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Professionelle Gastgeber

Hotelfachfrau richtet ein Hotelbett.
Perfektion für den Gast - vom Hotelbett bis zum Weinglas muss alles passen.
Foto: Ria Kipfmüller

Hotelfachleute – Hintergrund

Professionelle Gastgeber

An der Rezeption, im Housekeeping oder in der Personalabteilung, als Empfangschef, Event- oder Marketingmanager – auf gut ausgebildete Hotelfachleute warten vielfältige Karrieremöglichkeiten.

Von Tätigkeiten in der Hotellerie und der Gastronomie hat fast jeder eine Vorstellung, denn Gast waren wir alle schon: ob im großen Stadthotel oder in der kleinen Ferienpension, ob in einem schönen Restaurant oder einer Bar. Die Branche ist mit über zwei Millionen Beschäftigen und mehr als 50.000 Auszubildenden einer der stärksten Jobmotoren in Deutschland.

Viel Kontakt mit Menschen

Wer leistungsbereit und aufgeschlossen ist und vor allem Spaß an der Arbeit mit und für Menschen hat, den erwarten ein vergleichsweise sicherer Arbeitsplatz und beste Aufstiegschancen. Einer der Ausbildungsberufe in der Branche ist der der Hotelfachleute. Laut Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gab es im Jahr 2017 gut 20.000 junge Auszubildende in diesem Beruf. Hotelfachleute finden in erster Linie Beschäftigung in Hotels oder Gasthöfen, gelegentlich aber auch in Tourismuseinrichtungen, Kurkliniken oder Verwaltungen. Formal ist zwar kein bestimmter Schulabschluss gefordert, viele Unternehmen setzen allerdings mindestens einen mittleren Abschluss oder die Hochschulreife voraus. Auch Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil und in vielen Häusern Grundvoraussetzung.

„Der Tourismus in Deutschland boomt. Und daher wachsen der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und auch die Zahl der offenen Stellen. Angehende Hotelfachleute haben also gute Berufsaussichten und Karrierechancen“, so die Einschätzung von Sandra Warden, Geschäftsführerin und Berufsbildungsexpertin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband).

Abwechslungsreiche Arbeit

Ein Porträt-Foto von Sandra Warden

Sandra Warden

Foto: privat

Die duale Ausbildung für Hotelfachleute dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt überwiegend im Betrieb. Ein bis zwei Tage pro Woche besuchen die Auszubildenden die Berufsschule. In einigen Bundesländern und Regionen wird der Unterricht auch im Block angeboten. „Hotelfachleute sind echte Allrounder und können in allen Abteilungen eines Hotelbetriebes tätig sein. Sie planen und organisieren die wesentlichen Arbeitsabläufe. Dementsprechend vielseitig sind ihre Tätigkeiten und Einsatzbereiche. Und sie arbeiten in ganz unterschiedlichen Betrieben: vom familiengeprägten Gasthof auf dem Land bis zum Fünf-Sterne-Haus einer international agierenden Hotelkette in einer Metropole“, erklärt Sandra Warden.

Zu den Aufgaben von Hotelfachleuten gehört es unter anderem, Gäste zu empfangen, zu beraten und zu betreuen, Gasträume herzurichten und zu kontrollieren, Speisen und Getränke zu servieren, Verkaufsgespräche zu führen sowie Angebote und Verträge zu erstellen. Auch Veranstaltungsorganisation, Marketing, Personalplanung, Korrespondenz, Einkauf und Lagerlogistik fallen in den Zuständigkeitsbereich von Hotelfachleuten.

„Was zählt, ist die Kommunikation mit den Gästen und die Freude daran, jederzeit besten Service bieten zu wollen. Das ist“, so Sandra Warten, „zentrale Voraussetzung, um sich zum professionellen Gastgeber ausbilden zu lassen. Daher empfehlen wir allen Interessierten Schnupperpraktika zu absolvieren, um Klarheit darüber zu bekommen, ob der Beruf den tatsächlichen Interessen und eigenen Talenten entspricht. Jeder Auszubildende sollte sich außerdem vor Ausbildungsbeginn darüber im Klaren sein, dass in unserer Branche auch am Abend, an Wochenenden und Feiertagen gearbeitet wird – also dann, wenn viele andere Freizeit haben.“ Neben dem Interesse an Menschen seien in der Branche Einsatzfreude, Belastbarkeit und Flexibilität gefragt sowie Teamfähigkeit, Organisations- und Verkaufstalent, gute Umgangsformen und ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Beste Entfaltungsmöglichkeiten

Für Hotelfachleute gibt es nach und während der Lehrzeit vielfältige Fort- und Weiterbildungsangebote, von hotelinternen Programmen und IHK-Kursen über den Besuch der Hotelfachschule bis hin zu Studiengängen im Bereich Hotelmanagement. „Hotelfachleute haben insgesamt beste Entfaltungsmöglichkeiten in allen Bereichen eines Hotels. Sie haben die Chance, bereits in jungen Jahren vom Azubi zum Chef, zum Abteilungsleiter oder zur Hoteldirektorin aufzusteigen oder sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen. Die Zukunftsperspektiven sind ausgezeichnet“, weiß DEHOGA-Geschäftsführerin Sandra Warden.

Weitere Informationen

berufsfeld-info.de
Infoportal der Bundesagentur für Arbeit zu Ausbildung, Studium und Weiterbildung. Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf „Hotelfachmann/-frau“ sowie zu verwandten interessanten Ausbildungen findest du im Teilberufsfeld „Freizeit, Tourismus, Fremd­sprachen, Marketing (Dienstleistung)“.
www.berufsfeld-info.de/planet-beruf


BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 aktuellen Berufsbeschreibungen in Text und Bild. (Suchwort: Hotelfachmann/-frau)
www.berufenet.arbeitsagentur.de


JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
https://jobboerse.arbeitsagentur.de


studienwahl.de
Infoportal der Stiftung für Hochschulzulassung in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit. Hier kannst du im „Finder“ nach Studiengängen in ganz Deutschland suchen. (Suchwort: Hotelmanagement).
www.studienwahl.de


Deutscher Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband)
www.dehoga-bundesverband.de


Jobbörse für Hotellerie, Gastronomie und Touristik
www.hotelcareer.de

abi>> 10.10.2018

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