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Forschung auf der Erde und im All

Mann steht neben der Abbildung einer Rakete.
Das DLR kümmert sich um die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten.
Foto: Christof Stache

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Forschung auf der Erde und im All

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) betreibt für die Bundesrepublik Deutschland Forschung in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Energietechnik, Verkehr und Sicherheit. Es ist die größte Forschungseinrichtung Deutschlands und gehört auch weltweit zu den führenden Forschungszentren.

Der Hauptsitz des DLR befindet sich in Köln, wo rund 1.500 der insgesamt mehr als 8.000 Mitarbeiter im Einsatz sind. An weiteren 16 Standorten gibt es insgesamt 33 Forschungsinstitute und Einrichtungen mit den unterschiedlichsten Schwerpunkten. Dazu zählen Antriebstechnik, Solarforschung, Luft- und Raumfahrtmedizin sowie Raumflugbetrieb und Astronautentraining. Hinzu kommen weitere Forschungsanlagen und -einrichtungen im Ausland, darunter zum Beispiel eine Antennenanlage zum Empfang von Satellitendaten in der Antarktis, Stationen für Höhenforschungsraketen in Norwegen und Schweden und eine Solarforschungseinrichtung im Süden Spaniens.

„Außerdem haben wir Kontaktbüros in Washington D.C., Paris und Tokio, wo nationale Raumfahrtbehörden ihren Sitz haben“, erklärt Pressesprecher Andreas Schütz. „Das gesamte deutsche Budget von rund 800 Millionen Euro für die europäische Raumfahrtbehörde ESA läuft über unseren Tisch. Als Raumfahrtmanagement-Organisation sorgen wir dafür, dass diese Mittel effizient eingesetzt werden.“ Der Etat des Zentrums für die eigene Forschung und den Betrieb betrug im Jahr 2014 rund 871 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon stammt aus Steuermitteln.

„Ariane 6“ und „Mars Express“

Die Projekte des DLR sind sehr komplex. Einfach gesagt, erforschen die wissenschaftlichen Mitarbeiter die Erde und das Sonnensystem. Sie stellen ihr Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung und entwickeln umweltverträgliche Technologien für Energieversorgung, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Zu den bekanntesten Projekten mit DLR-Beteiligung gehört das europäische Satellitennavigationssystem „Galileo“ sowie die 2003 gestartete Weltraumsonde „Mars Express“, die mithilfe einer Kamera Daten zur Geologie, Mineralogie und Atmosphäre des Mars liefert.

Darüber hinaus ist das DLR an der Entwicklung der zukünftigen europäischen Trägerrakete „Ariane 6“ beteiligt. Mit ihr werden vor allem Satelliten ins Weltall transportiert. „Deutschland führt die meisten Experimente auf der internationalen Raumstation ISS durch“, weiß Andreas Schütz. Für die Weiterentwicklung von Luftfahrtprojekten stehen in Braunschweig Forschungsflugzeuge der DLR-Flotte bereit, mit denen die Neuerungen, die am Computer entworfen werden, getestet werden können.

Weltraumkamera gegen Waldbrände

All diese Projekte kann das DLR natürlich nicht allein durchführen. „Wir arbeiten mit Forschungszentren und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt zusammen“, erklärt Andreas Schütz. „Allein in unseren Instituten sind Mitarbeiter aus über 60 Ländern beschäftigt. Die Grundsprache ist zwar Deutsch, aber Englischkenntnisse sind ein Muss. Eine zweite Fremdsprache ist sinnvoll.“ Ein Großteil der Professoren, die als Institutsleiter am DLR arbeiten, haben Lehrstühle inne, so dass viele Projekte in Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen durchgeführt werden.

Neben der Grundlagenforschung betreiben die Institute auch angewandte Forschung im Auftrag der Industrie. „Eine von uns entwickelte Weltraumkamera wird nun zum Aufspüren von Waldbränden eingesetzt“, nennt der Pressesprecher ein Beispiel. Wer sich über die vielfältigen Projekte des DLR informieren will, kann zum Beispiel den alle zwei Jahre stattfindenden „Tag der Luft- und Raumfahrt“ am Kölner Hauptsitz besuchen – und darüber staunen, was sich seit der Gründung der ersten „Aerodynamischen Versuchsanstalt“ als Vorläufer der DLR vor über 100 Jahren bis heute getan hat.

Hier geht's zum Überblick des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt >>

Hier geht's zum Branchenkontext >>

abi>> 23.12.2015