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Expertin für Zahlen und Menschen

Jemand tippt auf einem Taschenrechner.
Von Geldanlagen über Kredite bis hin zu Baufinanzierungen - Finanzassistenten beraten ihre Kunden über die gesamte Palette der Finanzdienstleistungen.
Foto: Christof Stache

Finanzassistentin

Expertin für Zahlen und Menschen

Anspruchsvoll, strukturiert, kundenorientiert – diese Anforderungen stellte Meike Schyra an ihren Traumberuf. Entschieden hat sich die 18-Jährige aus der Nähe von Sigmaringen schließlich für eine Ausbildung zur Finanzassistentin bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).

Seit August 2015 absolviert Meike Schyra die zweijährige Ausbildung zur Finanzassistentin in der Freiburger Filiale der Baden-Württembergischen Bank, einem Tochterunternehmen der LBBW. Auf die Ausbildung ist sie nach dem Abitur eher zufällig aufmerksam geworden: „Zunächst wollte ich mich als Bankkauffrau bei der LBBW bewerben. Beim genaueren Blick auf die Homepage entdeckte ich, dass das Kreditinstitut für Abiturienten auch eine Ausbildung zur Finanzassistentin im Angebot hat“, erinnert sie sich. Dabei handelt es sich um eine doppelt qualifizierende Erstausbildung, bei der Meike Schyra parallel zum Abschluss der Bankkauffrau auch die Zusatzqualifikation zur Finanzassistentin erwirbt.

Individuelle Kundengespräche

Ein Porträt-Foto von Meike Schyra

Meike Schyra

Foto: Privat

Wie eröffnet man ein Bankkonto? Wie erstellt man Rechnungen? Und welche Finanz- und Versicherungsprodukte gibt es? Während ihrer Ausbildung lernt Meike Schyra sämtliche Bankgeschäfte kennen. Dazu gehört unter anderem auch, was eine gute Beratung ausmacht: „Vor einem Kundentermin muss man sich umfassend auf das Gespräch vorbereiten“, sagt die 18-Jährige. „Nur dann ist es möglich, die Thematik so zu erklären, dass der Kunde sie versteht und man gemeinsam nach der besten Lösung suchen kann.“ Am Kundenschalter muss die Auszubildende dagegen spontan auf Anfragen reagieren können. Hier kümmert sie sich beispielsweise um Kontoeröffnungen, Überweisungen oder Einzahlungen und beantwortet Fragen zu Versicherungen oder Krediten. Einfachere Dinge erledigt sie schon selbstständig, bei umfangreicheren Kundengesprächen steht ihr ein erfahrener Kollege zur Seite.

Da Meike Schyra als angehende Finanzassistentin viel Kontakt zu Kunden hat, ist ein gepflegtes Erscheinungsbild für sie besonders wichtig. Ein freundliches und sicheres Auftreten sowie die Fähigkeit, offen auf Menschen zuzugehen, gehört ebenfalls zum Anforderungsprofil der Ausbildung. Finanzassistenten sollten darüber hinaus auch über ein gutes Ausdrucksvermögen verfügen und in der Lage sein, schwierige Sachverhalte einfach zu erklären.

Wirtschaftsenglisch, Steuerrecht und Allfinanz

Der theoretische Teil der Ausbildung findet alle paar Wochen im Blockunterricht an der Berufsschule statt. „Die Umstellung vom Ausbildungsalltag zur Berufsschule ist nicht immer ganz leicht“, merkt Meike Schyra an. Unabhängig davon gefallen ihr aber die vielfältigen Lerninhalte, die an der Berufsschule vermittelt werden. Neben Rechnungswesen stehen bei Meike Schyra zusätzliche Fächer wie Wirtschaftsenglisch, Steuerrecht und Allfinanz auf dem Stundenplan. Bei Letzterem geht es um produktbezogene Altersvorsorge und Versicherungen.

Im Sommer 2016 wird die Auszubildende ihr Wissen in einer Zwischenprüfung unter Beweis stellen, 2017 findet dann die abschließende Prüfung statt. Für die Zukunft kann sich Meike Schyra vorstellen, sich berufsbegleitend zur Finanz- oder Bankfachwirtin weiterzubilden. „Die Ausbildung zur Finanzassistentin war genau die richtige Entscheidung“, sagt die Auszubildende rückblickend. Deshalb hofft sie, nach ihrer Ausbildung eine Stelle zu finden. „Am liebsten in der BW-Bank-Filiale in Freiburg“, fügt sie hinzu.

Hier geht's zum typischen Tagesablauf>>

abi>> 13.04.2016