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Der Gast im Fokus

Ein gedeckter Tisch im Restaurant
Von der Rezeption bis hin zum Service – angehende Hotelfachleute lernen während der Ausbildung alle Hotelbereiche kennen.
Foto: Martin Rehm

Hotelfachmann

Der Gast im Fokus

Sascha Geiersberg (20) lernt in seiner Ausbildung zum Hotelfachmann in einem Hotel in Brandenburg alle Bereiche des Hotelbetriebs kennen. Dadurch stehen ihm für sein späteres Berufsleben viele Türen offen.

Nach dem Abitur jobbte Sascha Geiersberg als Aushilfe in einem Hotel im brandenburgischen Neuruppin. „Ich merkte schnell, wie sehr mir der Job liegt“, erzählt der 20-Jährige. Als ihm seine Arbeitgeber schon nach kurzer Zeit einen Ausbildungsplatz anboten, überlegte er nicht lange – er nahm an. In der dualen Ausbildung arbeitet er seither immer zwei Wochen im Betrieb, gefolgt von einer Woche, in der er sich das theoretische Wissen in der Berufsschule aneignet.

Zu Beginn seiner Ausbildung lernte Sascha Geiersberg alle Bereiche des Hotels – Service, Rezeption, Küche und Housekeeping – von Grund auf kennen. Englisch, Wirtschaft, Sozialkunde und Sport begleiten ihn in der Berufsschule während der gesamten Ausbildung. Dazu erwirbt er in den berufsspezifischen Fächern die theoretischen Grundlagen zur Arbeit in der Küche, im Service oder in der Lagerwirtschaft. „Das erste Ausbildungsjahr ähnelt dem der anderen Hotelberufe sehr“, berichtet Sascha Geiersberg.

„Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe“

Ein Porträt-Foto von Sascha Geiersberg

Sascha Geiersberg

Foto: Privat

Im weiteren Ausbildungsverlauf vertiefte Sascha Geiersberg insbesondere seine Kenntnisse an der Rezeption. Er führte die Check-Ins und Check-Outs durch, nahm Reklamationen entgegen, beantwortete die Fragen der Gäste und schrieb Rechnungen. Hinzu kamen auch Aufgaben im Marketing, im Wirtschaftsbereich sowie im Personalmanagement. In der Berufsschule beschäftigte er sich parallel dazu mit den Lernfeldern Beratung und Verkauf im Restaurant, Marketing und Rechnungswesen.

Die Bereitschaft, im Schichtdienst, am Wochenende oder an Feiertagen zu arbeiten, gehört zum Beruf des Hotelfachmanns selbstverständlich dazu. Sascha Geiersberg arbeitet im Schichtdienst: entweder von 6 bis etwa 15 Uhr oder von 15 bis etwa 23 Uhr. So oder so hat er täglich viel mit Menschen zu tun. „Es kommt auch vor, dass mir ein Gast mal nicht so sympathisch ist“, sagt er. „Dann ist es wichtig, dass ich trotzdem freundlich bleibe.“ Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe sind aus diesem Grund wichtige Voraussetzungen für seine Ausbildung. Aufmerksam sein und sich flexibel an denjenigen anpassen können, der vor einem steht, sei unabdingbar. „Wer an der Rezeption arbeitet, muss mit allen Menschentypen umgehen können“, betont der angehende Hotelfachmann. Für seine tägliche Arbeit muss er sich zudem auch gut mit dem Computer auskennen und ein Gespür für Zahlen haben.

Die Ausbildung als Türöffner

Sascha Geiersberg hat nun die Hälfte des dritten Ausbildungsjahres erreicht und steht kurz vor der Abschlussprüfung. Wegen seiner guten Leistungen in der Zwischenprüfung konnte er die Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr verkürzen.

Mit dem Abschluss qualifiziert sich der 20-Jährige zum Allrounder im Hotelbetrieb. Seine Möglichkeiten will er auch ausgiebig nutzen: Um später selbst einmal Azubis ausbilden zu können, plant er, einen Lehrgang zum Ausbilder zu machen. Außerdem möchte er sich zum Barkeeper weiterbilden. Darüber hinaus möchte er auch eine Zeit lang ins Ausland: er denkt an die Schweiz, aber auch einen Auslandsaufenthalt in den USA oder die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff kann er sich vorstellen. Schon während der Ausbildung hat Sascha Geiersberg bereits je drei Wochen als Praktikant in Hotels in Frankreich sowie in der Schweiz verbracht. „Eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln“, wie er findet.

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abi>> 17.02.2016

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