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Mit Leidenschaft für den Gast

Halboffene Zimmertür mit Schild "Bitte Zimmer aufräumen".
Zimmerservice, Rezeption, Verwaltung - während der Ausbildung durchlaufen angehende Hotelfachleute viele Arbeitsbereiche im Hotel.
Foto: Isabella Fischer

Hotelfachfrau

Mit Leidenschaft für den Gast

Laura Orlowski (23) macht eine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Sheraton Frankfurt Airport Hotel & Conference Center am Flughafen. Freude am Umgang mit Gästen und anderen Kulturen sind in ihrem Beruf besonders wichtig.

Am Telefon eine Zimmerreservierung entgegennehmen, einen Gast an der Rezeption auschecken, in der Küche Spiegeleier für die Frühstücksgäste braten, ein Hotelzimmer reinigen und für den nächsten Gast herrichten, einen Tagungsraum mit Technik, Getränken und Unterlagen vorbereiten, Rechnungen prüfen – die Aufgaben und Tätigkeiten, die Laura Orlowski in ihrer Ausbildung lernt, sind ausgesprochen vielfältig.

„Für mich ist ein Hotel wie ein Riesenpuzzle. Mit jeder Abteilung, die ich in meiner Ausbildung durchlaufe, wird das Puzzle Teil um Teil ergänzt. Ich lerne alle Abläufe zu verstehen und blicke hinter die Kulissen“, erzählt die 23-Jährige. „Und auch wenn ich später selbst kein Essen für die Gäste zubereiten und keine Betten machen werde, so ist es wichtig, dass ich all dies gelernt habe, um über die Gerichte, die wir unseren Gästen anbieten, Bescheid zu wissen, oder die Arbeit des Reinigungspersonals überprüfen zu können“, ergänzt die angehende Hotelfachfrau.

Faszination für die Hotellerie

Ein Porträt-Foto von Laura Orlowski

Laura Orlowski

Foto: privat

Für Laura Orlowski, die 2014 in ihrer Heimatstadt Essen Abitur gemacht hat, war durch Nebenjobs in Gaststätten und Hotels während ihrer Schulzeit und vor allem während ihres eineinhalbjährigen Aufenthalts in Australien nach dem Abitur schon früh klar, dass sie auch beruflich etwas in dieser Richtung machen möchte. „Die Hotellerie hat mich schon immer fasziniert, und durch meine Jobs habe ich gemerkt, dass ich eine Leidenschaft für die Arbeit mit Gästen habe“, berichtet sie.

Bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur informierte sich Laura Orlowski dann darüber, welche Möglichkeiten es in der Branche gibt. Der Ausbildungsberuf Hotelfachfrau mit der IHK-Zusatzqualifikation „Hotelmanagement“, die nur in Hessen und Baden-Württemberg angeboten wird, hat ihr besonders zugesagt.

In ihrer Ausbildung lernt sie unter anderem, worauf sie in einer Gastronomieküche achten muss, wie die Verwaltung in einem Hotel organisiert ist und wie man Angebote für die Gäste am besten bewirbt. Auch Warenwirtschaft, Arbeitsplanung und der richtige Einsatz von Geräten und Maschinen sind Thema.

Die Zusatzqualifikation beinhaltet beispielsweise Betriebswirtschaftslehre, Vertrags- und Handelsrecht, Mitarbeiterführung, Investition und Finanzierung sowie neben Englisch zwei zusätzliche Fremdsprachen. Deshalb hat sie gezielt nach einer solchen Ausbildungsstelle gesucht.

Arbeiten, wenn andere frei haben

Inzwischen ist Laura Orlowski im dritten Ausbildungsjahr und hat schon viele Abteilungen im 5-Sterne-Hotel durchlaufen, vom Restaurant- und Barbetrieb über den Room-Service, das Housekeeping, die Rezeption bis hin zur Buchhaltung und dem Personalwesen. „Egal wie stressig es ist, wenn man es schafft, die Gäste zufriedenzustellen, dann ist das ein sehr dankbarer Job“, findet sie.

Dass sie arbeiten muss, wenn andere Freizeit haben, stört sie nicht. Eher im Gegenteil, es habe viele Vorteile: Einkaufen oder ins Freibad gehen, wenn andere arbeiten müssen, findet sie sehr entspannend. „Außerdem haben wir einen Wunschdienstplan und ich kann auch mal vier Tage am Stück frei haben, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen. Da hier ohnehin viel Wert auf Teamwork gelegt wird, schließt man auch schnell Freundschaften über die Arbeit hinaus und umgibt sich mit Menschen, die auch im Schichtdienst arbeiten, das macht es einfacher“, erklärt Laura Orlowski.

Karriere im Ausland?

Immer zwei Wochen ist sie im Hotel zur berufspraktischen Ausbildung und dann eine Woche in der Berufsschule. Aufgrund der von ihr gewählten Zusatzqualifikation „Hotelmanagement“ hat sie dort ein recht ambitioniertes Programm zu absolvieren, daher ist auch eine sonst mögliche Ausbildungsverkürzung nicht vorgesehen. Dafür könnte sie aber, wenn sie später die Hotelfachschule besuchen möchte, um ihren Hotelmeister oder Hotelbetriebswirt zu machen, dank der Zusatzqualifikation das erste Jahr überspringen.

Nach ihrer Ausbildung möchte Laura Orlowski gerne in der Branche und auch bei der Hotelkette, bei der sie jetzt lernt, bleiben – ob im In- oder Ausland und in welchem Bereich, da ist sie offen für alles.

So kann ein Arbeitstag aussehen >>

abi>> 04.10.2018