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Designer sind überall gefragt

Die Grafikdesignerin entwirf Logos am Computer und macht Illustrationen mit Stiften und Aquarell.
Designer müssen nicht nur kreativ und innovativ arbeiten können, sie müssen auch kritikfähig sein.
Foto: Jens Oellermann

Designer

Designer sind überall gefragt

Der Beruf des Designers liegt im Trend: Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein entsprechendes Studium oder eine duale Ausbildung. Das dort erworbene Know-how ist in vielen Branchen gefragt.

Welches Foto könnte zu einem Artikel passen, in dem es um das Thema „Gesunde Haare im Winter“ geht? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Franziska Cruccolini in ihrem Beruf. Die 33-Jährige hat an der Fachhochschule Dortmund Fotodesign studiert und ist Senior Photo Editor bei der Content Marketing Agentur C3 in München. Als Bildredakteurin ist es ihre Aufgabe, in Absprache mit Grafikabteilung, Art Direktion und Textredakteuren Fotos und Illustrationen für Kunden- und Mitarbeitermagazine zu recherchieren. Dafür durchforstet sie Bilddatenbanken von Fotoagenturen und beauftragt und brieft Fotografen sowie Illustratoren.

Vielfältige Designwirtschaft

Ein Porträt-Foto von Franziska Cruccolini

Franziska Cruccolini

Foto: Privat

„Ideen, Modelle und Konzepte der Designwirtschaft werden in nahezu allen Wirtschaftsbranchen nachgefragt – von der Industrie über die Modebranche bis zur Werbung“, erklärt die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung auf ihrer Website. Entsprechend vielfältig sind die Akteure der Branche. Zu ihnen zählen Büros für Industrie-, Produkt-, Mode-, Grafik- und Kommunikationsdesign, Interior Design und Raumgestaltung, Werbegestaltung, Schmuckherstellung und selbstständige Fotografen.

Ein Teilbereich ist das Industrie- und Produktdesign. Wobei der Verband Deutscher Industrie Designer (VDID) ausschließlich von Industriedesign spricht, „um eine Verwechslung von studierten Designern und dual ausgebildeten Technischen Produktdesignern zu vermeiden“, wie Präsident Stefan Eckstein erklärt.

Beschäftigung zuletzt gestiegen

Ein Porträt-Foto von Stefan Eckstein

Stefan Eckstein

Foto: Privat

Den Arbeitsmarkt schätzt der Verbandssprecher aufgrund der guten Wirtschaftslage als „sehr positiv“ ein: „Industriedesigner sind in vielen Bereichen gefragt.“ Allerdings sei es nicht einfach, als Designer zu arbeiten. „Die Ansprüche werden immer höher. Man muss kritikfähig, selbstsicher und stets innovativ sein“, betont Stefan Eckstein. Aufgabe des Industriedesigners sei es, den Dingen Sinn zu geben, sie effizient und verständlich zu machen und dabei ökonomische, soziale und ökologische Aspekte miteinzubeziehen.

Für 2013 wies der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts 11.600 Erwerbstätige im Bereich Produkt- und Industriedesign aus. Darin enthalten waren die Selbstständigen. „Die Beschäftigung ist hier im Vergleich zum vorhergehenden Jahr gestiegen“, so Susanne Lindner, Arbeitsmarktexpertin der Bundesagentur für Arbeit. Gleiches gilt für die Berufe im Grafik-, Kommunikations- und Fotodesign. In diesem Bereich gab es laut Mikrozensus 35.600 Erwerbstätige im Jahr 2013.

Claudia Siebenweiber, Präsidentin des Berufsverbands der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG), bezeichnet den Arbeitsmarkt für Kommunikationsdesigner als „sehr voll“ und verweist auf die hohen Absolventenzahlen. Laut Statistischem Bundesamt sind diese im Bereich Grafikdesign und Kommunikationsgestaltung von 2.417 im Jahr 2008 auf 3.349 im Jahr 2014 gestiegen. Dies sei laut der Verbandssprecherin sicher ein Grund dafür, dass die Einstiegsgehälter meist geringer ausfielen als bei anderen Akademikern.

Ein zukunftsträchtiger Beruf

Ein Porträt-Foto von Claudia Siebenweiber

Claudia Siebenweiber

Foto: Dorothee Elfring

Gleichzeitig macht Claudia Siebenweiber Mut: „Es werden immer mehr Designer gebraucht und es ist ein spannender und zukunftsträchtiger Beruf.“ Kommunikationsdesigner, die sie als „visuelle Unternehmensberater“ bezeichnet, finden beispielsweise in der Wirtschaft, in der Politik oder bei Non-Profit-Organisationen eine Beschäftigung. Wie Designer aus anderen Disziplinen können sie in Agenturen, bei Unternehmen oder mittlerweile auch in Designabteilungen von Unternehmensberatungen arbeiten.

Eine weitere Möglichkeit ist der Weg in die Selbstständigkeit (siehe auch das Porträt „Partner für die visuelle Kommunikation“). „Voraussetzung für diesen Schritt ist die Fähigkeit, unternehmerisch Denken und Handeln zu können“, sagt Stefan Eckstein vom VDID. Auch Claudia Siebenweiber betont die Wichtigkeit einer berufswirtschaftlichen Ausbildung, die leider nicht immer Teil des Studiums sei. Gleichzeitig sei es eine Frage der eigenen Persönlichkeit: „Ich muss mich fragen, wie viel Sicherheit ich brauche und ob ich lieber in vorgegebenen Strukturen festangestellt arbeite oder mir meine eigene Struktur schaffen will.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Design)
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Design)
www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Portal für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du insbesondere nach schulischen Berufsausbildungen suchen. (Suchwort: Design)
www.kursnet.arbeitsagentur.de

Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu steigern und die Erwerbschancen innovativer kleiner Kulturbetriebe sowie freischaffender Künstlerinnen und Künstler zu verbessern, hat die Bundesregierung 2007 die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft gestartet.
www.kultur-kreativ-wirtschaft.de

Verband Deutscher Industrie Designer (VDID)

Der VDID ist die Vereinigung und Vertretung qualifiziert ausgebildeter und professionell arbeitender Industriedesigner/innen in Deutschland.
www.vdid.de

Berufsverband der Kommunikationsdesigner (BDG)

Der BDG, 1919 als „Bund der Deutschen Gebrauchsgraphiker“ gegründet, vertritt die Interessen aller Kommunikationsdesigner in den unterschiedlichen Formen der Berufsausübung.
http://bdg-designer.de

Deutscher Designertag

Der Deutsche Designertag ist der Dachverband deutscher Design-Verbände.
www.designertag.de

abi>> 13.01.2016

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