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Auslandspraktikum in Südengland

Britische Flagge
Großbritannien ist ein beliebtes Ziel für Auszubildende.
Foto: Sonja Trabandt

Mit Erasmus nach Südengland

Auslandspraktikum in Südengland

Während der Ausbildung Auslandsluft schnuppern – diesen Wunsch hat sich Johann Rottmann (21) erfüllt: Über Erasmus+ organisierte sich der angehende Groß- und Außenhandelskaufmann, der bei der Kurt Pietsch GmbH in Ahaus arbeitet, ein Praktikum in Südengland. Für abi>> berichtet er von seinen Erlebnissen.

Nach dem Abitur entschied ich mich für eine dreijährige Ausbildung bei dem Großhändler für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Im ersten Ausbildungsjahr als Groß- und Außenhandelskaufmann mit der Fachrichtung Großhandel erfuhr ich von der Möglichkeit, als Auszubildender ins Ausland zu gehen. Ein Kollege hatte mir von seinen Erfahrungen mit Erasmus+ erzählt. Daraufhin wandte ich mich zunächst an meine Berufsschule, die Auslandsaufenthalte im Rahmen von Erasmus+ anbietet. Auch mein Ausbildungsbetrieb war mit meinem Vorhaben einverstanden.

Meine Sprachkenntnisse wurden von Tag zu Tag besser

Ein Porträt-Foto von Johann Rottmann

Johann Rottmann

Foto: Privat

Gegen Ende meines zweiten Ausbildungsjahres war es soweit: Im April 2015 trat ich zusammen mit vier weiteren Auszubildenden die Reise nach Plymouth im Südwesten Englands an. Das Auslandsziel stand aufgrund der Organisation, mit der unser Unternehmen zusammenarbeitet, fest. Bei den aufnehmenden Unternehmen konnten wir aber frei auswählen, was unseren Interessen am nächsten kam. Ich habe mich für die PR-Beratung entschieden, weil ich diesen Bereich sehr spannend finde. Er hat zwar fachlich nicht viel mit meinem Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns zu tun, aber die Herangehensweisen und neuen Perspektiven kann ich übergreifend einsetzen. So durfte ich meinen Chef zu Kundenterminen begleiten, Interviews führen und Artikel für die lokale Presse schreiben. Mit meinem Schulenglisch konnte ich mich gut verständigen. Meine Sprachfähigkeiten wurden dennoch von Tag zu Tag besser, weil ich ständig nur Englisch geredet habe. Einmal in der Woche besuchte ich außerdem eine Sprachschule.

Land und Leute kennen lernen

Während der vier Wochen in Plymouth lebte ich bei einem älteren Ehepaar, das regelmäßig mehrere Praktikanten aus dem Ausland bei sich aufnimmt. Entsprechend international waren auch meine Mitbewohner. Bei der Arbeit im PR-Büro fiel mir schon bald auf, dass die Engländer im Geschäftsleben offenbar lockerer miteinander umgehen als in Deutschland: Wir haben uns mit Kunden schon mal in einem Café getroffen statt immer nur im Büro. Außerdem hatte ich das Glück, dass mein Chef mich nach den Außenterminen immer mal wieder auf Ausflüge mitnahm und mir die Umgebung zeigte.

Durch meinen Auslandsaufenthalt bin ich auf jeden Fall offener geworden. Ich konnte mich in verschiedenen Situationen beweisen, auch wenn ich nicht immer auf Anhieb alles verstanden habe. Nun bin ich im dritten Ausbildungsjahr und stelle immer wieder fest, dass mir mein Auslandsaufenthalt auch hier in Deutschland zugutekommt. Mein Tipp für andere Azubis: Wer die Gelegenheit hat, ins Ausland zu gehen, sollte sie auf jeden Fall nutzen. Die Erfahrungen, die ich dort gemacht habe, sind sehr wertvoll – sowohl beruflich als auch persönlich.

abi>> 07.12.2015