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Entwicklungszusammenarbeit „made in Germany“

Eine junge Frau steht vor einer Weltkarte und hält einen kleinen Globus in der Hand
Rund um den Globus: Die GIZ ist in über 130 Ländern im Einsatz.
Foto: Sonja Brüggemann

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Entwicklungszusammenarbeit „made in Germany“

Flüchtlingskrise, Klimawandel, Pflegekräftemangel – die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH widmet sich in mehr als 130 Ländern vielen Herausforderungen. Als erfahrener Dienstleister trägt das bundeseigene Unternehmen dazu bei, die Lebensbedingungen von Menschen und Gesellschaften rund um den Globus zu verbessern.

Der GIZ ist es ein Anliegen, nachhaltige Veränderungen zu bewirken. Etwa in Afghanistan, wo derzeit über 700.000 Menschen aufgrund von Konflikten ihre Heimatorte verlassen mussten. Hier unterstützt die GIZ die afghanische Regierung dabei, eine nationale Strategie zur Integration von Binnenvertriebenen zu entwickeln. So werden neben neu gebauten Unterkünften unter anderem auch die beruflichen Kompetenzen der Flüchtlinge gefördert, damit sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Auch Umwelt- und Energiethemen gehören zum Leistungsspektrum der GIZ, die zum Beispiel ein EU-gefördertes Programm koordiniert, das im arabischen Mittelmeerraum energiesparendes Bauen etablieren will. Darüber hinaus unterstützt das Bundesunternehmen andere Länder dabei, wirtschaftlich tragfähige Strukturen aufzubauen, die Beschäftigung zu fördern oder Sicherheit und Wiederaufbau zu gewährleisten.

Wichtigster Auftraggeber ist die deutsche Bundesregierung, die mit Unterstützung der GIZ ihre Ziele in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und in der internationalen Bildungsarbeit umsetzt. Das Unternehmen bewirbt sich aber auch auf Entwicklungsprojekte am freien Markt und wird ebenso von der Europäischen Union, internationalen Institutionen oder Regierungen anderer Länder beauftragt. „Das Know-how der GIZ besteht insbesondere darin, Ideen für politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen zu entwickeln, konkret zu planen und umzusetzen“, fasst GIZ-Sprecherin Lena Hollender zusammen.

Die meisten Mitarbeiter im Ausland

Ein Porträt-Foto von Lena Hollender

Lena Hollender

Foto: Privat

Die GIZ ist am 1. Januar 2011 aus der Fusion der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt) und dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) hervorgegangen. In Deutschland hat die Gesellschaft zwei Unternehmenssitze, einen in Bonn und einen in Eschborn sowie Repräsentanzen in Berlin und Brüssel. Insgesamt beschäftigt die GIZ 16.410 Mitarbeiter (Stand: 31.12.2014). Davon sind 3.072 in Deutschland und 2.078 als entsandte Fachkräfte im Ausland tätig. Daneben arbeiten 11.260 nationale Mitarbeiter in den Büros und Programmen in den Einsatzländern. Sie werden vor Ort rekrutiert und unter Vertrag genommen. Insgesamt arbeiten rund 85 Prozent der GIZ-Mitarbeiter im Ausland. Darunter auch 785 Entwicklungshelfer.

Familienfreundlich und nachhaltig

Bei einer Online-Umfrage des Berliner Forschungsinstituts trendence im Jahr 2014 wählten „Young Professionals“, also frische Fachkräfte mit ein- bis achtjähriger Berufserfahrung, die GIZ auf Platz 21 der Top-100-Arbeitgeber in Deutschland. Seine Attraktivität als Arbeitgeber unterstreicht das Bundesunternehmen unter anderem durch seine familienbewusste Unternehmenskultur, für die es mit dem deutschlandweit anerkannten Qualitätssiegel „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet wurde. „Unsere Mitarbeiter nutzen aktuell rund 190 Teilzeitmodelle. Außerdem wissen wir um die Bedeutung der Kinderbetreuung und haben deshalb betriebseigene Kindertagesstätten in Bonn und Eschborn“, erläutert Lena Hollender beispielhaft. Somit soll Nachhaltigkeit nicht nur bei den Aufträgen, sondern auch im eigenen Haus gelebt werden, zum Beispiel durch eine betriebliche Gesundheitsvorsorge oder moderne Konferenztechnik, die notwendige Flugreisen reduziert.

Bei der Entsendung eines Mitarbeiters ins Ausland werden mitausreisende Familienangehörige von der GIZ durch verschiedene Maßnahmen unterstützt - etwa durch die Teilnahme an Vorbereitungsmodulen. Aber auch finanzielle Zuwendungen, zum Beispiel in Form von Schulbeihilfe, werden angeboten. GIZ-Mitarbeiter, die in fragile Staaten entsendet werden, nehmen vor ihrem Auslandseinsatz an verschiedenen vorbereitenden Veranstaltungen teil. Während des Einsatzes können die GIZ-Experten Personalentwicklungs- und Fortbildungsangebote nutzen. Diese bereiten sie gezielt auf die Umsetzung ihrer Aufgaben in einem schwierigen Umfeld vor. Sie helfen ihnen bei der Gestaltung des Sicherheits- und Risikomanagements sowie bei der Erhaltung ihrer Leistungsfähigkeit und Gesundheit in herausfordernden Kontexten.

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Zum Internationalen Kontext >>

 

abi>> 05.11.2015