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Fachlichkeit mit Herz

Sozialarbeiter im Gespräch
Herzlichkeit, Humor und Spaß am menschlichen Miteinander: Personalverantwortliche haben konkrete Anforderungen an Absolventen.
Foto: Swen Reichhold

Sozialarbeiter/Sozialpädagogen – Personalerstatements

Fachlichkeit mit Herz

Lust auf den Umgang mit Menschen – das sollte wohl jeder Sozialpädagoge und Sozialarbeiter mitbringen. Was Personalverantwortliche von Bewerbern sonst noch erwarten, verraten sie abi>>.

Dr. Alexander Dietrich, Personal- und Organisationsreferent der Landeshauptstadt München

Ein Porträt-Foto von Dr. Alexander Dietrich

Dr. Alexander Dietrich

Foto: privat

Der klassische Einstieg von Sozialpädagogen und Sozialarbeitern ist bei uns die Bezirkssozialarbeit. Unser Bedarf ist sehr hoch und daher schreiben wir mehrmals im Jahr Stellen aus. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen keine Berufserfahrung mitbringen, denn wir haben zur Einarbeitung ein Berufseinsteigerprogramm, das gut auf die Arbeit in den Münchner Sozialbürgerhäusern vorbereitet.

Da wir wegen des schnellen Wachstums der Stadt auch in Zukunft einen hohen Bedarf an qualifiziertem Personal in diesem Bereich erwarten, wollen wir künftig selbst ein duales Studium anbieten. Zusätzlich zur externen Personalgewinnung planen wir daher, ab Herbst 2019 unser Ausbildungs- und Studienkonzept um den Studiengang „Soziale Arbeit“ zu erweitern. Dieses kombiniert ein theoretisches Studium mit praktischen Einsätzen in verschiedenen städtischen Dienststellen. Überwiegend im Sozialreferat, aber auch im Referat für Gesundheit und Umwelt oder im Referat für Bildung und Sport. Daneben erhalten sämtliche Studierende eine monatliche Unterhaltsbeihilfe, die Fahrkosten werden ihnen erstattet und die Studiengebühren von der Landeshauptstadt München getragen. Die Bewerbungsphase für diesen Studiengang beginnt voraussichtlich im Herbst 2018. Wenn uns der Stadtrat im Juli 2017 grünes Licht gibt, starten wir mit 15 bis 20 Studierenden pro Jahr.

Olaf Forkel, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Rummelsberger Jugendhilfe

Ein Porträt-Foto von Olaf Forkel

Olaf Forkel

Foto: privat

Die tägliche pädagogische Arbeit in den Aufgabenbereichen der Rummelsberger Dienste ist so unterschiedlich wie spannend. Wir brauchen Mitarbeiter mit einer fundierten Ausbildung, die Lust haben, sich den jungen Menschen zu stellen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen. Lust auf die Herausforderungen und die Haltung, jedes der Kinder sowie jeden Jugendlichen oder jungen Erwachsenen so anzunehmen, wie er zu uns kommt. Das ist für uns das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Bewerbers mit einem Abschluss in Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik. Wertschätzung und Respekt vor der Biografie und Lebensrealität des Gegenübers sind ebenfalls wichtig. Diese hohen Anforderungen sowie die individuelle Verantwortung gegenüber den Heranwachsenden sind Grundlage für jeden Dialog. Natürlich brauchen wir auch eine hohe Fachlichkeit, pädagogische Handlungsfähigkeit und nicht zuletzt ein fundiertes Wissen über die verschiedenen rechtlichen Grundlagen unserer Arbeit.

Und noch eins: Wer keinen Humor hat, wer nicht über sich selbst lachen kann, der hat es in der Sozialen Arbeit echt schwer. Das gilt in allen Einrichtungen – von der Kita über die ambulanten Dienste, von teilstationären bis zu den Intensivbetreuungsangeboten.

Dr. Alexander Skiba, Vorstandsmitglied der Stiftung Ecksberg (Arbeit und Betreuung für Menschen mit Behinderung)

Da die Studiengänge Soziale Arbeit und Sozialpädagogik doch sehr allgemein gehalten sind, achten wir darauf, dass Absolventen nicht als Neulinge in einem Bereich anfangen, sondern bereits erste Erfahrungen in der Arbeit mit behinderten Menschen mitbringen. Das können Praktika sein oder auch Schwerpunkte, die im Studium gesetzt wurden.

Bei Bewerbern, die in der direkten Betreuungsarbeit tätig werden möchten, ist uns neben der Fachlichkeit die Herzlichkeit ein ganz wichtiges Anliegen. Das haben wir auch in unserem Leitbild verankert.
Mit Blick auf den Studienabschluss ist in der direkten Betreuung, auch als Gruppenleiter oder -leiterin, ein Bachelorabschluss ausreichend. Wenn es aber in die Bereichsleitung geht, ist ein Master oder vergleichbarer Abschluss erwünscht.

abi>> 19.06.2017