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Gesunde Karrieren

Ein Krankenpfleger steht vor einem Krankenbett, in dem eine ältere Dame liegt.
87 Prozent der Personen, die im Gesundheitswesen tätig sind, arbeiten in Kliniken oder Arztpraxen.
Foto: Hans-Martin Issler

Gesundheitswirtschaft

Gesunde Karrieren

Die Gesundheitswirtschaft ist ein weites Feld. Ihr Berufe-Spektrum erstreckt sich vom Apotheker bis zum Zahntechniker. Als einer der größten Wirtschaftsbereiche bietet sie mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten vielfältige Karriereaussichten.

So absolviert Gesundheits- und Pflegemanager Max Fritsch (29) bis Mai 2016 das Pflegemanagement-Traineeprogramm der HELIOS Kliniken Gruppe. „Ich habe während eines Schulpraktikums den Pflegebereich kennengelernt. Zudem verbrachte ich meinen Zivildienst auf einer kardiologischen Wachstation“, begründet Max Fritsch seine Berufswahl. Nach seiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger begann er 2010 an der Evangelischen Hochschule Nürnberg den Studiengang Gesundheits- und Pflegemanagement, den er 2014 mit dem Bachelor of Arts abschloss.

Empathie und Kommunikationsfähigkeit

Ein Porträt-Foto von Max Fritsch

Max Fritsch

Foto: Privat

Im Mai 2014 startete Max Fritsch bei HELIOS ins Berufsleben. Derzeit leitet er eine Station der Hautklinik im Klinikum Berlin-Buch. Um 6 Uhr beginnt seine Schicht: „Nach der Nachtschichtübergabe, bespreche ich mit den Mitarbeitern die anstehenden Aufgaben des Tages. Dazu kommt eine Vielzahl von Organisationsaufgaben wie die Patientenaufnahme.“ Dabei geht es oft darum, die Bedürfnisse der Patienten mit den Klinikabläufen in Einklang zu bringen. Wichtig für seine Arbeit sind Empathie und Kommunikationsgeschick gegenüber Mitarbeitern und Patienten. Nach dem Ende der Trainee-Zeit kann er sich vorstellen: „Vielleicht übernehme ich die Pflegedienstleitung in einer Klinik.“

Wachstumsmarkt – unabhängig von der Konjunktur

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) zählte zum Stichtag 30. Juni 2014 im Kernbereich des Gesundheitswesens 2,26 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. „87 Prozent arbeiten in Kliniken oder Arztpraxen“, weiß BA-Arbeitsmarktexperte Christian Mackenrodt. „Mit einem Beschäftigungsplus von 12,5 Prozent ist der Bereich in den letzten fünf Jahren stärker gewachsen als der Gesamtarbeitsmarkt mit 9,3 Prozent.“ Im April 2015 registrierte die BA 24.000 offene Stellen. Bezüglich der Wertschöpfung für das Jahr 2014 prognostizierte das Bundeswirtschaftsministerium für die Branche fast 280 Milliarden Euro brutto. Damit wurden 11,1 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft generiert – Tendenz steigend.

Ein Porträt-Foto von Peer Köpf

Peer Köpf

Foto: Privat

Neben dem Arztbereich und der Pflege bietet die Gesundheitsbranche viele weitere Karrierechancen – zum Beispiel in der Verwaltung oder IT sowie dem medizinisch-technischen Bereich. „Die demografische Entwicklung wird weiter für konjunkturunabhängige, attraktive Arbeitsplätze sorgen“, erwartet Peer Köpf, stellvertretender Geschäftsführer Personalwesen und Krankenhausorganisation der Deutschen Krankenhausgesellschaft. „Vor allem in der Pflege sind praktische Vorkenntnisse von Vorteil“, ergänzt er.

Ein Porträt-Foto von Bernd Tews

Bernd Tews

Foto: Privat

Das gilt auch für die ambulante Pflege. „Viele kommen über ein Freiwilliges Soziales Jahr zum Beruf. Über zwei Drittel der Teilnehmer bleiben in der Branche“, erläutert Bernd Tews, Geschäftsführer bpa-Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. Nach einer Ausbildung bietet ein breites Spektrum von Pflegestudiengängen weiterführende Perspektiven – sogar im dualen Format. „Weiterbildungsschwerpunkte sind das Qualitätsmanagement und die Betriebswirtschaft – beides Voraussetzungen für eine spätere Leitungsfunktion oder die Selbstständigkeit“, empfiehlt Bernd Tews.

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abi>> 01.07.2015

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