunners Begeisterung für Fremdsprachen spürt man, wenn sie davon erzählt, wie sie ihre Kenntnisse in der täglichen Arbeit einbringen kann: „In der Exportabteilung durfte ich für niederländische Kunden eine Werksführung machen und ihnen in englischer Sprache einige technische Verfahren im Herstellungsprozess erklären.“ Ihre Vorliebe für Fremdsprachen machte sich bereits während ihrer Schulzeit bemerkbar. „Ich habe Englisch und Französisch belegt. Ein Schlüsselerlebnis war für mich ein Schüleraustausch mit Frankreich. Damals konnte ich kaum Französisch und bin gewissermaßen ins kalte Wasser gesprungen“, erinnert sich die 20-Jährige. „Seitdem steht für mich fest, dass ich in einem internationalen Umfeld arbeiten möchte.“

Telefonate mit ausländischen Kunden

Ein Porträt-Foto von Nadja Goldbrunner

Nadja Goldbrunner

Foto: Privat

Im ersten Ausbildungsjahr war sie in den Abteilungen Versand Export, International Sales und Einkauf eingesetzt. In der Abteilung Versand Export kümmerte sie sich beispielsweise um die Abwicklungen von Ein- und Ausfuhren sowie um das Übersetzen von Formularen, Vertragstexten und Zollvereinbarungen. „Ich durfte dort nach einigen Tagen bereits die Ab- und Anfahrt von internationaler Fracht regeln. Da hatte ich erstmals per Telefon und über E-Mail direkten Kontakt zu unseren ausländischen Kunden“, erklärt Nadja Goldbrunner. Aktuell arbeitet sie in der Abteilung Finanzbuchhaltung mit. „Morgens scanne ich die eingegangenen Rechnungen vom Vortag ein und hefte sie in Ordnern ab. Neue Rechnungen prüfe ich auf sachliche Richtigkeit. Außerdem gehört das Erstellen verschiedener Excel-Listen zu meinem Aufgabenbereich“, berichtet die 20-Jährige, die mittlerweile im zweiten Ausbildungsjahr ist.

Sprachen lernen im Blockunterricht

Alle zwei bis drei Monate findet eine zehnwöchige Blockphase für die Sprachenausbildung an der IHK Regensburg sowie für den Berufsschulunterricht statt. Nadja Goldbrunner lernt Englisch, Französisch und Spanisch; unterrichtet wird sie von Muttersprachlern. „Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich. Wir übersetzen aus dem Deutschen in die jeweilige Fremdsprache, von der Fremdsprache ins Deutsche und verfassen Geschäftskorrespondenz.“ In der Berufsschule stehen Rechnungswesen, allgemeine Wirtschaftslehre, Außenhandel und EDV auf dem Programm. Zudem wird vermittelt, wie man Präsentationen ansprechend gestaltet und Projektarbeiten erstellt.

Der größte Wunsch von Nadja Goldbrunner ist derzeit, nach der dreijährigen Ausbildung vom Unternehmen übernommen und in einer Abteilung eingesetzt zu werden, wo sie planen, organisieren und viele Projekte managen kann. „Wenn die Firma mich für einige Zeit zu einer der Tochterfirmen im Ausland schicken würde, wäre ich nicht abgeneigt“, betont sie abschließend.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf

abi>> 24.07.2015