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„Leidenschaft für Zahlen“

Detail: Mathematikstudent rechnet mit Gruppen an der Tafel
Neben einer hohen Zahlenaffinität legen die Arbeitgeber in der Mathematikbranche auch Wert auf gute Sprachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten.
Foto: Axel Jusseit

Mathematiker – Personalerstatements

„Leidenschaft für Zahlen“

Was erwarten Arbeitgeber von Bewerbern mit Mathematik-Abschluss? abi>> hat bei Personalverantwortlichen nachgefragt.

Mirja Telzerow, Director HR & Operations, Unternehmensberatung A. T. Kearney Central Europe:

Ein Porträt-Foto von Mirja Telzerow

Mirja Telzerow

Foto: privat

Mathematiker beherrschen den Umgang mit komplexen Analysen perfekt und haben ein sehr gutes Verständnis für Zahlen. Diese Fähigkeiten sind entscheidend in unseren Beratungsprojekten und für den Erfolg unserer Teams. Wenn sie zusätzlich im Rahmen ihres Studiums erste betriebswirtschaftliche Kenntnisse erworben haben oder in einem Praktikum oder Industrieprojekt Einblicke in das Management eines Unternehmens gewinnen konnten, dann bringen Mathematiker sehr gute Voraussetzungen für einen Einstieg bei A.T. Kearney mit. Doch auch ohne einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund unterstützen wir Mathematiker mit unseren Trainings „on the job“ und „off the job“, den Einstieg in die Beratungswelt zu meistern. Bewerber sollten über ein Universitätsstudium mit einem Bachelor-, Master- oder Diplomabschluss mit ausgezeichneten Noten verfügen. Praktika in der Beratung und/oder der Industrie und Auslandsaufenthalte während des Studiums oder eines Praktikums sowie sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse runden das Profil ab.

Karsten Löffler, Recruiting & Personalmarketing, Gothaer Finanzholding AG:

Ein Porträt-Foto von Karsten Löffler

Karsten Löffler

Foto: Gothaer Finanzholding AG

Bei der Gothaer ist es uns, gerade in der Mathematik, ein großes Anliegen, dass unsere Mitarbeiter echte Leidenschaft für Zahlen mitbringen. Dies schlägt sich auch in einem guten Studienabschluss und idealerweise erster einschlägiger Berufserfahrung in relevanten Praktika nieder. In der Versicherung ist es in allen Tätigkeitsbereichen mit mathematischem Bezug wichtig, komplexe Sachverhalte des realen Lebens in die Mathematik „übersetzen“ zu können und einen guten Überblick über Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen zu haben. Zudem legen wir viel Wert auf kommunikative Kompetenz, da immer wieder ein regelmäßiger Austausch und eine gute Zusammenarbeit mit den vielfältigen Schnittstellenbereichen im Konzern gefragt sind. Für Mathematiker gibt es bei uns vielfältige Einstiegsmöglichkeiten, unter anderem im Risiko- oder Asset-Management, in der Versicherungsmathematik, zum Beispiel als Aktuar, oder – je nach Schwerpunkt – auch in der IT.

Inga-Kerstin Brinkmann, Personalexpertin, DZ Bank Frankfurt am Main:

Ein Porträt-Foto von Inga-Kerstin Brinkmann

Inga-Kerstin Brinkmann

Foto: privat

Mathematiker arbeiten bei uns vor allem im Konzern-Risikocontrolling, wo sie sich unter anderem mit Marktpreis-, Liquiditäts- oder Kreditrisiken beschäftigen. Sie entwickeln Modelle für das Risikomanagement und setzen diese in der Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken ein. Ein Studienabschluss in Mathematik – vorrangig als Master – reicht allerdings nicht aus, um als Absolvent bei einer Bank einzusteigen. Man sollte seinen Schwerpunkt auf Finanzmathematik gelegt haben und wissen, wie eine Bank funktioniert. Aus diesem Grund stellen wir gern Wirtschaftsmathematiker ein, die gelernt haben, ihr Wissen in die Praxis umzusetzen. Praktika bei einer Bank oder in einer Unternehmensberatung, die sich mit finanzmathematischen Modellen beschäftigt, sind von Vorteil. Hinzu kommen Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und die Fähigkeit, komplexe Themen einfach zu erläutern.

abi>> 13.11.2017