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„Viel Stoff in wenig Zeit“

Treppenaufgang von unten fotografiert.
Steuerwesen und Allfinanz für die Immobilienwirtschaft - das bietet die Zusatzqualifikation Immobilienassistent für angehende Immobilienkaufleute.
Foto: Helge Gerischer

Zusatzqualifikation Immobilienassistentin

„Viel Stoff in wenig Zeit“

Rebecca Hiller (21) aus Böblingen in Baden-Württemberg absolviert eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau mit Zusatzqualifikation zur Immobilienassistentin.

Gebäudesanierung, Mieteranfragen, Eigentümerrechte – Rebecca Hiller fand schon früh alles spannend, was mit dem Thema Immobilien zu tun hatte. „Vielleicht begann es, als ich miterlebte, wie mein Opa ein Haus baute. Jedenfalls habe ich bereits als Schülerin in den Ferien in Immobilienfirmen gearbeitet und zwei Praktika in der Branche gemacht, eines davon bei meinem jetzigen Arbeitgeber“, berichtet sie.
Das Praktikum war der Türöffner zu ihrer Ausbildungsfirma, der Böblinger Baugesellschaft (BBG), einem Tochterunternehmen der Stadt Böblingen mit rund 40 Mitarbeitern. Dort begann sie direkt nach ihrem Abitur die Ausbildung zur Immobilienkauffrau. „Unsere Firma bot diese damals nur im Paket mit der Zusatzqualifikation zur Immobilienassistentin an. So ergab es sich, dass ich jetzt beide Abschlüsse gleichzeitig erwerbe“, erzählt die 21-Jährige.

Steuerwesen und Allfinanz

Porträt von Rebecca Hiller.

Rebecca Hiller

Foto: Privat

Für Rebecca Hiller laufen momentan die letzten Wochen ihrer zweijährigen Ausbildung – es ist Prüfungszeit. „Meine Kombination bedeutet: Viel Lernstoff in relativ wenig Zeit. Um alles zu schaffen, muss man zielstrebig sein und gerade bei schwierigeren Fächern wie dem Steuerwesen im Unterricht gut aufpassen, nachfragen und, falls nötig, zu Hause den Stoff erneut durchdenken“, erläutert die junge Frau.
In Rebecca Hillers Jahrgang an ihrer Berufsschule lernen etwa 50 junge Männer und Frauen in zwei speziellen Klassen für den kombinierten Abschluss. „In der Zusatzqualifikation kommen für uns die beiden Zusatzfächer Steuerwesen und Allfinanz hinzu, Letzteres gegliedert in Banken und Versicherungen. Dazu haben die meisten von uns noch das freiwillige Fach Bau gewählt. Darin lehrt uns ein Sachverständiger zum Beispiel, welche Gewerke bei einem Hausbau tätig werden“, erklärt die Auszubildende.

Im Basisberuf hat Rebecca Hiller Fächer wie Rechnungswesen, allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Gesamtwirtschaft und Englisch. Was sie in der Berufsschule lernt, kann sie in ihrer Firma gut anwenden: Diese baut, verkauft, verwaltet und vermietet Häuser und Wohnungen. Die Azubis durchlaufen dort alle Abteilungen und nehmen auch an Außenterminen teil.

Vorteil im Studium

Die Kenntnisse der Zusatzqualifikation zur Immobilienassistentin kann Rebecca Hiller in ihrer Firma dagegen weniger nutzen, weil diese hauptsächlich auf den Schwerpunkt Bauen und Wohnen ausgerichtet ist. Doch sie hofft, dass sie diese bald bei ihrem Studium der Immobilienwirtschaft brauchen kann, das sie im Herbst beginnen will: „Viele Themen aus der Zusatzqualifikation werden dort sicher wieder aufgegriffen. So verschafft mir meine Kombination einen Vorteil im Studium.“

„So kann ein Arbeitstag aussehen" >>

abi>> 22.10.2018