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Gute Noten entscheidend?

Eine Frau sitzt an einem großen Schreibtisch, vor sich liegen viele Ordner und sie blättert in einem Ordner.
Worauf kommt es Personalern in der Juristerei an? abi» hat nachgefragt.
Foto: Isabella Fischer

Juristen – Personalerstatements

Gute Noten entscheidend?

Was erwarten Arbeitgeber von Juristen? abi>> hat bei Personalverantwortlichen nachgehakt.

Hedwig Kaschube, Leiterin Personalreferat bei der Bundesnetzagentur

Ein Porträt-Foto von Hedwig Kaschube

Hedwig Kaschube

Foto: Bundesagentur für Arbeit

Wir beschäftigen Juristen zum einen im Justiziariat, das die Bundesnetzagentur vor Gericht vertritt, zum anderen in fast allen Organisationseinheiten, wo sie zum Beispiel Regulierungsfragen oder Fragen zum Netzausbau bearbeiten. In der Mehrzahl stellen wir Volljuristen ein, also Juristen mit dem zweiten Staatsexamen, da diese breiter einsetzbar sind. In den Organisationseinheiten arbeiten aber auch Bachelor- und Masterabsolventen. Unsere Mitarbeiter können im Laufe der Jahre die Bereiche wechseln, daher legen wir bei allen die gleichen Auswahlkriterien an: Sie müssen teamfähig und offen dafür sein, interdisziplinär zu arbeiten. Sehr gute Noten spielen bei uns weniger eine Rolle, aber die beiden Staatsexamen müssen mit mindestens einem Befriedigend abgeschlossen sein. Wir trauen auch jungen Menschen schon verantwortungsvolle Aufgaben zu.

Thorsten Ashoff, Europa-Personalchef bei der internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells

Ein Porträt-Foto von Thorsten Ashoff

Thorsten Ashoff

Foto: Corporate Communications

Wir beraten in allen Bereichen des Wirtschaftsrechts und suchen für alle Praxisgruppen nach geeigneten Kandidaten. Wir stellen vornehmlich Anwälte ein, die ihr Jurastudium mit zwei Prädikatsexamen abgeschlossen haben (siehe Hintergrund „Alles, was Recht ist“) und außerdem fließend Englisch sprechen. Gern gesehen sind ein LL.M.-Abschluss (Anm. d. Red.: ein Postgraduiertenabschluss, der meist an Hochschulen in englischsprachigen Ländern erworben wird) oder eine Promotion sowie weitere Fremdsprachenkenntnisse. Nur wenige Bewerber erfüllen diese Kriterien – zugleich konkurrieren wir mit anderen internationalen Kanzleien, Unternehmen und der Justiz um die besten Talente. Unsere Anwälte arbeiten vom ersten Tag mit Kollegen an spannenden Mandaten für weltweit tätige Unternehmen mit. Viele werden nach wenigen Jahren zum sogenannten Senior Associate und später zum Counsel befördert. Besonders leistungsbereiten Anwälten winkt die Aufnahme in die internationale Partnerschaft.

Maximilian Löchter, Pressereferent bei der Stadt Dortmund

Ein Porträt-Foto von Maximilian Löchter

Maximilian Löchter

Foto: Stadt Dortmund

Bei Bewerbern mit Jurastudium sind uns vor allem gute Abschlussnoten wichtig. Die Juristen sollten sich bereits mit dem Öffentlichen Recht beschäftigt haben, teamfähig sein und Durchsetzungsvermögen mitbringen. Voraussetzung für eine Einstellung als Jurist bei der Stadt Dortmund ist das zweite Staatsexamen. Einsteiger können im Laufe der Jahre bis in den höheren Verwaltungsdienst bis zur Position des Dezernenten oder der Dezernentin aufsteigen, eine Art Abteilungsleiter. 

abi>> 02.03.2018