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Welche Schularten gibt es?

Junge Lehrerin an der Tafel
Alle Schularten haben ein gemeinsames Ziel: Bildung vermitteln!
Foto: Ria Kipfmüller

Übersicht Einsatzorte

Welche Schularten gibt es?

Jeder von uns ist in eine Grundschule gegangen – mindestens vier Jahre lang. Danach trennen sich die Wege von Klassenkameraden oft. Je nach Bundesland ist die Schullandschaft zudem unterschiedlich. abi>> gibt einen groben Überblick über die wichtigsten Schulformen.

Die Basis allen Wissens: Grundschule

Die Grundschule vermittelt Kindern eine Bildungsgrundlage. Los geht’s im Alter von sechs Jahren. Vier beziehungsweise sechs Jahre heißt es Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Fächer wie Musik, Sport und Werken vermitteln darüber hinaus psychomotorische Fähigkeiten. Die ersten beiden Schuljahre werden meist von einem Klassenlehrer begleitet, der den gesamten Unterricht hält. Dabei gilt es, alle Schüler gleichermaßen zu fördern. Im Zuge der Inklusion sind auch mehr und mehr behinderte Kinder dabei. Das Einstiegsgehalt für einen Grundschullehrer variiert von Bundesland zu Bundesland und liegt in der Regel zwischen 2.900 und 4.200 Euro brutto.

Die Praxis im Fokus: Hauptschule/Mittelschule

Die Hauptschule beziehungsweise Mittelschule (in Bayern) vermittelt Wissen und Fähigkeiten als Grundlage für eine Berufsausbildung. Die Schüler sind in der Regel zwischen zehn und 16 Jahre alt. Hauptschulen gibt es nur noch in sechs Bundesländern als eigenständige Schulform: in NRW, Niedersachsen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen und Berlin. Die Einstiegsgehälter für Lehrer orientieren sich je nach Bundesland an den Gehältern für Grundschullehrer.

Theorie & Praxis vereint: Realschule

Realschulen sind weiterführende Schulen. Sie decken die Schulklassen fünf beziehungswiese sieben bis zehn ab. Ihr Fokus liegt auf allgemeinbildendem Wissen, das Theorie und Praxis verbindet. Ab der sechsten Klasse kann meist eine zweite Fremdsprache gewählt werden. In vielen Bundesländern wurde die Realschule beispielsweise durch Gesamtschulen ersetzt. Die Einstiegsgehälter orientieren sich je nach Bundesland an den Gehältern für Grundschul- oder Gymnasiallehrer.

Bereit fürs Studium: Gymnasium

Das Gymnasium beginnt in den meisten Ländern mit Klasse fünf, in Berlin und Brandenburg in der sechsten Klasse. Bildungsziel ist die Hochschulreife – mittlerweile in fast allen Ländern mit Abschluss der zwölften Klasse (außer in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein). Gymnasiallehrer der Oberstufe (ab Klasse elf) müssen tief in Fachthemen eintauchen. Einige Schüler sind in der letzten Klasse bereits volljährig. Das Einstiegsgehalt liegt in der Regel zwischen etwa 3.200 und 4.700 Euro brutto.

Fürs Leben lernen: Förderschulen

An Förder- oder auch Sonderschulen werden Kinder und Jugendliche mit verminderten Bildungs-, Entwicklungs- oder Lernmöglichkeiten unterrichtet. Der Unterricht ist speziell auf die jeweilige Beeinträchtigung zugeschnitten. Im Zentrum steht die Förderung und Heranführung an ein selbstbestimmtes Leben. Neben allgemeinbildenden Förderschulen gibt es auch berufsbildende Schulen mit einem sonderpädagogischen Schwerpunkt, deshalb reicht die Altersspanne der Schüler von sechs bis 18 Jahren. Die Einstiegsgehälter orientieren sich an den Gehältern für Gymnasiallehrer.

Chancen für alle: Gesamtschule

Die Gesamtschule können Kinder nach der Grundschule besuchen. Sie ist in einigen Bundesländern eine Alternative zu den traditionellen drei weiterführenden Schulen. Auf ihr können alle Schulabschlüsse erworben werden. In den meisten Gesamtschulen werden die Schüler je nach Leistung in verschiedene Kurslevel aufgeteilt. In wenigen Gesamtschulen folgen die Zweige Hauptschul-, Realschul- und Gymnasium aufeinander. Die Einstiegsgehälter orientieren sich je nach Bundesland an Gehältern für Grundschul- oder Gymnasiallehrer.

Fit für den Beruf: Berufsbildende Schulen

Berufsbildende Schulen decken nicht nur den schulischen Teil einer dualen Ausbildung ab. Hier werden auch vorbereitende Qualifikationen und allgemeinbildende Schulabschlüsse angestrebt. Die Schülerschaft setzt sich aus Jugendlichen und Erwachsenen ab 15 Jahren zusammen. Neben ausbildungsspezifischen Fächern werden auch allgemeinbildende Fächer unterrichtet. An Berufsbildenden Schulen arbeiten auch viele Fachlehrer. Sie benötigen nicht zwangsläufig ein abgeschlossenes Studium. Eine qualifizierte Berufsausbildung und eine pädagogische Ergänzung können ausreichend sein. Einstiegsgehälter orientieren sich an Gehältern für Gymnasiallehrer.

abi>> 30.06.2015