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Berufe mit Spannung

Junger Mann kalibriert einen Fernseher
Im Zeitalter der Digitalisierung wird der Beruf des Elektroingenieurs immer wichtiger und bietet viele Berufsperspektiven.
Foto: Ria Kipfmüller

Elektroingenieure

Berufe mit Spannung

Elektroingenieure sind vielseitig einsetzbar – und gefragt. Ein Grund dafür ist die zunehmende Digitalisierung in den Unternehmen.

„Ich plane und überwache Projekte für öffentliche Auftraggeber sowie Unternehmen“ – mit diesen Worten beschreibt Benedikt Schwarz seine Arbeit. Der 30-Jährige hat an der Fachhochschule Dortmund Elektrotechnik mit der Vertiefung Gebäudesystemtechnik studiert. „Für meine Bachelorarbeit habe ich damals ein Ingenieurbüro gesucht und bin bei der ISW Ingenieurgesellschaft Schmidt & Willmes im münsterländischen Borken gelandet“, berichtet der Ingenieur. Seit 2010 ist er bei dem Unternehmen als Planer für Elektrotechnik angestellt.

Ein Porträt-Foto von Benedikt Schwarz

Benedikt Schwarz

Foto: Benedikt Schwarz

Bei Benedikt Schwarz‘ Projekten geht es stets um Elektrotechnik – von der Telefonanlage über die EDV bis hin zu Serverräumen und technischen Möbeln. „Als Ingenieurbüro nehmen wir den Kunden die Planungsarbeit für ihre Gebäude ab: Wir schreiben die jeweiligen Aufträge europaweit aus, koordinieren die Dienstleister und kontrollieren die Kosten sowie die Arbeit auf der Baustelle.“ Benedikt Schwarz stimmt sich dabei mit Architekten, Versorgungstechnikern und Elektrotechnikern ab. Je nach Projektphase ist er öfter im Büro oder häufiger auf der Baustelle unterwegs. „Bei der täglichen Arbeit lerne ich stetig dazu: Projektmanagement, Kostenkontrolle, juristische Fragen zum Baurecht – alles kann man gar nicht an der Hochschule erfahren“, meint der Elektroingenieur. Er findet, dass der Einstieg in das Ingenieurbüro ein guter Start ins Berufsleben war. „Denn jedes Projekt ist anders, man muss sich immer wieder neu reindenken und erweitert seinen Horizont.“

„Beste Berufschancen“

Mehr als 27.000 Studierende haben laut Statistischem Bundesamt im Wintersemester 2014/2015 ein Studium der Elektrotechnik aufgenommen, über 11.000 verließen 2014 die Hochschulen mit einem Abschluss. „Damit können wir gerade mal die Lücken füllen, die durch die Elektrotechniker entstehen, die in Rente gehen“, erklärt Michael Schanz, Arbeitsmarktexperte beim Verband der Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik e.V. (VDE). Das Wirtschaftswachstum insgesamt und der Strukturwandel hin zu einer wissens- und technikintensiven Gesellschaft führen dazu, dass in nächster Zeit immer mehr Elektroingenieure benötigt werden. „Um den zusätzlichen Bedarf von rund 10.000 Elektroingenieuren jährlich zu decken, rekrutieren wir derzeit weitere Absolventen aus den Nachbarländern und Südeuropa“, erläutert der Verbandssprecher. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung von Industrie, Arbeitswelt, Verkehr und Stromnetzen wird dieser hohe jährliche Bedarf auch in den nächsten zehn Jahren bestehen bleiben, so das Ergebnis einer Berechnung des VDE in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln. „Jeder, der Elektrotechnk studiert, hat derzeit beste Berufschancen“, betont Michael Schanz.

Auch die Bundesagentur für Arbeit stellt fest: „Die Arbeitsmarktsituation für Experten der Elektrotechnik ist gut. Arbeitslosigkeit spielt kaum eine Rolle: Die Arbeitslosenquote in den letzten Jahren ist durchweg geringer als drei Prozent – das bedeutet, es herrscht Vollbeschäftigung. Die Zahl der gemeldeten Stellen ist 2015 leicht gestiegen und befindet sich auf einem guten Niveau“, berichtet Arbeitsmarktexperte Ralf Beckmann.

„Berufsfeld ist merklich gewachsen“

Nach Angaben des Mikrozensus waren 2015 in Deutschland rund 159.000 Experten in der Mechatronik, der Energie- und der Elektrotechnik tätig. Das waren 3.000 weniger als im Vorjahr. Darüber hinaus können Elektroingenieure auch in anderen Berufsfeldern arbeiten, etwa im Management, in der Planung, als IT-Experten oder in der Forschung und Entwicklung. In den vergangenen Jahren war eine zunehmende Verlagerung von der Elektrotechnik hin zur (Technischen) Informatik auszumachen. „Insgesamt ist das Berufsfeld Informatik/Informations- und Elektrotechnik auf jeden Fall merklich gewachsen“, weiß Ralf Beckmann.

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk der Bundesagentur für Arbeit für Berufe mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort: Elektroingenieur/-in).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET

Datenbank für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit (Suchworte: Elektroingenieur/-in).
www.kursnet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE)

Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel. 069 6308-0
www.vde.com

ZVEI Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

Lyoner Straße 9
60528 Frankfurt am Main
Tel. 069 6302-0
www.zvei.org

Verein Deutscher Ingenieure (VDI)

Interessenvertreter der im Verein organisierten Ingenieure und Naturwissenschaftler
www.vdi.de

Zentralverband Deutscher Ingenieure e.V. – ZDI

Der ZDI vertritt die berufsständischen und wirtschaftlichen Interessen von Ingenieuren in Deutschland.
www.zdi-ingenieure.de

Jobbbörse für (Elektro-)Ingenieure

www.ingenieurkarriere.de

Bundesverband der Schülerlabore

Übersicht über Schülerlabore, in denen Schülerinnen und Schüler selbstständig experimentieren können
www.lernortlabor.de

abi>> Infomappen

Willst du wissen, welche Studienberufe es in diesem Bereich gibt? Dann schau mal in die abi>> Infomappe 3 „Elektrotechnik“ in deinem Berufsinformationszentrum (BiZ). Den Online-Katalog zur Auswahl interessanter Mappen gibt es unter
www.biz-medien.de/abi

abi>> 21.11.2016

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