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Ein Fotoprojekt in England

Straße vor einem eingezäunten alten Gebäude in England
Während ihres Aufenthalt in Englands befasste sich Nora Börding mit der fotografischen Umsetzung eines Projekts über die Zukunft von Plymouth. Dabei entstand unter anderem diese Aufnahme.
Foto: Nora Börding

Fotodesignerin in England

Ein Fotoprojekt in England

Nora Börding macht eine schulische Ausbildung zur Fotodesignerin. Im zweiten Lehrjahr konnte die 23-Jährige dank Unterstützung des Programms Erasmus+ einen einmonatigen Auslandaufenthalt in England einlegen.

Ich war schon häufig im Ausland, so war ich beispielsweise in der elften Klasse in Frankreich und bin nach dem Abitur 2014 mehr als zehn Monate durch Asien gereist. Seit September 2016 mache ich nun eine vollschulische Ausbildung zur Fotodesignerin in Berlin. Im vergangenen Jahr wurde an meiner Schule die Zusammenarbeit mit einem Partner-College im englischen Plymouth gestartet – das hat mich interessiert. Ich fand es spannend, eine andere Schule kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Das Konzept des Austauschprogramms wurde meiner Klasse vorgestellt: Wer teilnehmen wollte, konnte sich mit einem Fotoprojekt um einen der zwei Plätze bewerben. Wir mussten dafür eine Strecke mit Landschaftsbildern einreichen. Ich habe mich für einige Fotos von meinen Reisen in Asien entschieden – und wurde gemeinsam mit meiner Mitschülerin Paulina Hildesheim ausgewählt.

Finanzielle Unterstützung dank Erasmus+

Ein Porträt-Foto von Nora Börding

Nora Börding

Foto: privat

Anschließend habe ich mich beim Erasmus+-Programm beworben. Hierfür musste ich zum Beispiel erklären, warum ich ins Ausland möchte und was ich mir davon erwarte. Relativ bald erhielt ich dann die Zusage und damit auch finanzielle Hilfe: Es gab eine Anreisepauschale und für die Zeit im Ausland dann je nach Land einen bestimmten Tagessatz. In meinem Fall waren das insgesamt 1.080 Euro, womit ich zurechtgekommen bin.

Um die Unterkunft in Plymouth musste ich mich selbst kümmern. Da war es von Vorteil, dass ich nicht alleine war. Zu viert haben wir uns eine Unterkunft gesucht, die unser Erasmus+-Budget nicht sprengte.

Ende Januar war es dann soweit – wir sind nach England geflogen. Dort an der Schule war eine Lehrerin Ansprechpartnerin für all unsere Fragen, was sehr hilfreich war.

Herausforderungen erfolgreich gemeistert

Zusammen mit vier britischen Schülern haben wir eine Projektaufgabe bearbeitet. Die Aufgabenstellung lautete: Macht euch Gedanken über die Zukunft von Plymouth. Wie wir das umsetzten, lag bei uns. Paulina und ich waren für die fotografische Realisierung zuständig. Zuerst beschäftigten wir uns mit der Stadt an sich: Welche Probleme gibt es? Wie zufrieden sind die Menschen? Wir haben zum Beispiel Fischer bei ihrer Arbeit begleitet, Baustellen und Straßenviertel dokumentiert und Bewohner der Stadt porträtiert. So wollten wir die verschiedenen Aspekte von Plymouth zeigen.

Der Monat im Ausland hat mir in vielerlei Hinsicht etwas gebracht: Ich musste Menschen, die ich fotografieren wollte, in einer fremden Sprache ansprechen. Das war zuerst eine Hürde, hat mir aber zunehmend mehr Selbstbewusstsein gegeben. Hinzu kam, dass ich sonst eher alleine fotografiere. Dieses Mal aber habe ich mit Paulina zusammengearbeitet; das war eine neue, gute Erfahrung. Außerdem habe ich gelernt, ein Projekt innerhalb von drei Wochen zu planen, umzusetzen und fertigzustellen: Am Ende unseres Aufenthalts stellten wir unsere Bilder aus. Wir hatten es geschafft – das war ein tolles Gefühl.

abi>> 19.06.2018