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Gut beraten

Die Unternehmensberaterin entwickelt mit einem Kollegen am White Board Konzepte und stellt diese Kunden vor.
In der Unternehmensberatung sind vor allem Teamarbeit, Flexibilität und analytisches Denken wichtig.
Foto: Jens Oellermann

Consulting

Gut beraten

Unternehmensstrategien entwerfen, IT-Prozesse optimieren, Personalkonzepte entwickeln – so sehen typische Projekte im Bereich Consulting aus. Die boomende Branche bietet Absolventen unterschiedlichster Fachrichtungen vielfältige berufliche Möglichkeiten.

Der Wirtschaftsinformatiker Frederik Zerger (28) arbeitet als IT-Berater beim Consulting-Unternehmen Accenture mit Sitz in Kronberg bei Frankfurt am Main. „Bereits in der Schulzeit habe ich mit Computern experimentiert. Programmieren allein war mir aber zu einseitig. Mich interessiert, wie IT betriebliche Abläufe optimieren kann“, erläutert er seine Studienwahl. Nach seinem Bachelorabschluss der Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Karlsruhe schloss er im selben Fach ein Masterstudium an der Universität Mannheim an.

„Während einer Karrieremesse an der Uni lernte ich Accenture kennen“, erinnert sich der 28-Jährige. Dort startete er direkt nach seinem Masterabschluss 2014 in die IT-Beratung für Software zur Unternehmenssteuerung. Zunächst absolvierte er ein zweimonatiges Traineeprogramm. „Im Mittelpunkt standen Software- und Präsentationstrainings“, erklärt der IT-Berater.

„Komplexe Sachverhalte schnell verstehen“

Ein Porträt-Foto von Frederik Zerger

Frederik Zerger

Foto: Privat

Gemeinsam mit einem 20-köpfigen Berater-Team arbeitet er derzeit in einem Projekt bei einem schweizerischen Unternehmen. „Von Montag bis Donnerstag bin ich beim Kunden vor Ort; freitags im Accenture-Büro“, beschreibt er seine Woche. Die Aufgabe des 28-Jährigen ist es, ein indisches Software-Entwickler-Team zu koordinieren. Dafür stehen morgens oft Telefonkonferenzen an. Zudem testet und optimiert er die von diesem Team entwickelten Software-Versionen und bespricht sich regelmäßig mit dem Kunden.

„Wichtig für meine Arbeit ist analytisches Denken, um komplexe Sachverhalte schnell zu verstehen und unterschiedlichen Zielgruppen vermitteln zu können. Überdies sind sehr gute Englisch-Kenntnisse ein Muss“, stellt Frederik Zerger fest. Dazu kommen ein hohes Maß an Kundenorientierung sowie Flexibilität für sich rasch ändernde Projektanforderungen. An seinem Beruf gefällt ihm vor allem: „Als Berater lerne ich in kurzer Zeit viele interessante Themen und Unternehmen kennen.“

Arbeiten in einer Wachstumsbranche

Frederik Zerger arbeitet in einem Boom-Sektor. Laut Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. betrug 2014 der Kernbranchenumsatz in Deutschland, dem weltweit zweitgrößten Consulting-Markt, 25,2 Milliarden Euro. Das sind 6,7 Prozent mehr als 2013, Tendenz steigend. Wichtigste Kundenbranchen sind der Maschinen-/Fahrzeugbau und Versicherungen. Der BDU zählte 2014 über 106.000 Beraterinnen und Berater in knapp 15.400 Unternehmen. „Die Kernbranche unterteilt sich in die vier Bereiche Strategie-, Organisations-/Prozess-, Human Resources- und IT-Beratung“, erläutert Klaus Reiners, Pressesprecher und Leiter Presse und Kommunikation beim BDU.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verzeichnet rund 293.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Bereichen IT- und Unternehmensberatung (Stand: Juni 2014). „In den letzten Jahren erleben Unternehmensberatungen – besonders für IT-Themen – ein überdurchschnittliches Beschäftigtenwachstum bei einem weiterhin hohen Bedarf“, bestätigt Christian Mackenrodt, Arbeitsmarktexperte bei der BA, die positiven Aussichten. „Im November 2015 betrug die Zahl gemeldeter offener Stellen 2.300 in der IT-Beratung sowie 2.600 in der Unternehmens- und PR-Beratung.“ Der BA-Experte beobachtet zudem: „Fast die Hälfte der Beschäftigten in dieser Branche ist jünger als 35 Jahre; in der Gesamtwirtschaft ist es nur ein Drittel.“

Beratung wird bunt

Die Beraterinnen und Berater stammen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. „Früher beschäftigten die Beratungsunternehmen gut zwei Drittel Wirtschaftswissenschaftler. 2014 waren es nur noch 44 Prozent“, weiß Klaus Reiners. „Heute ist jeder zehnte Berater Naturwissenschaftler. 14 Prozent sind Ingenieure.“ Der BDU-Experte erklärt diesen Trend: „Die immer komplexeren Beratungsthemen erfordern es, unterschiedliche Kompetenzen zu bündeln, um die ideale Lösung für den Kunden zu finden. Die besten Ergebnisse entstehen in bunt zusammengesetzten Teams.“

Weitere Informationen

BERUFENET

Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchwort z. B. Unternehmensberater).
www.berufenet.arbeitsagentur.de

studienwahl.de

Infoportal der Bundesländer in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen (Suchwort z. B. BWL, Unternehmensberatung).
www.studienwahl.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit

http://jobboerse.arbeitsagentur.de

KURSNET

Datenbank für Aus- und Weiterbildung der Bundesagentur für Arbeit.
www.kursnet.arbeitsagentur.de

Arbeitskreis „dichter dran“ der Inhouse Consulting Einheiten führender Unternehmen

www.inhouse-consulting.de

Association of Management Consulting Firms

www.amcf.org

Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen e. V. (BDSU)

www.bdsu.de

Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V.

www.bdu.de

Deutsche Gesellschaft für Beratung / German Association for Counseling e.V. (DGfB)

www.dachverband-beratung.de

Die KMU-Berater – Bundesverband freier Berater e. V.

www.kmu-berater.de/startseite.html

Verband Beratender Ingenieure VBI

www.vbi.de

VBV - Vereinigung beratender Betriebs- und Volkswirte e.V.

www.vbv.de

abi>> 11.02.2016

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