Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Karrierechancen für App-Begeisterte

App-Icons verschiedener sozialer Netzwerke.
Alles so schön bunt hier: Apps sind nicht nur optisch eine Bereicherung für jedes Smartphone.
Foto: Martin Rehm

Interview

Karrierechancen für App-Begeisterte

Wie steht es um die Berufsperspektiven und Trends in der App-Ökonomie? Darüber spricht Melina Ex, Vize-Präsidentin des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft e.V. (BVDW), im abi» Interview.

abi>> Welche Talente und Fähigkeiten sollte man für die App-Ökonomie mitbringen?

Ein Porträt-Foto von Melina Ex

Melina Ex

Foto: Raimar von Wienskowski

Melina Ex: Man sollte schon auch selbst mit einer gewissen Begeisterung Apps nutzen. Marktkenntnisse ergeben sich dann ganz automatisch. Wichtig sind auch: interdisziplinäres und vernetztes Denken, Marktgespür, technologisches Verständnis und Neugier auf eine Branche, die sich schnell verändert. Natürlich gehören auch Soft Skills wie Team- und Kommunikationsfähigkeit dazu. Und außerdem schätzen Führungskräfte lösungsorientiertes Arbeiten – sprich: die Fähigkeit, selbstständig Lösungswege für ein „Problem“ zu finden.

abi>> Welche Studiengänge bereiten auf den Einstieg in die App-Branche am besten vor?

Melina Ex: Grundsätzlich eignen sich alle Studiengänge mit dem Schwerpunkt „Programmieren“. Daneben finden sich viele weitere Fächer wie Medientechnik und -informatik, Medienwirtschaft oder Digital Business. Arbeitgeber achten aber auch auf Praxiserfahrung. Dazu zählen nicht nur Praktika in Unternehmen – praktisches Wissen kann man zum Beispiel auch durch eigene erfolgreiche Social-Media-Projekte beweisen.

abi>> Wie sieht der typische Berufseinstieg aus?

Melina Ex: Die Digitalbranche kennt keine klassischen Berufswege. Berufsanfänger sollten sich vielmehr überlegen, wo sie arbeiten möchten – etwa in einem Start-up, einer Agentur oder einem Großkonzern – oder ob auch eine Selbstständigkeit in Frage kommt. Dabei sollte jeder für sich persönlich entscheiden, ob sie oder er die finanzielle Sicherheit eines großen Unternehmens oder die flachen Hierarchien in einem Start-up vorzieht. Nach wie vor kann man auch quer in die Branche einsteigen, denn der digitale Wandel betrifft alle Wirtschaftsbereiche. Deshalb ist fast jeder Ausbildungshintergrund interessant – vom Ingenieur bis zum Geisteswissenschaftler.

abi>> Welche Trends bestimmen den Arbeitsmarkt in Zukunft?

Melina Ex: Generell kann man sagen: Die Digitalisierung wird nahezu alle Anwendungsbereiche und Tätigkeitsfelder des Arbeitsmarktes grundlegend verändern. Auch bisher weitgehend „analoge“ Branchen stehen hier vor einer Umwälzung. Insbesondere das „Internet der Dinge“ mit seinen neuen Service-Möglichkeiten wird zu diesem tiefgreifenden Wandel beitragen. In diesem Zusammenhang spielen dann auch Datenschutz und Datensicherheit eine immer wichtigere Rolle. Die deutsche Digitalwirtschaft mit ihren gut ausgebildeten Beschäftigten ist im Wettbewerb mit anderen Industrienationen sehr gut positioniert.

abi>> 10.12.2015

weitere beiträge