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Im Dienste der Nachhaltigkeit

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Remondis kümmert sich um die Wiederverwertung und Aufbereitung von privaten wie gewerblichen Abfällen.
Foto: Julia Hendrysiak

Remondis

Im Dienste der Nachhaltigkeit

Die Remondis SE & Co. KG aus dem nordrhein-westfälischen Lünen entwickelte sich in 80 Jahren vom kleinen Fuhrunternehmen zu einem der weltweit größten Anbieter im Bereich Recycling, Service und Wasser.

Volle Abfalltonnen leeren, Container für Papier, Kunststoffe und Glas bereitstellen – diese beiden Alltagsbeispiele zeigen nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Dienstleistungsangebot der Remondis-Gruppe. In dessen Mittelpunkt steht die Wiederverwertung und Aufbereitung von privaten wie gewerblichen Abfällen (Recycling). Darüber hinaus bietet die Firma – als größter Dienstleister dieser Art in Deutschland – vielfältige Leistungen rund um alternative Energieträger sowie die Ver- und Entsorgung in puncto Wasser an.

Ein Porträt-Foto von Michael J. Schneider

Michael J. Schneider

Foto: Privat

Das familiengeführte Unternehmen wurde 1934 gegründet und firmiert seit 2004 unter dem Namen Remondis. Mit seinen inzwischen 31.200 Mitarbeitern hat es seine Geschäftstätigkeit heute auf 34 Länder ausgeweitet. Der Jahresumsatz beträgt derzeit 6,4 Milliarden Euro. Zu den Kunden zählen etwa Kommunen wie die Stadt Frankfurt am Main, mit der Remondis in der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, kurz FES, in Form einer sogenannten Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) zusammenarbeitet. Zum anderen nutzen private Unternehmen das Know-how der Recylcing-, Service- und Wasser-Experten. „Mit unseren unterschiedlichen Dienstleistungen erreichen wir rund 30 Millionen Menschen“, erklärt Pressesprecher Michael J. Schneider.

Wiederverwertung statt Entsorgung

„Bereits in den 1960er-Jahren verfolgte der Unternehmensgründer die Vision, aus Abfällen ‚etwas Sinnvolles zu machen‘ und sie nicht einfach nur wegzuwerfen“, beschreibt Michael J. Schneider die Recycling-Idee des Unternehmens. Heute entwickelt und betreibt Remondis weltweit 500 Wiederaufbereitungsanlagen, die beispielsweise Kupfer aus Elektroschrott gewinnen. Dazu werden jährlich rund 34 Millionen Tonnen Wertstoffe wie Bauschutt, Grünabfall, Klärschlamm oder Buntmetalle gesammelt, um sie wiederzuverwerten und zu vermarkten.

Produktentwicklung nach Kundenwunsch

Dazu entwickelt das Unternehmen aus NRW zusammen mit seinen Kunden Leistungspakete, die auf individuelle Bedürfnisse zugeschnitten sind. Michael J. Schneider schildert ein typisches Praxisbeispiel: „Ein Kunde aus der Lebensmittelindustrie musste hohe Entsorgungsgebühren für seine mit organischen Stoffen belasteten Abwässer bezahlen. Wir haben nicht nur die Wasseraufbereitung weiterentwickelt, sondern erzeugen aus dem organischen Klärschlamm Biogas, um es im von uns betriebenen Blockheizkraftwerk in Strom umzuwandeln. So entsorgt der Kunde vorschriftsgemäß sein Abwasser, reduziert die Entsorgungskosten und deckt sogar einen Teil des eigenen Strombedarfs.“

Auch rechtliche Vorgaben, wie neue Auflagen für die Klärschlammentsorgung, beeinflussen die Arbeit von Remondis. „Hier haben unsere Ingenieure – zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts mit Hamburg Wasser, dem kommunalen Wasserver- und Entsorgungsunternehmen, – das TetraPhos-Verfahren entwickelt, das wir nach Abschluss der Testphase im Großmaßstab anbieten“, erläutert Michael J. Schneider. „TetraPhos ermöglicht es, das für die Landwirtschaft wichtige Phosphat aus der Asche von verbranntem Klärschlamm zu 90 Prozent zurückzugewinnen.“

Eine internationale Zukunftsbranche

Die Aktivitäten im Ausland richten sich nach den dort geltenden Gesetzen und landestypischen Anforderungen. In Polen und Indien betreibt die Unternehmensgruppe beispielsweise Wasserversorgungs- und Aufbereitungsanlagen. In Australien ist Remondis viertgrößter Abfallverwerter. Michael J. Schneider erwartet: „Durch die weltweit steigenden Bevölkerungszahlen verstärkt sich der Rohstoff- und Wasserverbrauch. Daher wird der Bedarf an Dienstleistungen für Ressourcenschonung und Wasserversorgung sowie Umwelt- und Klimaschutz zunehmen.“

Remondis im Überblick>>
Hier geht's zum Branchenkontext>>

abi>> 07.04.2016