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„Enorm viele Chancen“

Junger Mann sitzt am Schreibtisch und arbeitet am Computer.
Die Möglichkeiten im Bereich Agrar- und Forstwirtschaft sind vielfältig und reichen von der Arbeit als Landwirt bis hin zum Bürojob im öffentlichen Dienst.
Foto: Julien Fertl

Interview

„Enorm viele Chancen“

Für Absolventen „grüner“ Studiengänge gibt es jede Menge attraktive Arbeitsstellen. Markus Ebel-Waldmann, Präsident des VDL (Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt), erläutert im abi>> Interview die Karrierechancen.

abi>> Herr Ebel-Waldmann, welche Berufsfelder sind in der „grünen Branche“ gefragt?

Markus Ebel-Waldmann: Im öffentlichen Dienst gibt es überall Stellen: bei den Kommunen, den Landkreisen, den Landesministerien und -betrieben, bis hin zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Ein Berufsfeld ist ganz weit vorne, und zwar die Beratung. Es gibt den Bereich der Offizialberatung, also der staatlichen Beratung sowie bei einem privaten Unternehmen oder einer Genossenschaft. Hier haben Berufsanfänger enorm viele Chancen.

abi>> Es gibt also Jobs entlang der gesamten Wertschöpfungskette?

Markus Ebel-Waldmann: Richtig. Es gibt den klassischen Agrarhandel, genossenschaftlich oder privat. Und Landmaschinenhersteller, die international tätig sind. Man kann in die Produktion oder Planung der Maschinen gehen, insbesondere aber auch in den Vertrieb der Technik. Dort werden händeringend Leute gesucht.

abi>> Ist es ratsam, einen Master zu machen?

Markus Ebel-Waldmann: Die Chancen, einen Job zu bekommen, sind für Bachelor-Absolventen nicht schlechter als für solche mit Master. Aber die Gehaltsstufen unterscheiden sich: Bei den Jahresgehältern sehen wir einen Unterschied von 5.000 bis 10.000 Euro. Viele Berufseinsteiger finden erst nach und nach ihren Schwerpunkt oder entwickeln ein Interesse an einem Feld, das sie gern vertiefen wollen. Immer mehr absolvieren dann noch berufsbegleitend einen Master und werden dabei von ihrem Arbeitgeber im Rahmen von Entwicklungsprogrammen unterstützt.

abi>> Welche Fähigkeiten, Interessen und Soft Skills sind gefragt?

Markus Ebel-Waldmann: Egal in welchem Bereich: Die Soft Skills sind ebenso wichtig wie die fachliche Kompetenz. Ob im Vertrieb, in der Produktion, Planung oder Steuerung: Es zählen Kommunikationsfähigkeit und lösungsorientiertes Arbeiten. Zudem hilft es, Organisationstalent zu besitzen und komplexe Sachverhalte einfach darstellen zu können.

abi>> 06.04.2017

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