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Im weltweiten Einsatz

Schöne Wasserlandschaft mit einem Boot und einen Radfahrer. Foto: Meramo Studios
Eines der zahlreichen Ziele von Greenpeace: Naturlandschaften wie diese erhalten.
Foto: Meramo Studios

Greenpeace e.V.

Im weltweiten Einsatz

Spektakuläre Bilder von Greenpeace-Kampagnen tauchen immer wieder in den Medien auf. Seit 1971 kämpft die Non-Profit-Organisation mit gewaltfreien Aktionen für Verbesserungen im Umwelt-, Natur-, Tier- oder Menschenschutz. Dafür sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiter nötig.

2015 stoppte der Ölkonzern Shell seine geplanten Bohrungen in der Arktis – angeblich aus wirtschaftlichen Gründen. Dem war eine Kampagne von Greenpeace vorausgegangen, bei der das Auslaufen der Schiffe von Shell verhindert und durch Aktionen bei den Shell-Zentralen Druck auf den Konzern ausgeübt wurde.

Um solche Aktionen durchführen zu können, bildet Greenpeace seine 220 haupt- und 4700 ehrenamtlichen Mitarbeiter mit speziellen Programmen für die Kampagnenarbeit aus. „Ohne die ehrenamtlichen Aktivisten wäre die Arbeit von Greenpeace weniger stark“, erläutert Dietmar Kress, Leiter des Ehrenamts-Netzwerks der Organisation. „Sie sind die Basis der Kampagnen und tragen die Themen von Greenpeace in den regionalen Gruppen in die Bevölkerung.“

Diese Themen reichen vom Schutz der Meere, der Wälder und des Äquatorialgürtels über die Verhinderung von Klimaschäden bis zur Einrichtung von Schutzgebieten zum Erhalt der Arten in den Wäldern Brasiliens oder Indonesiens und an den Polen. Für alle diese Anliegen übt Greenpeace mit Kampagnenteams Druck auf Regierungen oder Unternehmen aus.

Mitarbeiter für verschiedenste Bereiche

Porträtfoto von Michael Hopf. Foto: Michael Hopf / Greenpeace

Michael Hopf

Foto: Michael Hopf / Greenpeace

„Mit unseren hauptamtlichen Teams wollen wir Lösungen für Umweltprobleme gut sichtbar in die öffentliche Diskussion bringen, daher arbeiten dort Leute mit verschiedenen Fähigkeiten zusammen“, berichtet Pressesprecher Michael Hopf. „Die Campaigner sind Experten, die sich mit Umweltproblemen sehr gut auskennen und eng vernetzt sind mit anderen Fachleuten und Instituten. Sie tauschen sich vor allem mit unseren Medienleuten aus, um ihre Anliegen verständlich und interessant auf den Punkt zu bringen oder in Bilder zu übersetzen. Die Teamleitung behält den Überblick, andere können gut beurteilen, welcher politische Zug als nächstes hilfreich ist und haben ein Ohr an Entwicklungen im Bundestag oder bei den Vereinten Nationen. Zudem müssen die Teams gewappnet sein für juristische Auseinandersetzungen, mit denen wir das Umweltrecht weiter entwickeln können.“

Damit die Kampagnenteams ihre Arbeit machen können, sind Mitarbeiter in der Administration, dem Fundraising und der Betreuung der 590.000 Förderer von Greenpeace beschäftigt. Die Organisation trägt sich zu 100 Prozent aus Spenden und legt Wert darauf, unabhängig von politischen Akteuren und Unternehmen arbeiten zu können. „Ein Fünftel der Spenden für die Projekte von Greenpeace International kommt aus Deutschland“ erklärt Michael Hopf. „Einnahmen und Ausgaben prüfen wir genau, es sind schließlich Spendengelder. Außerdem informieren wir die Förderer mit Broschüren, Newslettern und im Internet. Zu unseren umfassenden Aufgaben gehört auch, dass wir viele Anfragen beantworten.“ Da die Kommunikation mittlerweile zu 80 Prozent über das Internet läuft, hat sich die Zahl der Kontaktaufnahmen deutlich gesteigert.

Regional und global

Portraitfoto von Dietmar Kress. Foto: Holde Schneider / Greenpeace

Dietmar Kress

Foto: Holde Schneider / Greenpeace

Die Geschäftsstelle von Greenpeace hat ihren Sitz in Hamburg. Anders als bei anderen Umweltschutzorganisationen gibt es jedoch keine Landesverbände, sondern ausschließlich regionale Gruppen in Städten mit über 100.000 Einwohnern, die von Ehrenamtlichen getragen werden. In der Bundesgeschäftsstelle werden die Gruppen koordiniert und betreut. „Die Zentrale in Hamburg gibt, im Dialog mit den Ehrenamtlichen, die Kampagnenthemen vor und die Gruppen vor Ort überlegen, wie sie es bei sich am besten umsetzen können“, erzählt der Leiter des Ehrenamts-Netzwerks Dietmar Kress.

Neben der regionalen Arbeit zählt bei Greenpeace stark die globale Perspektive: „Für die größten Umweltprobleme gibt es keine Grenzen, das wissen inzwischen alle. Wir müssen international zusammenarbeiten, daher unterstützen das auch unsere Förderer“, erklärt Pressesprecher Michael Hopf. „Für uns heißt das, dass Mitarbeiter aus Deutschland bei Greenpeace in anderen Ländern mitarbeiten. Wir müssen die Globalisierung so formen, dass sie nachhaltig wird und für alle Vorteile bringt.“

Zum Überblick: Greenpeace e.V. von A bis Z >>
Zum Branchenkontext >>

abi>> 26.01.2017